Fünfzehn Fragen an Robert Kabs von moebel.de

Was bedeutet es Ihnen, Ihr eigener Chef zu sein? In einem Unternehmen ist es wie in einer Familie: Chef zu sein bedeutet nicht nur, tun und lassen zu können was man möchte, sondern […]

Was bedeutet es Ihnen, Ihr eigener Chef zu sein?
In einem Unternehmen ist es wie in einer Familie: Chef zu sein bedeutet nicht nur, tun und lassen zu können was man möchte, sondern auch Verantwortung zu übernehmen und immer im Sinne aller Familienmitglieder zu handeln. Verantwortlich zu agieren macht mir Spaß!

Bei welcher Gelegenheit kam Ihnen die Idee zu Ihrem Start-up?
Beim surfen im Netz stellten wir fest, dass die Vielzahl der Online-Shops das Medium Internet immer komplizierter machen – statt einfacher, schneller und effektiver. Auf der Suche nach einem neuen Sofa hätte man tausende Seite anwählen müssen und für einen dazu passenden Couchtisch noch mal so viele. Sich schnell einen Überblick über das gesamte Angebot zum Thema Möbel zu verschaffen: unmöglich! Für dieses Problem wollten wir eine Lösung finden und so kam uns schließlich die Idee zu unserer ersten vertikalen Produktsuchmaschine: „moebel.de“ ging 2007 live und bietet inzwischen eine beachtliche Produktvielfalt, über die sich monatlich rund 1,5 Millionen Besucher freuen!

Woher stammte das Kapital für Ihr Unternehmen?
Ausschließlich aus Eigenmitteln.

Was waren bei der Gründung Ihres Start-ups die größten Stolpersteine?
Als besonders schwierig empfand ich es, ein Team aufzubauen, das engagiert, produktiv und innovativ am Erfolg des Unternehmens mitarbeiten möchte und kann. Ein Team, das mindestens so viel Leidenschaft in den Erfolg des Unternehmens steckt wie mein Vorstandskollege und ich.

Was würden Sie rückblickend in der Gründungsphase anders machen?
Eigentlich lief bisher alles ganz erfolgreich.

Jedes Start-up muss bekannt werden. Welche Marketingspielart ist für Sie besonders wichtig?
In erster Linie Werbung im Internet, um den Medienbruch zu vermeiden.

Welchen Tipp geben Sie anderen Gründern mit auf den Weg?
Geschwindigkeit schlägt Perfektion! Obwohl ich mich selbst als Perfektionisten bezeichnen würde, wiegt in der schnelllebigen Internetzeit Tempo schwerer.

Sie treffen den Bundeswirtschaftsminister – was würden Sie sich für den Gründungsstandort Deutschland von ihm wünschen?
Nichts gegen Herrn Brüderle, aber ich würde dann doch ein Treffen mit Bildungsministerin Annette Schavan vorziehen. Mein Wunsch: Höhere – und vor allem sinnvolle – Investitionen in das deutsche Bildungssystem. Wir merken immer wieder wie schwierig es ist, Mitarbeiter zu finden die einerseits über die entsprechenden fachlichen Qualifikationen, andererseits aber auch über die so genannten „Soft Skills“, wie z.B. Team- und Kommunikationsfähigkeit, verfügen.

Was würden Sie beruflich machen, wenn Sie kein Start-up gegründet hätten?
Vielleicht wäre ich in einem fernen Land Touristenführer geworden … oder Pilot?! Beides hat mit meinem größten Hobby zu tun, dem Reisen!

Sie dürften eine Zeitreise unternehmen: In welche Epoche reisen Sie?
Die Vergangenheit ist für mich nicht so spannend wie die Zukunft! Stellen Sie die Uhr bitte auf das Jahr 2240.

Sie haben eine Million Euro zur persönlichen Verfügung: Was machen Sie mit dem ganzen Geld?
Einen kleinen Teil würde ich beiseitelegen, den größten jedoch für die Verwirklichung weiterer Geschäftsideen einsetzen, da gibt es nämlich schon noch ein paar…

Wie verbringen Sie einen schönen Sonntag?
Startend mit einem ausgiebigem Frühstück mit meiner Freundin, gefolgt von einem Tag ohne Termine und endend mit einem lustig leckeren Essen im Kreis von Freunden.

Mit wem würden Sie sich gerne einmal auf einen Kaffee oder ein Bier verabreden?
Früher hätte ich gesagt „mit meiner Traumfrau“ – aber die treffe ich ja mittlerweile fast jeden Sonntag zum Frühstück. Da ich politisch interessiert bin, wäre ein Bier mit Barack Obama fantastisch.

Zur Person
Robert A. Kabs ist gelernter Bankkaufmann. Bereits während der Ausbildung gründete er seine erste Firma im Bereich Telekommunikation. Darauf folgte zusammen mit seinem Bruder Jens Kabs der kontinuierliche Ausbau des Familienunternehmens Kabs PolsterWelt. Heute ist Robert Kabs Inhaber von Deutschlands großem Polster-Spezialisten und seit Gründung der Portalis AG deren Vorstandssprecher. Zu Portalis gehören moebel.de (www.moebel.de), (www.fashion.de), mySport.de (www.mysport.de), fashionusa.com (www.fashionusa.com) und efurnity.com (www.efurnity.com).

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

  1. Ein sehr gutes Interview. Ich dufte Herrn Kabs schon kennen lernen und war begeistert. Vielen Dank abermals für die nützlichen Tipps und Informationen im Zusammenhang mit der Verwirklichung meiner eigenen Ideen.

    Weiterhin viel Erfolg!

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  3. Danke für das interessante Interview, interessant einmal einen Blick hinter die Kulissen des erfolgreichen Unternehmens zu werfen.

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