Mit Aloqa beim Laufen immer auf dem Laufenden bleiben

Wenn man in einer fremden Stadt plötzlich zwei Stunden zur Verfügung hat und “etwas Nettes” machen will, kann man entsprechende Suchanfragen bei Google eingeben. Einfacher geht es mit aloqa (www.aloqa.com), zumal Getippe auf […]
Mit Aloqa beim Laufen immer auf dem Laufenden bleiben

Wenn man in einer fremden Stadt plötzlich zwei Stunden zur Verfügung hat und “etwas Nettes” machen will, kann man entsprechende Suchanfragen bei Google eingeben. Einfacher geht es mit aloqa (www.aloqa.com), zumal Getippe auf dem iPhone nicht immer Spaß macht. Der mobile Dienst informiert darüber, welche interessanten Orte, Veranstaltungen, Restaurants und mehr sich gerade im direkten Umkreis befinden. Die Informationen sind übersichtlich in symbol-bebilderten Kanälen sortiert, so dass mühsames Suchen, Klicken und Tippen entfällt: “Die Idee soll schließlich mich finden, nicht umgekehrt”, erklärt Mit-Gründer Johannes Martens. Neben klar definierten Kanälen wie Starbucks, Fast Food und Call a bike gibt es auch Channels mit dynamischen Inhalten wie Filme, Musik und Öffentlicher Nahverkehr. Nutzer wählen einfach ihre bevorzugten Kanäle aus und bleiben so beim Laufen auf dem Laufenden. “Wenn man ein ganz bestimmtes Restaurant sucht, sind Google Maps oder die Gelben Seiten sicherlich die beste Lösung. Das Problem, wenn ich noch nicht genau weiß was ich in den nächsten zwei Stunden machen will, löst bisher noch keine Anwendung zufriedenstellend. Auch nicht Qype, meinestadt.de oder der Visualisierungsdienst Layar.”

Das Konzept des in München und Palo Alto (USA) ansässigen Start-ups birgt eine Menge Potential hinsichtlich personalisierter Empfehlungen. An der Einbindung und Fortführung des Amazon-Prinzips arbeiten die Geschäftsführer Florian Erber, Johannes Martens und Georg Treu derzeit fleißig. Denn die wichtigste Frage lautet: Wie kommen Nutzer aus einer Fülle von Möglichkeiten an die für sie relevanten? Bisher geschieht das in Ansätzen, zum Beispiel im “Hot Kanal”, wo die beliebtesten Dinge in der Umgebung angezeigt werden – Deutschlands Lieblingskanal (In den USA ist es der Immobilienkanal). Angedacht ist aber, dass die einzelnen Publisher wie Last.fm ihre Inhalte so personalisieren, dass Nutzer beispielsweise Konzerte entsprechend ihres Musikgeschmacks angezeigt bekommen. Ein Weg dahin ist die Vernetzung mit dem eigenen Facebook-Profil. Auch Analysen darüber, wie lange sich Nutzer auf bestimmten Kanälen aufhalten, liefern personalisierte User-Profile und lassen sich wiederum auf andere Nutzer übertragen. So bekommen Empfehlungen von mir ähnlichen Personen höhere Priorität als andere. Da die Monetarisierung ausschließlich über Provisionen abgedeckt wird, ist der Informationsdienst sowohl für Nutzer als auch für Publisher kostenlos. Nun hoffen die Gründer auf ein stetiges Wachsen des Publisher-Netzewerkes, so dass bald sämtliche Nischen wie zum Beispiel “Flugplätze für Modellflugzeugbauer” abgedeckt werden.

Seit Mai 2009 schreibt Yvonne für deutsche-startups.de Gründerportraits, Start-up-Geschichten und mehr – ihre besondere Begeisterung gilt Geschäftsideen mit gesellschaftlich-sozialer Relevanz. Sie tummelt sich auch im Ausland – immer auf der Suche nach spannenden Gründerpersönlichkeiten und Geschäftsideen.