Netzsprecher bringt das gesprochene Wort ins Netz

Etwas “persönlicher, direkter und authentischer” könnte es im Internet manchmal zugehen, findet Sven Lehneke. Deshalb hat er mit Fabio Bacigalupo Netzsprecher (www.netzsprecher.de) ins Leben gerufen, einen Dienst, mit dem man selbstaufgenommene Audiobeiträge auf […]

Etwas “persönlicher, direkter und authentischer” könnte es im Internet manchmal zugehen, findet Sven Lehneke. Deshalb hat er mit Fabio Bacigalupo Netzsprecher (www.netzsprecher.de) ins Leben gerufen, einen Dienst, mit dem man selbstaufgenommene Audiobeiträge auf die eigene Plattform oder Community stellen kann. Dies ergänze die textbasierten Web 2.0-Anwendungen ideal.

Webseitenbetreiber können über eine Service-API und eine eigene Rufnummer von überall her eigene Sprachnachrichten aufnehmen und online stellen. Das Ganze geht bequem per Telefon. “Anwendungsszenarien für unseren Dienst haben wir viele”, sagt Lehneke. “Betreiber können beispielsweise von Veranstaltungen berichten oder kleine Interviews auf ihren Seiten einbauen. Gemeinnützige Organisationen haben die Möglichkeit, über eine Mehrwertnummer Spenden zu generieren, indem Nutzer Sprachgrüße an Bekannte verschicken.” Nicht zu vergessen ist der Mehrwert für Flirt-Communitys: Eine Stimme verrät eben doch mehr als tausend Worte. Die erste Kooperation besteht mit dem Hessischen Radiosender Radio Bob, bei dem Hörer über ein Plug-In Sprachkommentare schalten können.

“Fokus liegt auf der Entwicklung von Produkten für Community-Betreiber”

Einen ähnlichen Dienst wie Netzsprecher stellt Google Voice bereit. Der Telefon-Manager stellt hinterlassene Audio-Nachrichten sogar in Textform dar – eine Sache, an der das Netzsprecher-Team ebenfalls tüftelt. Auch Audioboo (www.audioboo.com) und 1000Mikes (www.1000mikes.com) beschäftigen sich mit dem Thema Sprachnachrichten. “Im Gegensatz zu manchen Mitbewerbern richten wir uns aber nicht in erster Linie an private Nutzer, unser Fokus liegt auf der Entwicklung von Produkten für Portal- und Community-Betreiber”, betont Lehneke. Außerdem betreibt das Berliner Unternehmen eine eigene Telefoncommunity. Dort kann jeder den Dienst kostenlos nutzen und testen. Wer den Service anschließend bei sich integrieren will, zahlt monatlich zwischen 29 und 69 Euro für die Einbindung in seine Website beziehungsweise zwischen 69 und 129 Euro für die Community-Funktionen.

Seit Mai 2009 schreibt Yvonne für deutsche-startups.de Gründerportraits, Start-up-Geschichten und mehr – ihre besondere Begeisterung gilt Geschäftsideen mit gesellschaftlich-sozialer Relevanz. Sie tummelt sich auch im Ausland – immer auf der Suche nach spannenden Gründerpersönlichkeiten und Geschäftsideen.

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