Mit Hookidoo und seinen Freunden die eigene Wohnung überwachen

Die digitale Elite des Landes hinterlässt überall im Netz bereitwillig ihre Spuren. Von einigen Netz- und Gründerpersönlichkeiten kann jedermann ohne große Probleme herausfinden, wo er sich gerade befindet, mit wem er sich getroffen […]
Mit Hookidoo und seinen Freunden die eigene Wohnung überwachen

Die digitale Elite des Landes hinterlässt überall im Netz bereitwillig ihre Spuren. Von einigen Netz- und Gründerpersönlichkeiten kann jedermann ohne große Probleme herausfinden, wo er sich gerade befindet, mit wem er sich getroffen hat und was er zuletzt sonst so getrieben hat. Die Macher von Please Rob Me (www.pleaserobme.com) machten auf dieses Phänomen kürzlich aufmerksam. Denn nicht nur Freunde, Bekannte und Geschäftspartner können die vielen Netznachrichten wie den derzeitigen Aufenthaltsort sehen, auch finstere Gestalten. Das Ganze einchecken und twittern ist somit quasi eine Einladung zum Einbruch in das verwaiste Haus. Thomas Steffens, Christian Zimmermann und Tobias Jarmuzek wollen die Macht der vielen Netzfreunde nun zum Schutz der eigenen vier Wände einsetzen. Ihr Start-up heißt Hookidoo (www.hookidoo.com).

“Sobald man bei Hookidoo angemeldet ist, kann man kostenlos mit seinen Webcams Bereiche optisch überwachen. Sobald, entsprechend der individuellen Einstellung, eine Bewegung erkannt worden ist, sendet der User-Rechner die Bilder, ein Videostream wird gerade integriert, auf den Hookidoo Server. Dieser verteilt die Bilder, entsprechend der User-Einstellungen, sowohl auf dessen Website aber auch per Mail an alle seine Freunde”, erklärt Mitgründer Steffens das Konzept gegenüber deutsche-startups.de. Facebook sei bereits integriert. Ein SMS-Dienst könne gegen ein Entgelt integriert werden. Somit ist Hookidoo quasi eine Art NeighboorhoodWatch 2.0. Es fehlt nur noch die Standleitung zur Polizei, denn einen Einbrecher können die Freunde aus der Ferne nicht vertreiben. “Wir denken aber in einem weiteren Schritt darüber nach, wenn es denn genug User gibt, einen kostenpflichtigen Alarmdienst zu integrieren. Wenn man schaut, was auf der Welt für teure Alarmanlagendienste vor Ort ausgegeben wird, könnte das in Zukunft ein sehr interessanter Markt werden”, sagt Steffens. Bleibt die Frage, ob zahlungskräftige Mitmenschen auf einen Webdienst und ihre Freunde zur Überwachung ihrer Habe setzen. Vielleicht hat Hookidoo doch eher als Spaßapplikation eine Zukunft. Für Ideen sind die Macher offen.

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.



  1. theRiddler

    “digitale Elite”

    Ziemlich peinliche Formulierung. Was und wer ist schon digitale Elite. Für mich sind das im Zweifelsfall eher Hacker und Programmierer als irgendwelche Gründer oder Copycat Enthusiasten.



  2. Dieter M.

    Ohje, lasst das blos mit den privaten Nutzern. Die Idee ist gut, verkauft sie aber bitte an Firmenkunden und Überwachungsdienste.



  3. bimmelbammel

    so ein scheiss

    wärs nicht einfacher sich nicht überall anzumelden und rumzuposaunen wo und mit wem man grade kaffee trinkt?

    ich weiss ja nicht wieviele webcams man brauch um seine wohnung effektiv überwachen zu können aber selbst dann dürfte es zu spät sein wenn bei mir eingebrochen wird

    und wenn ich dann so einen scheiss lese:
    – “irritiert und vertreibt einen Eindringling mit verstörenden Geräuschen und auffällig flackerndem Bildschirm”
    (funktioniert ganz bestimmt)

    aber das beste ist
    – “zeigt Dir über Landkarte alle Hookis in Deiner Umgebung”

    gut dann weiss ich das ich das nur vermummt einbreche und das verstörende geräusche und flackernde monitore nicht bedeuten das die rechner kaputt sind ,sondern nur die besitzer selten dämlich



  4. borg

    man sollte nicht aus jeder idee eine startup machen



  5. VanDamme

    Naja, die Idee benötigt die Voraussetzung, dass wir Menschen alle extrem vernetzt sind, mit hoher Bandbreite, immer und überall. Also zu jederzeit, selbst Nachts am Strand von Irgendwo. Es muss immer jemand da sein, der gerade “Big Brother spielt”.

    Da muss noch einige zeit vergehen bis es so weit ist.
    Ausserdem braucht man auch ziemlich viele Freunde…

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  7. >Bleibt die Frage, ob zahlungskräftige Mitmenschen auf einen Webdienst und ihre Freunde zur Überwachung ihrer Habe setzen… Für Ideen sind die Macher offen.

    Ideen zur Monetarisierung gibt es also noch nicht. Irgendwas stimmt da nicht…

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