Chocri geht in die USA

Das kleine Berliner Start-up Chocri (www.chocri.de) wagt den Sprung in die große weite Welt: Unter der Domain www.createmychocolate.com in den USA an den Start. “Bei der Massenfertigung individueller Lebensmittel geben kreative deutsche Start-ups […]
Chocri geht in die USA

Das kleine Berliner Start-up Chocri (www.chocri.de) wagt den Sprung in die große weite Welt: Unter der Domain www.createmychocolate.com in den USA an den Start. “Bei der Massenfertigung individueller Lebensmittel geben kreative deutsche Start-ups weltweit den Ton an, der US-Markt wird allerdings immer reifer bei der Annahme dieses Trends”, sagt Franz Duge, Mitgründer von chocri. “An unserem neuen Standort New York werden Trends geboren und von dort erwarten wir nicht nur ein florierendes US-Geschäft, sondern mittelfristig auch Impulse für den deutschen Markt.”

Vor Ort kümmert sich Carmen Maga um die chrocigeschäfte im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Damit zum Start alles reibungslos läuft, setzen die Startupper zunächst auf auf Herstellung und Versand aus Deutschland. Im Sommer soll dann eine Produktionsstätte vor Ort in Betrieb genommen werden. Wie in Deutschland können sich Onliner beim amerikanischen chroci-Ableger ihre persönliche Wunschschokolade individuell zusammenstellen. Die Zutatenliste unterscheidet sich aber teilweise: “Die Amerikaner favorisieren nach umfangreichen Pretests Zutaten wie Bacon, Cookie Crumbs und Cacao Nibs”. Schokolade mit gebratenem Speck klingt ungewöhnlich. Über Geschmack lässt sich streiten!

Bis zu 1.000 Tafeln pro Tag

Chocri wurde im September 2008 von Franz Duge und Michael Bruck gegründet. Derzeit produzieren 15 Mitarbeiter in Schichtarbeit täglich bis zu 1.000 individuelle Schokoladentafeln. Im ersten Unternehmensjahr brachten die Berliner nach eigenen Angaben über 120.000 Tafeln Schokolade an den Mann und die Frau. Der erwirtschaftete Umsatz im ersten Jahr lag im “mittleren sechsstelligen Bereich”. In Deutschland kostet eine Tafel – einschließlich Porto schnell mal sieben oder acht Euro. US-Leckermäuler müssen schnell mal 10 Dollar zahlen. Hierzulande liegt der Mindestbestellwert bei zwei, in den USA bei drei Tafeln. Nur so lässt sich der geplante Versand über den Teich vermutlich überhaupt stemmen. Alles in allem bleibt die Expansion über in die USA ein mutiger Schritt für das kleine Start-up.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.