spendino sammelt Spenden ein

Putzige kleine Dinosaurier bevölkern das Büro von spendino (www.spendino.de). Die ansich gewaltigen Echsen sind das Markenzeichen des jungen Start-ups, welches Ende des vergangenen Jahres von Martin Müller, Florian Nöll und Sascha Schubert ins […]
spendino sammelt Spenden ein

Putzige kleine Dinosaurier bevölkern das Büro von spendino (www.spendino.de). Die ansich gewaltigen Echsen sind das Markenzeichen des jungen Start-ups, welches Ende des vergangenen Jahres von Martin Müller, Florian Nöll und Sascha Schubert ins Leben gerufen wurde. Rund ein Jahr Vorbereitungszeit haben die Berliner für den Start ihres SMS-Spendendienstes gebraucht. Sie wollen ein zentrales Problem der Spendenwelt lösen: Zwar spenden die Deutschen jedes Jahr Milliardenbeträge an gemeinnützige Organisationen aller Art, aber diese Gelder stammen meist von älteren Menschen. Junge Spender sind die Ausnahmen. Kein Wunder: Überweisungsformulare oder Aufrufe über Plakate samt Kontonummer kommen bei der jungen Zielgruppe nicht an. Spendino bringt deswegen das Handy und Kurzmitteilungen ins Spiel. Eine SMS können etliche Mobilfunker – und besonders junge Nutzer – bekanntlich blind tippen. “Jeder Handybesitzer kann diesen Dienst nutzen, Beträge bis 10 Euro sind möglich die von der Handyrechnung oder dem Prepaid-Guthaben abgehen”, sagt Nöll, der gemeinsam mit Schubert bereits der Frauennetzwerk bondea ins Rennen schickte. “Unsere bekanntesten Kunden sind derzeit die Berliner Tafel, die Triumph für Kinder Stiftung sowie die Parteien SPD und FDP.”

Die spendino -Gründer mit ihrer Sammelbüchse

Handybesitzer, die diese Organisationen und Parteien mit einer Spende unterstützen möchten, brauchen nur ein Stichwort an eine bestimmte Nummer schicken, fertig ist die Spende. Aufrufe für diese mobilen Sammeldosen sind entweder über Plakate, auf denen die Kurzwahl angespriesen wird, oder auf Veranstaltungen möglich. Denkbar wäre es, dass ein Politiker im Wahlkampf oder ein Musiker auf einem Konzert auf diese Weise – ohne große Probleme – Geld einsammelt. Der gespendete Betrag geht fast vollständig an den Spendenaufrufer – lediglich ein paar Cent wandern in die Kasse von spendino. Um sich allein über diese sehr kleine Provision zu finanzieren müssten die Hauptstädter monatlich eine sechsstellige Summe an Spenden einsammeln. Klingt viel, könnte im gigantischen Spendenmarkt langfristig aber sogar machbar sein.

Geplant: Spenden-Widgets für soziale Netzwerke

Das spendino-Team setzt daneben aber noch auf Mobile Marketing und Campaigning für soziale Zwecke. Denn spendion soll nicht nur eine mobile Sammelbüchse sein, sondern auch ein “Dienstleistungsunternehmen für den gemeinnützigen Sektor”. Noch in der Mache sind diverse Online-Tools wie Spenden-Widgets. Damit können Spender auf ihrer Homepage, in ihrem Blog oder einem sozialen Netzwerk auf Organisationen aufmerksam machen, die sie unterstützen. Parallel dazu sind die spendino-Gründer derzeit in eigener Tour auf Spendensuche. Nach Abschluss der Finanzierungsrunde wollen die drei Jungs dem Thema mobiles Spenden zum Durchbruch verhelfen. Bleibt zu wünschen, dass es klappt, denn am Ende profitieren vor allem die vielen gemeinnützigen Organisationen im Lande von diesem Engagement.

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

  1. Einleuchtend und gut, es kann ja nicht sein, dass Unternehmen wie http://www.wesser.de/ den ganzen Markt in D. abgrasen :-)
    Wünschen Viel Erfolg!



  2. Paule

    Ich weiß nicht … finde ich extrem unseriös das als GmbH zu veranstalten. Warum kein eingetragener Verein? Unternehmen haben die Maxime den größtmöglichen Gewinn einzufahren – das geht meines erachtens nicht mit wohl-/mildtätigen Zielen überein.

