Woonio baut Tische

Das Boomthema Mass Customization bekommt mit Woonio (www.woonio.de) eine ganz neue Dimension. Das brandneue Start-up von Roland Waedt produziert Tische. Mit einem sehr ansprechenden und leicht zu bedienenden Konfigurator kann sich jeder beim […]

Das Boomthema Mass Customization bekommt mit Woonio (www.woonio.de) eine ganz neue Dimension. Das brandneue Start-up von Roland Waedt produziert Tische. Mit einem sehr ansprechenden und leicht zu bedienenden Konfigurator kann sich jeder beim jungen Unternehmen seinen ganz persönlichen Tisch zusammenstellen. Als Grundausstattung stehen verschiedene Modelle und im Showroom einige Vorlagen zur Verfügung – diese lassen sich individuell anpassen. Der einfachste Schritt ist die Festlegung der Maße. Kleine Personen verdeutlichen dabei die Anzahl der Personen, die an den Tisch passen. Spannend und schwierig wird die Wahl des Materials und der Farbe – von Ahorn bis indischer Apfelbaum ist fast alles möglich. “Viele Materialen sind nicht im normalen Handel erhätlich”, sagt Gründer Waedt.

Die Wunschtische, die von zwei Schreinereien im Allgäu produziert werden, sind selbstverständlich keine billige Angelegenheit und kosten schon mal fast 4.000 Euro. Zielgruppe der hochwertigen und teilweise edlen Woonio-Tische sind somit nicht die klassischen Ikea-Kunden, sondern eher solvente Zeitgenossen, die ihre Rolf-Benz-Polstergarnitur noch mit einem besonderen Tisch verschönern möchten. Initiator Waendt, dessen Vater als Schreinermeister arbeitet, will diese Zielgruppe vor allem durch “hohe Qualität” überzeugen. Bis sich die Webtischlerei rechnet, wird es vermutlich ein längerer Kampf. Dadurch, dass Woonio mit zwei Schreinereien zusammenarbeitet, produziert das Start-up aber keine großen Kosten – alle Materialien werden erst geordert, wenn ein Auftrag eingeht. Vier bis sechs Wochen dauert der Bau eines Tisches. Beim Aufbau leistet Woonio Hilfestellung. Ein spannendes Nischenkonzept, die Zielgruppe könnte allerdings überschaubar sein. Später soll es bei Woonio dann auch andere Produkte geben – welche ist noch nicht entschieden.

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

  1. Sehr interessante Idee und auch sehr gut umgesetzt. Die Möbelbranche ist eh ein kommender eCommerce-Markt, ein guter Artikel dazu findet sich auch in der W&V-Ausgabe 25/2009. Da wird sich noch einiges tun demnächst.



  2. Moritz

    Aha. Wo ist das neue ? http://www.masstisch.de http://www.massbett.de

    Ansonsten Myhammer. Hab mir für knapp 1200 Euro (gegen Rechnung) einen Tisch nach eigener Idee entwerfen, bauen und liefern lassen. In Eiche, Vollholz, inkl. Bank. Der Schreiner war 40 km entfernt, ich konnte hinfahren und mit ihm den Entwurf diskutieren, entscheiden welche Planke wo liegt, wo er schneiden soll um die schönste Maserung zu erreichen….
    Die Jungs haben mir das 150 kg Monster auch noch bis in den ersten Stock getragen.

    Wozu zahl ich da 4000 und lass mir das Ding aus dem Allgäu (!) liefern ?

    Viel Erfolg – aber ich glaub nicht dran.

  3. Die XXLutz und Hofmeister´s dieser Welt haben das lange und schon oft versucht, bei Sofa´s und Stühlen ist fast kein Erfolg darstellbar. Eure Nische ist gut, kann gut gehen, ähnlich wie die “Klassiker” Eilkeen Grey und co. das geht auch übers Netz ganz gut!

    Möbel funktionieren nur mit Zusatznutzen, dh. massgeschneidert wie die Tische hier, oder aber in Zusammenarbeit mit Einrichtungsberatern / WK Einrichungshäuser etc. bei denen die Kunden die Chance haben, Eure Farbmuster / Holzmuster einzusehen.

