blau-Gründer investieren in Social Business Company HelpGroup

Starke Unterstützung für die HelpGroup und die dazugehörende Spendenplattform HelpDirect (www.helpdirect.org): Martin Ostermayer, Thorsten Rehling und Dirk Freise, die Gründer des Telefondienstleisters blau.de, investieren in die sogenannte Social Business Company. “Wir haben schon […]

Starke Unterstützung für die HelpGroup und die dazugehörende Spendenplattform HelpDirect (www.helpdirect.org): Martin Ostermayer, Thorsten Rehling und Dirk Freise, die Gründer des Telefondienstleisters blau.de, investieren in die sogenannte Social Business Company. “Wir haben schon lange nach einem Projekt wie der HelpGroup gesucht, das soziales Engagement mit innovativem Unternehmertum verbindet”, sagt Ostermayer. “Die Idee, über neue Produkte wie beispielsweise der ersten sozialen Geschenkkarte, die HelpCard, Spenden zur Unterstützung von Hilfsprojekten zu generieren, halten wir für sehr zukunftsweisend. Somit werden neue Spenderpotenziale erschlossen.”

Die Einnahmen des Unternehmens gehen zugunsten der registrierten Organisationen auf der Spendenplattform HelpDirect. “Das Geschäftsmodell der HelpGroup als Social Business Company ist das Geschäftsmodell von morgen, wenn es um den Einsatz von professionellen Produkten für unternehmerisches Sozialengagement geht”, sagt Rehling. HelpGroup-Initiator Harald Meurer freut sich über die neuen Investoren: “Das Martin Ostermayer, Dirk Freise und Thorsten Rehling von unserem Social Business Konzept überzeugt sind, sehen wir als Anerkennung, denn sie haben als renommierte Unternehmer bereits mehrfach ihr Gespür für innovative, lukrative Geschäftsideen bewiesen”. Das Ziel der HelpGroup ist es, das Spendenvolumen in Deutschland mit unternehmerischen Mitteln zu steigern. Dafür verzichten die Investoren weitestgehend auf Gewinne. “Der Gewinn wird reinvestiert zur Unterstützung des sozialen Unternehmensziels”, teilen die Beteiligten mit. Ins Leben gerufen wurde die HelpGroup Anfang dieses Jahres von der Aktion HelpDirect e.V., um den gewerblichen Bereich der Help-Aktivitäten abwickeln zu können. Der Spendendienst HelpDirect wurde bereits 1999 an den Start gebracht.

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.



  1. Hendrik

    Gutmenschen-Investment? Es ist ja nichts dagegen zu sagen, wenn man sich nach einem erfolgreichen Exit auch sozial engagiert. Aber dann soll man das einfach tun und die Klappe halten.

    Es kommt sehr unglaubwürdig rüber, wenn man dann einen ehrenamtlichen Spendensammler als “innovatives Social Business Konzept” verkaufen will. Das ist Bullshit und widerspricht auch den Aussagen auf der Homepage.

    Da ist kein profitorientiertes Geschäftskonzept erkennbar, was ja auch völlig ok ist, aber dann sollte man nicht das Gegenteil behaupten.

  2. Sehe ich anders: Tu Gutes und sprich darüber!



  3. Lukas

    Na ja: Hier sollte man genauer hinsehen: Wenn man Spendenkarten als Prepaidkarten vertreibt, dass ganze dann noch als GmbH, dann hat man ganz offensichtlich eine Gewinnerzielungsabsicht.

    In den USA werden ca. 25% der Prepaidspenden nicht eingelöst. Nach drei Jahren verfallen diese Guthaben, wie übrigens auch bei Paybackpunkten. Die nicht eingelösten Spenden fallen an den Anbieter, sprich an die Firma zurück. Ein recht lukratives Geschäft.

    Nur so ein Geschäft kann man halt nur mit einer netten Fassade betreiben, d.h. mit einem Anstrich Gutmenschentum. Wär das kommunizierte Ziel das wirkliche Ziel, dann wäre das ganze eine gGmbH, Verein oder Stiftung. Man sollte durchaus mitdenken und sich nicht von dem Buzzword “Social Business” blenden lassen. Also clever eine solche Nachricht platziert. Vielleicht wäre eine etwas investigativere Nachfrage hier nicht ganz unpassend ;-)

  4. Guten Tag zusammen,

    zuerst freue ich mich darüber, dass Sie alle sich für die HelpGroup interessieren. Hierfür erstmal herzlichen Dank. Bevor jedoch durch Spekulationen unbeabsichtigt ein falsche Bilds entsteht wäre es eigentlich am einfachsten, direkt bei uns nachzufragen oder auf der Website der HelpGroup oder HelpDirect nachzulesen. Wir stehe gerne jederzeit Rede und Antwort über unsere Arbeit.