    Also: Finger weg.



  3. The Joker

    Man-oh-man ist schon irgendwie echt widerlich. Im Spendenmarkt machen sich alle schön die Taschen voll.
    Das “junge Leute” vllt. weniger Spenden liegt zum Teil sicherlich auch daran, dass “junge Leute” notorisch abgebrannt sind – und “Ältere” sich mit Spenden ihr Seelenheil erkaufen.



  4. Roy

    Ich find es gut.

    Spenden fallen nicht vom Himmel, dafür muss man etwas tun. Und wenn jemand einen Service anbietet, der es einfacher macht für etwas zu spenden, so kann ich mir sehr gut vorstellen, dass so manche Organisation gerne darauf zurückgreift.

    Dass man so etwas nicht als e.V. ausgestalten kann liegt für mich ebenso auf der Hand. Da braucht man sich nur einmal das BGB ansehen. Finde es auch nicht verwerflich, dass für den Dienst Gebühren anfallen, sofern sie nicht zu hoch sind.

    Letztlich geht es doch nicht immer nur um die großen Fernsehevents an denen gespendet wird, gerade im kleinen wird meiner Meinung nach wirklich unterstützt.

    Meine 5 Cent dazu.



  5. Jan D

    Ich sehe nicht den Mehrwert ggü. einer Büchsenspende, da ist das Geld gleich da und muss nicht noch einen Monat bis zur Abbuchung warten …



  6. Matze

    Und warum das ganze nicht einfach direkt über “Burda Wireless” (http://wireless.burdadigital.de/14_102.htm) selber machen? Da spart man sich die “lediglich ein paar Cent” und die drei Herren können sich nicht mehr so schön Jackets kaufen.



  7. Steffen

    Zu beachten ist auch, dass Netzbetreiber ca. 50% des SMS-Endkundenpreises einbehalten. Von 10 Euro Spende kommen also nur ca. 5 Euro bei der Organisation an. (Sofern spendino nicht irgendwelche Sonderkonditionen rausgehandelt hat)



  8. tester

    Jetzt wollen Leute sogar noch auf dem Rücken von gut gemeinten Spenden Geld verdienen…arm



  9. Hendrik

    “Der gespendete Betrag geht fast vollständig an den Spendenaufrufer – lediglich ein paar Cent wandern in die Kasse von spendino.”

    Das ist wirklich Quatsch, bei Premium-SMS geht das meiste Geld an den Mobilfunkprovider. Das System ist für Spenden deshalb völlig ungeeignet.

    Fazit: Zero Points



  10. Jakob

    50% Netzbetreiber
    5% Eventueller Zwischen-Dienstleister
    x% Büro, Gehalt, Jackets

    Da bleibt dann nicht so viel.

    Man muss allerdings dazu sagen, dass die 50% so nicht unbedingt stimmen. Bei 1 Euro Spende gehen circa 40-50 Cent an den Netzbetreiber. Bei 2 Euro aber auch nur. Damit sind es dann nur noch 25%.



  11. Dieter Müller

    Ich denke es geht in dem Fall auch nicht um den Aufbau einer Spendenorganisation, darum regt euch nicht über die GmbH auf. Die Gründer gehen den richtigen Weg, anhand eines “Beispielprojektes” etablieren sie Ihre Technik und können so an als Dienstleister für bestehende Organisationen tätig werden und das logischerweise mit Gewinnabsichtserziehlung (da es ja nunmal eine Firma ist). Die Frage im Moment ist halt nur, in wie weit die Jungend bereit ist, darüber zu spenden (da hege ich meine Zweifel, sorry jugendliche^^). Auf längere Sicht kann es aber funktionieren.

  12. Liebe Grüße nach Berlin – und viel Erfolg!

    Ich finde es schade, dass in vielen Kommentaren hier auf ds in letzter Zeit mehr der Neid spricht, als konstruktive Kritik. Liebe Leute, was hat das Jacket des Gründers damit zu tun ob ein Businessmodel tickt oder nicht?

    Zum Thema Verein/GmbH und generell das Thema Geld verdienen:

    Alles hat seine Vor- und Nachteile. Auch wir haben über einen Verein oder eine gGmbH nachgedacht. Und die Gleichung “Altruistische Themen MÜSSEN über Vereine laufen” geht halt leider nicht immer auf. Oder glaubt jemand, dass in Vereinsvorständen nur unvoreingenommene Gutmenschen sitzen, nur, weil es ein Verein ist?