    Die Haptik ist nicht zu unterschätzen, sonst habt ihr Stornoquoten, die man nicht mehr aufhalten kann.

    Auf alle Fälle empfehlen wir 100 % Vorkasse, denn eure Kunden sind betucht genug, wenn Sie Rolf Benz, Walter Knoll und Moeller Design und Roland Schmitt Tische kennen.

    Alle anderen Kunden den “mainstream” kann man mit solchen Modellen so oder so nicht locken, die kaufen den Esstisch für 300-900 Euro bei den grossen Möbelretailern vor Ort und nehmen Ihn gleich mit nach Hause!

    Viel Erfolg :-)

  4. Bei den Preisen bin ich auch skeptisch… aber wer weiss, viel Erfolg auf jeden Fall. Ein ähnliches Konzept verfolgt http://www.audena.de, scheint auf den ersten Blick günstiger zu sein…



  5. Stefan Bratz

    Leute, myhammer mit einem Spezialshop wie woonio zu vergleichen, ist doch ziemlich lächerlich. Weiss doch jeder, was für Machenschaften bei myhammer Gang und Gäbe sind.
    Ich finde es spannend, dass woonio sich in die Nische wagt – ich bin auch nicht 100prozentig vom Erfolg überzeugt, aber besser als myhammer, das seltsame Masstisch und auch audena ist die Seite allemal. Wenn die halbwegs von der Qualität der Möbel das halten, was versprochen wird, wird es ein Erfolg in einer kleinen aber feinen Nische. Viel Glück!
    @Thomas Schulze: Das mit der Haptik und den Stornoquoten verstehe ich nicht – aber gut, muss ich sicherlich auch nicht…

  6. Erst mal vielen Dank für das Feedback bisher! Freut uns sehr – egal ob positive oder negative Kommentare. Konstruktive Kritik bringt uns nur weiter.

    @Moritz
    Natürlich ist es nichts neues sich einen Tisch nach Maß anfertigen zu lassen. Dieses Handwerk gibt es ja schon lange – auch im Netz gibt es Angebote die das versuchen. Allerdings gibt es keins deiner genannten Angebote das soviel anbietet wie wir (Furnier und Massivholz + mehr Hölzer und Qualitäten) und zudem gibt es weder bei Masstisch noch bei anderen Anbietern eine 3D-Ansicht in der du ganz genau siehst wie dein fertiges Möbelstück aussieht. Du kannst es nicht drehen, nicht Details ranzoomen -> gar nichts interaktiv erleben. Und gerade bei hochpreisigen Produkten sollte man diese Optionen online auf jeden Fall haben.

    Freut mich auch dass du bei MyHammer fündig geworden bist. Allerdings solltest du etwas beachten: Die Qualität eines Möbelstückes lässt sich nicht nur beim Kauf begutachten sondern sieht man oft erst im nächsten Winter (Luftfeuchtigkeit etc. steht bei uns auf der Website ;) ). Gerade bei Massivholz wirst du sehen ob das Holz auch richtig getrocknet wurde und von welcher Qualität die Eiche wirklich war. Da kannst du Glück oder auch Pech haben – wir haben schon verzogene Tische und andere Möbelstücke von Neukunden gesehen die meinten vor uns mit dem billigsten Anbieter ein Schnäppchen gemacht zu haben. Letztlich zahlt man dann 2x. Und das wünsche ich keinem.

    Wegen dem Preis: Ich kenne nicht die Maße deines Tisches aber ein 220cm x 100cm Tisch aus Eiche geleimt findest du bei uns ebenfalls unter 1.500 €. In diesem Preis ist ja nicht nur ein schönes Möbelstück enthalten sondern eben auch der Service danach. Gerade bei Massivholz solltest du die Pflege nicht vergessen. Ich glaube kaum dass dich dein Schreiner regelmäßig fragen wird ob du mit deinem Möbelstück zufrieden bist und ob du noch Pflegemittel/tipps benötigst.

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