    Die HelpGroup GmbH ist eine Ausgliederung von HelpDirect. Dies wurde auf Anraten des Finanzamtes notwendig. Der Verein Aktion HelpDirect e.V. ist einer der Gesellschafter der HelpGroup GmbH. Natürlich handelt es sich bei der HelpGroup GmbH um ein gewinnorientiertes Unternehmen. Allerdings wurde bereits in der Gründungssatzung festgelegt, dass die etwaigen Gewinne nicht an die Gesellschafter ausgeschüttet werden, sondern ausschließlich zum weiteren Ausbau der sozialen Zielsetzung des Unternehmens eingesetzt werden müssen. Der Grund warum es keine gGmbH wurde war eine Empfehlung des Finanzamtes, dass wir bei der Gründung um Beratung gebeten hatten. Unser Finanzierungsmodell über Mezanin-Darlehen lässt sich so einfacher umsetzen. Die Anteile haben einen reinen nominalen Wert und können nicht mit Gewinn veräußert werden. Auch dies ist in der Satzung festgelegt. Ich selbst erhalte auch keine Gewinnanteile sondern ein normales Gehalt. Entscheidend ist nicht ausschließlich die Rechtsform des Unternehmens sondern die klare schriftlich festgelegte Gewinnverwendungsabsicht. Und die ist in unserer dem Amtsgericht und Finanzamt vorliegenden Satzung klar geregelt. Übrigens ist das genau Social Business nach Prof. Yunus, dass er inzwischen vielfach mit großen Konzernen wie Danone, Intel, BASF, u.a. umgesetzt hat.

    Auch der sogenannte Verfall der HelpCards (nicht einlösen der Karte) ist klar geregelt, übrigens jederzeit auf HelpDirect unter http://www.helpdirect.org/helpcard_Fragen_zur_HelpCard.htm nachlesbar. Die HelpGroup ist Betreiber und Dienstleister, aber nicht Herausgeber der HelpCard. Dies ist entweder eine Hilfsorganisation oder das Spendenportal HelpDirect, das selbst ein gemeinnütziger Verein ist. Der Verfall bei Geschenkkarten in den USA liegt übrigens bei 6 %, nicht bei 25 %. Bei Bonusprogrammen wie Payback oder HappyDigits liegt er bei ca. 20 %. Sollte Verfall eintreten, wovon man ausgehen kann, dann fällt dieser immer dem Herausgeber der HelpCard zu. Also der jeweiligen Hilfsorganisation oder HelpDirect. Denn nur dieser gemeinnützige Verein ist der Verkäufer einer HelpCard. Diese “Spende” darf dann vom jeweiligen Verein nur satzungsgemäß verwendet werden. In der Regel zur Unterstützung sozialer Projekte. So geht also dem sozialen Sektor auch nichts verloren.

    Geschenk- und Prepaidkarten sind nichts neues. Aber die HelpCard ist das weltweit erste Produkt überhaupt dieser Art zur Unterstützung von internationalen Hilfsprojekten. Ich denke, das ist innovativ. Weitere Produkte die es so bisher noch nicht gab werden folgen.

    Haben Sie noch weitere Fragen? Ich stehe Ihnen gerne zur Verfügung. Ich habe nichts gegen konstruktive Kritik die sich auf Fakten bezieht. Mutmaßungen ohne fundierte Abstimmung mit der Realität finde ich allerdings unfair und unangebracht.

    Schöne Grüße

    Harald Meurer
    Geschäftsführer HelpGroup GmbH



  5. bsv

    Vielen Dank für die ausführliche Antwort.

    Neugierig wie ich bin würde mich interessieren wie die Helpcard, die es ja inzwischen schon eine ganze Weile gibt angenommen wird. Gibt es irgendwelche Zahlen bzw. werden Sie irgendwann entsprechende Zahlen veröffentlichen? Außerdem würde mich interessieren ob die Helpcard mit “Auf dem Portal Helpdirect einzulösendem Spendengutschein” treffend beschrieben ist.

    Vielen Danke für eine Antwort.

  6. Hallo BSV (wofür steht das?),

    die HelpCard ist seit Frühjahr 2009 erhältlich. Seitdem konnten wir renommierte Unternehmen wie easycash (Marktführer Kreditkartenterminals), die SwissPost und Arvato (Bertelsmann) von der HelpCard überzeugen. Alle drei haben sie in ihren regulären Vertrieb zur Vermarktung im Handel und Industrie aufgenommen. Die Firma maxchoice, Marktführer im Bereich der Geschenkschecks, hat sie als HelpScheck (in Papierform) aufgenommen. Zur Zeit laufen viele Gespräch mit potentiellen Partnern in der Industrie, im Handel und bei großen Hilfsorganisationen. Der Bundesverband der Deutschen Arbeitgeber hat mich eingeladen, auf dem diesjährigen Arbeitgebertag in Berlin die HelpCard gebührend vorzustellen. Fazit: Die Resonanz ist sehr positiv und hat unsere eigenen Erwartungen in der kurzen Zeit erheblich übertroffen. Unsere Bilanzen werden wir in den nächsten Jahren veröffentlichen, sowie wir das bei HelpDirect als Mitglied des Spendenrates ja auch tun. Da bitte ich aber noch etwas um Geduld.

  7. Pingback: Investitionsindex – September 2009 :: deutsche-startups.de

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