    Fakt ist doch: Sowohl ein Verein, als auch eine GmbH können GUTES bewirken. Aber auch SCHLECHTES. Es kommt ganz auf den Vorstand/Geschäftsführung an.

    Und da zeigt es einfach die Zeit, wie die agierenden handeln. Also wäre es klasse die Vorverurteilungen zu lassen, und ein GUTES gelingen zu wünschen.

    Die Spendino Jungs haben jetzt auf jeden Fall die Gelegenheit zu zeigen was Sie antreibt: Gutes “Tun” oder Gutes “Jacket” ;-)

    Schöne Woche wünsche ich noch allen

    Peter



  13. Dieter Müller

    Noch eine Anmerkung, nachdem ein paar Posts dazukamen.

    An die notorischen Nörgler (bin ich meistens auch), wer verdient bitte an den Postkarten für Spendenaufrufe (dahinter steckt z. B. eine Druckerei)? Oder an den Flyern, die von Werbeagenturen erstellt werden. Oder den TV-Spots? Messeständen? Usw. usw.

    Also bitte sachlich bleiben und sowas wie “Jetzt wollen Leute sogar noch auf dem Rücken von gut gemeinten Spenden Geld verdienen…arm” kann man sich wirklich sparen.



  14. Peter

    Paule hat recht. Sowas als GmbH ist sehr unseriös.
    Sowas braucht kein Mensch: Finger weg davon



  15. 3os

    Spamed Spirofrog nun auch unter dem Pseudonym “Tommy”. Herr Schulze ist wirklich schizophren.

  16. Ich finde die Idee gut. Allerdings müsste man die Kalkulation offenlegen. Ein Spender will wissen, wieviel beim Projekt ankommt und wieviel in den Mühlen der Verwaltung hängenbleibt. Eine Angaba wie “lediglich ein paar Cent” ist nicht genau genug.

  17. @3os wir liefern Input für die Diskussion :-)

    Schätze nicht, dass Du den Anbieter kannstet, oder?

  18. Liebe DS-Leser,

    vielen Dank für die zahlreichen Kommentare.
    Wenn wir von jungen Spendern sprechen, dann meinen wir damit Menschen die jünger sind als 35. 21% der Deutschen im Alter zwischen 14-34 spenden und damit deutlich weniger als die gleiche Altersgruppe in den Niederlanden (41%), Schweden (40%) und oder Norwegen (37%). (Quelle GFK / PWC)

    Anspruch von spendino ist es nicht nur neue, bislang fast unerreichte Spendergruppe zu erreichen sondern auch die Fundraisingkosten zu senken. Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) bewertet Verwaltungs-und Werbungskosten unter 10% als niedrig, zwischen 10%-20% angemessen und 20%-35% vertretbar. Tatsächlich liegen viele der großen Organisationen zwischen 10 und 20%. Dabei ist es aber auch so, dass bei der Werbung einer Erstspende der Aufwand in der Regel höher ist als die eingenommene Spende. Unsere Gebühren sind kein Geheimnis und wesentlich besser als dargestellt: Je SMS-Transaktion fallen 17 Cent an, inklusive einer ausgehenden Danke-Schön SMS. Der Handybesitzer muss entsprechend seinem Vertrag eine normale SMS bezahlen. Werden zusätzliche Tools von uns eingesetzt oder hat die Kampagne besondere Anforderungen, kommen dafür Gebühren hinzu. Insgesamt liegen die Kosten immer unter 10%.

    Zu der Wahl der Rechtsform haben wir uns vor der Gründung reichlich Gedanken gemacht. Mit guten Gründen ist spendino ein Dienstleistungsunternehmen für Spendenorganisationen. Ein Verein hat bei Gründung i.d.R. keine Möglichkeit sich über die eigenen Vereinsmittel hinausgehend zu finanzieren. Es gibt weitere Argumente mit dem Fazit, dass das Vorhaben als Verein kaum umsetzbar ist.

