Mit Fytch sagt jeder, was er will

Mit ihrer Idee wollen Oliver Krohne und Thorsten Singhofen einen Beitrag zur freien Meinungsäußerung leisten: Dank Fytch (www.fytch.com) können Nutzer auf jeder beliebigen Website ihre Meinung hinterlassen und die anderer Nutzer lesen. Dafür […]
Mit Fytch sagt jeder, was er will

Mit ihrer Idee wollen Oliver Krohne und Thorsten Singhofen einen Beitrag zur freien Meinungsäußerung leisten: Dank Fytch (www.fytch.com) können Nutzer auf jeder beliebigen Website ihre Meinung hinterlassen und die anderer Nutzer lesen. Dafür müssen sie während des Besuchs einer Website lediglich das Lesezeichen anklicken, das sie sich zuvor auf der Fytch-Seite kostenlos in ihre Lesezeichen-Leiste gezogen haben.

“Nicht auf jeder Website besteht die Möglichkeit, Kommentare zu hinterlassen. Selbst wenn das möglich ist, werden die Meinungen in die Kontrolle der jeweiligen Webseiten-Betreiber übergeben, was unter Umständen durch Zensur die freie Meinungsäußerung einschränken kann,” erklärt Singhofen. “Außerdem sind mit Fytch alle relevanten Meinungen und Bewertungen auf jeder Website immer nur noch einen Klick entfernt, und man muss nicht mehr umständlich woanders danach suchen.” Die Kommentare werden in einer zentrale Datenbank gespeichert, die unabhängig von den jeweiligen Webseiten ist. Außerdem können Mitglieder die Anmerkungen anderer Nutzer in Echtzeit verfolgen: “Mit dem Fytch Radar kann jeder User Kommentare zu ausgewählten Webseiten, von bestimmten Fytchern oder zu ausgewählten Themenbereichen verfolgen. Die Kommentare, die einem wichtig sind, erscheinen im persönlichen Radar. Und auch der kann auf jeder x-beliebigen Website über das Fytch-Bookmark jederzeit abgerufen werden”, erläutert Krohne.

Das junge Hamburger Unternehmen befindet sich derzeit noch in der Beta-Phase. Mit Thomas Huben hat sich das Team einen Business Angel ins Boot geholt, den es schon aus einer früheren Zusammenarbeit in einem Software-Unternehmen kennt. Gemeinsam haben sie die Firma Gate 53|10 Technologies gegründet, die Fytch entwickelt und vertreibt. Längerfristig soll Geld über eCommerce-Partner und Affiliate-Lösungen in die Kassen fließen, da viele den Fytch-Service vor allem für Produktbeurteilungen nutzen. “Dadurch können wir Kaufvorschläge an E-Commerce-Partner übergeben, zunächst vermutlich im Bereich Elektro-Artikel, da hier die meisten Empfehlungen stattfinden”, erklärt das Gründerteam.

Seit Mai 2009 schreibt Yvonne für deutsche-startups.de Gründerportraits, Start-up-Geschichten und mehr – ihre besondere Begeisterung gilt Geschäftsideen mit gesellschaftlich-sozialer Relevanz. Sie tummelt sich auch im Ausland – immer auf der Suche nach spannenden Gründerpersönlichkeiten und Geschäftsideen.



  1. David

    Unglaublich, wie die Leute für sowas immer wieder Geldgeber finden…



  2. Nico Barelmann

    Finde die Grundidee nach wie vor interessant / cool – aber gab es sowas nicht schon oft? (Irgendwas mit 3D Figuren)

    Von daher, wirklich komisch dass es dafür immer wieder Geld gibt. (und Leute mit “neuen” Ideen schauen in die Röhre… :( )

  3. Wenns eher die Richtung von getsatisfaction.com gehen würde fänd ichs sehr interessant.



  4. tina Obermeier

    Na viel Spass beim Abmahnungen kassieren und Einträge löschen

    Schon aufn Screenshot “Die sieht ja furchtbar aus”…



  5. Dirk

    @Tobias: Was mich zum StumbleUpon User gemacht hat, war weniger das selber bewerten, sondern viel mehr die “Exploration” Funktionen, die sich über verschiedene Kanäle steuern lassen.

    Habe so schon viele kleine Perlen gefunden.

    Bewertungen nutze ich auch, aber die sind etwas zu stark mit San Francisco smug behaftet.

    Das Geschäftsmodell ist allerdings komplett anders.

  6. zpeech.com war doch das Selbe, nur noch einfacher mit URL…
    Ist auch schon platt…
    Tim



  7. Daniel K.

    @Nico Barelmann: Der Vergleich mit weblin (das war das mit den 3D Figuren, was Du meinst, nehme ich an) hinkt erheblich – weblin wollte ja einen Live-Chat auf der Seite, während Du mit Fytch Deine Kommentare ja permanent auf der jeweiligen Page hinterlässt.
    Ich nutze das derzeitig und finde es ganz cool. Ich mag den Ansatz, dass es mit einem Bookmark funktioniert, ohne Plug-in etc.

  8. Fytch ist hübsch umgesetzt. Unser frame-basierter Ansatz aus 2006:

    http://newsride.org/discuss/?uriId=@@@151

    Noch besser gefällt mir Googles Sidewiki. Vielleicht setzt sich ja das Prinzip durch Google endlich durch :)
    VG Arash

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