Spähende Indianer bei 10scouts

“Ganz im Zeichen des spähenden Indianderkopfes” betreibt das Berliner Unternehmen B&P Internetmanagement diverse Berufsplattformen wie SteuerberaterScout.com, HausverwalterScout.com und ArchitektenScout.com. Das Geschäftsmodell von Architekt Oliver Preikschat: Nutzern einen freiberuflichen Fachmann aus ihrer Nähe vermitteln. […]

“Ganz im Zeichen des spähenden Indianderkopfes” betreibt das Berliner Unternehmen B&P Internetmanagement diverse Berufsplattformen wie SteuerberaterScout.com, HausverwalterScout.com und ArchitektenScout.com. Das Geschäftsmodell von Architekt Oliver Preikschat: Nutzern einen freiberuflichen Fachmann aus ihrer Nähe vermitteln. Zehn verschiedene Berufsgruppen hat er in die Geschäftsplattform 10scouts (www.10scouts.com) integriert. “Damit das Unternehmen nicht immer mit einzelnen Plattformen arbeiten muss und sich die Geschäftsleute besser miteinander vernetzen können”, erklärt er. Über gezieltes Suchmaschinenmarketing werden Privatpersonen und Firmen auf 10scouts aufmerksam und wenden sich mit einer Anfrage an das Unternehmen. Das Team leitet die Anfrage an einen Partner weiter, der so an einen Auftrag kommt.

Eine “normale” Mitgliedschaft bei 10scouts ist kostenlos. Mitglieder können das Geschäftsnetzwerk nutzen und Informationen über Kollegen, Erfolgsmeldungen und Anfragen erhalten. Wer selbst Aufträge absahnen will, muss Partner von 10scouts werden. Mit Monatsbeiträgen, die zwischen 59 Euro (Baugutachter) und 85 Euro (Steuerberater) liegen, finanzieren die 10scouts-Partner das System. Wer Partner werden will, füllt eine “elektrische Visitenkarte” aus und gibt dabei Dinge wie Sprachen, Hochschule und fachlisches Profil an. Wie fähig der Anbieter wirklich ist, ist für den Endnutzer allerdings nur über diese Referenzen einsehbar. Grundsätzlich hat 10scouts kaum rechtliche Möglichkeiten, Leute als Partner abzulehnen, da Plattformen dieser Art allen Berufsangehörigen offen stehen müssen. Ein Problem, das Preikschat allerdings nur aus der Theorie kennt: “Wir haben bisher 35.000 Anfragen vermittelt, dabei gab es nur zwei Beschwerden – eine gute Quote.”

Franchise-System für Scoutplattformen

Seit einiger Zeit fährt 10scouts zweigleisig. “Wir haben unsere Marke und Know-How im Rahmen eines professionellen Franchise-Systems geöffnet. Jeder, der sich zum Unternehmer berufen fühlt, kann jetzt seine eigene Scout-Internetplattform betreiben.” Gegen eine Fünf-Jahres-Gebühr, die zwischen 5.000 Euro (z.B. PutzScout) und aktuell 50.000 Euro (HandcrafterScout) liegt, reservieren Franchisemehmer eine eigene Plattform und greifen dafür auf Layout, Know-How und Unterstützung des Scout-Unternehmens zurück.

Seit Mai 2009 schreibt Yvonne für deutsche-startups.de Gründerportraits, Start-up-Geschichten und mehr – ihre besondere Begeisterung gilt Geschäftsideen mit gesellschaftlich-sozialer Relevanz. Sie tummelt sich auch im Ausland – immer auf der Suche nach spannenden Gründerpersönlichkeiten und Geschäftsideen.