    In der Argumentation in den Kommentaren zum Thema Verein steckt ein gewisser Blick auf den Spendenmarkt, der nicht richtig ist. Wir haben rund 500.000 gemeinnützige Vereine in Deutschland. Aber 250 Organisationen sammeln 85% der Spenden ein (Quelle Fundraisingtag BW). An dieser Stelle haben wir es häufig mit sozialen Unternehmen zu tun, wie es beispielsweise das Rote Kreuz schon bei seiner Gründung 1863 war. Hier stellt sich nicht die Frage For-Profit oder Non-Profit, sondern steht hinter der Organisation ein Management, dass die Mittel effektiv einsetzt und gleichzeitig Jahr für Jahr genügend Spenden einwirbt, um dem Zweck nachzukommen. Jede dieser Organisationen ist unterschiedlich und jede Organisation entscheidet sich freiwillig auf Basis ihrer Erfahrungen und Kosten für oder gegen den Einsatz des einen oder anderen Instrumentes. D.h. man wird immer dann auf spendino zurückgreifen, wenn es sinnvoll und die günstigere Alternative für die Organisation ist.

    Das gilt auch für Sammelbüchse als Alternative. Es kostet jedoch etwas, wenn ein ehrenamtlicher Helfer mit der Sammelbüchse unterwegs ist und im Zweifel kann er sich in dieser Zeit nicht um den eigentlichen Zweck kümmern. Die Sammelbüchse wird es auch in Zukunft geben, aber in vielen Bereichen (z.B. Konzerte, TV-Gala und TV-Werbung) ist sie keine Alternative.

    Wir sind davon überzeugt, dass verantwortungsvolles und unternehmerisches Handeln sowie gewinnorientiertes Denken kein Widerspruch sind. Für weitere Fragen und eine sachliche Diskussion, jenseits der Farbe unserer Sakkos ;-), stehen wir gerne zur Verfügung. Sollte eine wichtige Frage unbeantwortet geblieben sein, dann reiche ich die Antwort gerne nach.

  19. Erstmal Glückwunsch zum Launch!

    Was den Vorwurf angeht, dass bei über Spendino generierten Spenden fast nicht bei den eigentlichen Organisationen ankommt, kann ich Entwarnung geben. Wie bei ähnlichen Anbietern (z.B. Burda) kommen in der Regel 90% oder mehr direkt bei den Hilfsorganisationen an. Sollte vielleicht auf der Website noch transparenter dargestellt werden.

    Was die Wahl der Rechtform (GmbH) angeht, so sei gesagt, dass sich ein echtes Geschäftsmodell wie Spendino es aufzieht nicht mit dem deutschen Gemeinnützigkeitsrecht in Einklang bringen lässt. Die einzige Alternative wäre also es sein zu lassen bzw. auf ein Geschäftsmodell zu verzichten. Dann müsste man sich aber selber über Spenden finanzieren und würde somit den anderen gemeinnützigen Organisationen Konkurrenz machen was meiner Meinung nach im Endeffekt aufs Gleiche hinausläuft.

    Ansonsten sei als kleines Beispiel für die Vereinbarkeit von “normalem” Unternehmen (der Rechtsform nach) und sozialem Handeln die Grameen Bank genannt. Dieser Vorreiter der Mikrofinanzbewegung und Empfänger des Friedensnobelpreises (zusammen mit Gründer Muhammad Yunus) ist nämlich auch keine gemeinnützige Organisation sondern der Rechtsform nach ein “normale” Bank. Denke man muss immer ganz genau hinschauen was die Organisation/Firma macht und sollte nicht pauschal urteilen.



  20. lol

    Ja,

    unbeantwortet = wie viel der Netzbetreiber einbehält.

    Beispiel, und zwar genaues Beispiel:

    Spende: 2 Euro,

    5 Euro,

    10 Euro,

    wie sieht es bei diesen drei Beträgen konkret aus?

    Generell finde ich eure Idee cool !!

    Und auch die Konzert-Idee: Warum nicht??!!
    Wenn dadurch zusätzlich 200 Euro in die Kasse einer jungen Band kommt… durchaus vorstellbar!



  21. Jochen Holtrup

    Wie “typisch deutsch” wieder größtenteils die Kommentare sind.
    “Ui – die wollen ja auch Geld verdienen, unverschämt und das noch als eine GmbH?

    Irgendwie verstehe ich es nicht, warum dieser Antrieb so schlecht sein sollte? Überall auf der Welt, gerade im angelsächsischen Raum, ist das Thema eines Paradigmenwechsels hin zu Social Business ein großes Thema. Also: Unternehmen, dessen Unternehmenszweck es ist beizutragen gesellschaftliche Probleme zu lösen – und dieses mit unternehmerischen Mitteln zu tun. Und das bedeutet ach Umsatz und Gewinne mit einem Geschäftsmodell zu erwirtschaften. Nicht zuletzt um den Unternehmenszweck nachhaltig zu ermöglichen. Dies ist unter anderem ein Anstoß durch Muhammd Yunus, Friedensnobelpreisträger für Microcredits in Bangladesh.

    Anscheinend haben wir uns in Deutschland jahrzehntelang unser “Super-Luxus-Sozialsystem” geleistet, so dass ökosoziale Probleme vom Staat oder den großen Organisationen mit “Gutmenschenmaske” zu lösen waren (und sind). Ja niemals auffallen lasen, dass “Gutes tun” auch Geld kostet, sondern immer nur hochemotionale Botschaften raus hauen, und somit um Spenden zu betteln… Engagement hat “rein, strahlend und weiß zu Weihnachten” zu sein – wenn ich dann mal 80zig bin mach ich ne Stiftung.

    Falsch gedacht – Gutes tun kostet auch Geld, es ist ein Markt wie jeder andere auch. Und wenn nun jemand transparent und offen sagt, dass er auch damit Geld verdienen möchte ist nicht verwerflich oder ein Tabubruch – es geschieht tagtäglich auch bei den so genannten „non Proits“. Und ich glaube einfach mal, dass die spendino Macher als Unternehmer bestimmt besser mit Geld umgehen werden, als das es viele Akteure im 3ten Sektor machen.

    Social Business, Social Entrepreneurship etc. sind die wichtigsten Themen der Gegenwart und Zukunft, um die steigenden und vielfältigen Probleme zu lösen.

    Und wenn auch Kosten abgezogen werden – solange es transparent da steht ist es doch OK – wenn der ein oder andere demnächst von Euch durch die wirtschaftlichen Krisenzeiten sein Essen aus einer Suppenküche kriegt, werdet Ihr nicht fragen “Och, das hätten aber vielleicht 2 Stück Brot mehr sein können”, sondern dankbar sein, das genau diese Suppe da ist – die wird mehr sein als gar keine…

    Mehr zum Thema u. a. auch beim GENISIS Institut in Berlin: http://www.genisis-institute.org/

  22. Mir gefällt die Idee super. Gerade für Sportverein wird es eine Bereicherung sein. Aktuell hat es wohl jeder Verein schwer Unterstützung zu finden, wo das Geld überall klamm ist. Man muss sich Konzepte überlegen, wie man auch an kleine Beträge kommt. Für große Firmen sind kleine Vereine oder gerade auch neue Sportarten nicht lukrativ genug. Und wenn irgendo gespart wird, dann hier. Und lieber ein paar kleine Beträge erhalten als gar keine Unterstützung. Zudem macht für jüngere Leute das spenden übers Handy auch mehr Spaß als wenn jemand vor einem steht, der “bitte, bitte” machen muss. Ich finde die Idee gut und vor allem zeitgemäß!



  23. Ann-Carolin Helmreich

    Ich finde die Idee auch smart, einzig allein ein wählbarer Betrag fehlt mir noch in der Umsetzung.

    Kenne die Jungs persönlich und weiß daher, dass es nicht um den Verdienst der nächsten Jackets geht.
    Sollte dabei der ein oder andere Cent hängenbleiben, sei es ihnen gegönnt – immerhin ist der Welt mit solchen Ideen mehr geholfen als mit manch anderem Unternehmen, das hier vorgestellt wird.

  24. @lol:
    Die Gebühren sind wie oben geschrieben. Bei jeder SMS-Transaktion fallen 17 Cent an. Der Handybesitzer bezahlt zudem eine normale SMS, es sei denn er hat entsprechende Freikontingente.

    Bei 5 Euro je SMS gehen also 4,83 Euro an den Spendenempfänger, bei 10 Euro sind es 9,83 Euro. 2 Euro machen wir momentan nicht, ab 3 Euro geht es los.

    Hinzu kommt eine Servicegebühr. Diese hängt davon ab, welche Tools, Widgets oder Serviceleistungen die Organisationen von uns nutzten möchte. Auch hier bewegen wir uns im einstelligen Prozentbereich. In der Summe fallen nie mehr als 10% Gebühren an und in der Praxis liegen wir deutlich darunter.

  25. find die idee gut – das normale büchsen-spende-konzept wurde weiterentwickelt und an die heutige zeit angepasst.



  26. Nico

    Ich denke, dass hat nix mit nörgeln zu tun, wenn sich hier einige darüber ärgern. Mag sein, dass bei einigen der Neid spricht, aber es gibt sicherlich auch andere Gedanken dazu.

    Ich finde das Ganze Konzept in Ordnung, halte aber von so einmaligen Spenden (vor allem an Weihnachten) überhaupt nix.

    Aber wer sich mal sein Gewissen etwas erleichtern möchte, bekommt hier doch eine tolle Plattform geboten. – Darum sollte es auf dieser Seite gehen, nicht mehr nicht weniger.

    greets.



  27. lemming

    Ich finde die Idee genial. Naheliegend und absolut genial. Sie kann dazu beitragen dass Spender erreicht werden, die vorher gar nicht daran gedacht haben zu spenden. Spontanspender!

    Was bringt es eine Kontoverbindung auf ein Plakat einer Spendenorganisation zu schreiben? Nichts – oder immerhin annähernd nichts.
    Sollte ich mich durch eine Spendenplakat angesprochen fühlen und habe instantan die Möglichkeit für _die Sache_ zu spenden, hat Spendino den Spendenorganisationen um in Endeffekt (jaja, “im Endeffekt”) den Bedürftigen geholfen.
    Die abermillionen von Plakate die jedes Jahr gedruckt werden (ja, auch dafür geben Spenenorganisationen Geld aus) können somit weit mehr Spender, andere Spender, erreichen als sie es derzeit tun. Eine “add benefit situation” für die Spendenorganisationen sozusagen.

    Des weiteren zu den abfälligen Kommentaren zur Gemeinnützigkeit von Spendenaggregatoren und Jackets(!!!) im Besonderen. Ich kann Jochen nur Recht geben. Sobald im 3ten Sektor das Wort “Profit” fällt, schnappen einige Mitbürger rot betäubt nach Luft. Wie kann man nur für eine Dienstleistung, mit der man Spendenorganisationen hilft, auch noch Geld verdienen wollen? Ich kann an dieser Stelle nur den Kopf schütteln und zusätzlich den Kommentatoren die sich über die Jackets lustig gemacht haben und sich dadurch als absolute Neider geoutet haben, die ihrem gegenüber nicht das schwarze unter den Fingernägeln gönnen, und in ihrem Leben wohl auch noch nie eine Spende getätigt oder auch je eine gemeinnützige Arbeit nachgegangen sind – dafür aber immer brav bei der Einkommensteuererklärung 200 Euro Spendenpauschale eintragen – jegliche Kompetenz als Unternehmer absprechen.

    Was noch fehlt ist die Möglichkeit selber den Spendenbetrag zu bestimmen. 10 Euro ist doch für manch einen etwas zu niedrig. Des weiteren sollte der Share den Spendino und die MNOs an der Spende haben (10% Spendino + MNOs, meiner Meinung nach unfassbar niedrig) genau erläutert werden um entsprechen “deutsche” Gedankengänge direkt im Vorfeld auszuhebeln.

  28. Ich kann manche Kommentare hier absolut nicht nachvollziehen. Wieso soll man nicht Gutes tun dürfen und dabei auch selbst etwas verdienen? Dadurch wird die gute Tat doch nicht gleich zu einer schlechten.

    Aber wahrscheinlich passt es einigen nicht, dass das schöne deutsche ‘Unternehmen = Profit = Böse.’ Credo dann nicht mehr passt. Dazu noch ein bisschen Neid auf die tollen Jackets (unglaublich, über was sich manche Leute aufregen können…) und fertig ist das Feindbild.

    Außerdem verdient ja spendino nicht mit einem konkreten Spendenzweck Geld, sondern mit dem Aufbau einer Infrastruktur für Spenden. Wenn man danach ginge, dürften Vereine auch keine Spendenkonten mehr nutzen (weil die kommen ja schließlich vom bösen Erzfeind, den Banken), sondern wären auf die gute alte Blechbüchse beschränkt.

    Anders herum bedeutet die Organisation als Verein nicht direkt, dass man auch etwas fürs Allgemeinwohl tut. Man muss schon ein bisschen Fantasie entwickeln, um z.B. hinter Kegel-, Karnevals- und Schützenvereinen das Wirken fürs Allgemeinwohl zu entdecken…

  29. Ich kann mich meinem Vorredner nur anschließen und finde die Kritik völlig unberechtigt. Natürlich dürfen Charity-Netzwerke o.ä. nicht so gestrickt sein, dass den Machern bzw. den Intermediären (hier die Mobile-Payment-Abwickler) ein Großteil des Spendenvolumens in die Hände fällt, aber völlig ohne Kosten geht es eben nicht. Dass immer noch ein Dritter oder Vierter an solchen Aktionen mitverdient, lässt sich eben nicht ausschließen. Aber wie oben von einem der Gründer beschrieben, bewegt sich die Netto-Spendensumme bei über 95%. Das ist doch ein stattlicher Anteil! Die Transformation vom klassischen Spendensammeln hin zum Web 2.0-Sammeln ist in meinen Augen gänzlich geglückt! Glückwunsch zu einem Produkt, das hoffentlich endlich neue Spendenpotenziale abschöpft. Von mir jedenfalls viel Glück!!!



  30. The Joker

    Falsch gedacht – Gutes tun kostet auch Geld, es ist ein Markt wie jeder andere auch.

    Jenau. Beim nächsten Umzug einer meiner Kumpels verlange ich neben Würstchen und Kartoffelsalat noch ein Entgeld.
    Vllt. finde ich noch ne BrandEins von meinem schwäbischen Nachbarn auf´m Müll womit ich meine “in trend” Forderung noch mit schlaueren Argumenten untermauern kann. He, Umzug ist ein Markt wie jeder andere Freundschaft und soziales Engagement ja auch (ich hoffe das liest kein ehrenamtlicher Mitarbeiter).



  31. lol

    @ Florian Nöll von spendino

    Danke für die schnelle, kompetente und seriöse Antwort!
    Finde das sehr fair!!

    Auch spannend: Und das bietet spendino wohl noch nicht an:
    Spenden-“Abos”… !!! Wenn jamba monatlich z.B. 5 Euro für Klingeltöne und tolle Games über die Handyrechnung einziehen kann, müsste Spendino so was auch für Spenden können…

    Versteht ihr, worauf ich hinaus möchte bzw. als Anregung?
    Gerade für Organisationen wie das DRK etc. wäre das super, wenn z.B. 10.000 Jugendliche per sependino-Abo jeden Monat 5 Euro spenden würden…

    Habt ihr über so was schon mal nachgedacht?

    LG

    joh@nnes



  32. Fabian Senfft

    @Joh@nnes

    Schon mal geschaut, was Gründer Nr. 3 (Martin Müller) die letzten Jahre gemacht hat ?

    ;)



  33. david

    ich kann schon verstehen das sich leute darüber aufregen, schau doch mal in die berliner u-bahn, da gibt es diese unseriösen drücker kolonnen vom z.b. tierhilfwerk oder kinderhilfswerk e.v. und wie sie alle heißen. alles hochgradig unseriös. die zeigen dir gleich bilder von gequälten tieren und verletzten kindern, alles dinge der der spendentüv bemängelt und schwupp hat die oma unterschrieben und jeden monat werden 50,-€ abgebucht. das sind die läden die dann von 10 millonen euro , 9 millionen verwaltungsaufwand haben und nur 1 million spenden. deshalb ist das thema spenden für mich höchst sensibel ….

  34. Vielen Dank für die neuen Kommentare und Anregungen.

    Es wurde einige Dinge genannt, die wir für die Zukunft geplant haben. Flexible Beträge werden wir schon bald einmal testen.

    Beträge über 10 Euro im Mobile Payment sind sicherlich wünschenswert, aber doch eher ein Thema für das nächste Jahr.

    Und die Frage nach den Abos… Das wäre tatsächlich eine große Chance für unsere Kunden. Aber zunächst ist unser Motto “Keep it strictly simple”

  35. ALso ich finde man sieht in den Kommentaren hier zwei schöne Dinge. Erstens das meiner Meinung typisch deutsche Verhalten der leicht neidischen Nörgelmeinungen. Und zweitens die kritische Einstellungen gegenüber Spenden und die dazugehörigen Gesellschaften.

    Gerade aus dem angelsächsischen Raum weiß ich, dass die Spendenmaschinerie dort viel weiter ausgebaut ist. Ich bin eher der Gegner von solchen Spenden, halte aber eine sachliche Diskussion für nötig. Ich sehe auf der einen Seite hohe Streuverluste und Ausgaben in -ich nenne es mal- Infrastruktur. Das kann der Netzbetreiber sein, aber auch der Hubschrauber der Nahrung transportiert. Wo ist der Unterschied? Diese wird nun mal benötigt um den Zweck zu erfüllen.

    Ist es besser auf Spenden komplett zu verzichten, nur weil jemand daran verdient? Ich denke das ist eine sehr persönliche Entscheidung die jeder für sich selbst treffen sollte. Und wenn jemand mit den Verwaltungskosten unzufrieden ist, kann er ja dem Obdachlosen um die Ecke nen Schein in die Hand drücken….



  36. Mke Schmidt

    Kritisch mit dem Thema spenden umzugehen und auch zu hinterfragen was mit dem gespendeten Geld passiert und wie viel davon in der Kostenbüchse landet ist das Eine. Krawallmacherei in manchen Beiträgen das andere.

    Der Non-Profit-Markt hat in den vergangenen Jahre erheblich an Bedeutung gewonnen und da sich der Staat immer mehr zurückzieht wird das Wachstum im dritten Sektor weiter zunehmen.

    Viele bekommen beim Thema Spenden das Bild afrikanischer Kinder vor Augen die Hunger leiden und erinnern sich an Schlagzeilen die manch eine unseriöse Organisation gemacht hat.

    Es geht aber um soviel mehr. Es geht auch um Kunst und Kultur, um Bildung und Sport, um Lebensberatung/hilfe oder gezielte Projekte weil es ein Unglück gegeben hat von der ein paar Familien betroffen sind die nun vor dem Nichts stehen. Auch das neue Fahrrad, das sich der todkranke 10jährige wüscht wird mit Spenden finanziert.

    Der Bereich rund um das Mikropayment via SMS oder online wird auch verstärkt zu uns kommen wie so viele andere Trend über den großen Teich zu uns rüberschwappen.

    Ich halte jede Art des Spenden sammelns für gut und vernünftig solange die Kosten einen seriösen Anteil ausmachen. Natürlich ist es zu verurteilen wenn von einer Spende nur die Hälfte beim Empfänger ankommt weil sich die Sammler ein Seminar auf den Malediven gönnen wollen. Aber wie in vielen anderen Bereichen auch ist das die Ausnahme und nicht die Regel.

    Ob sich Spendino am Markt durchsetzt werden ihre Strategien zeigen aber ich halte es für eine gute Sache anderen bei der Spendensammlung zu helfen und selbst dabei Geld zu verdienen. Denn ohne die SMS würde dieses Spende ja sonst vermutlich gar nicht fließen und die Macher müssen sich vielleicht selbst eine Spende holen von ihrem hiesigen Arbeitsamt.



  37. Susa

    Also ich finde diesen Service super – ich weiß ich würde viel öftern spenden wenn es nicht so umständlich wäre, mit überweisung und so. Vor allem wenn man sich selbst den betrag aussuchen kann den man spenden möchte. Hut ab, super aktion.

    Natürlich hat spendino Sonderkonditionen bezüglich Premium SMS bei den Operators. Das wäre ja sonst nicht machbar und keiner würde spenden wenn alleine schon die Abwicklung 50% kosten würde. Es muss schon sichergestellt sein, dass die Spende da ankommt wo sie hin gelangen soll und nicht im System hängenbleibt.



  38. fubuki

    und der Staat verdient auch noch schön mit, denn 19% meiner Spende gehen für die Mehrwertsteuer drauf. Da überweise ich doch lieber 5 EUR ans SOS Kinderdorf als Steinbrück noch mehr Steuergelder zu vermachen.



  39. Der Don

    und was mit bondea?



  40. Steuerprofi

    @fubuki: Spenden enthalten in Deutschland keine Mehrwertsteuer, das ist auch bei SMS-Spenden nicht anders.

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