txtr verwaltet digitale Texte

Bei Andreas Steinhauser, Joscha Bach, Ronnie Vuine, Frank Rieger und Ulrik Deichsel dreht sich alles um vernetztes Lesen. Mit ihrer kürzlich gestarteten Cyberplattform txtr (www.txtr.com) wollen die Berliner eine “zentrale Anlaufstelle für alle […]

Bei Andreas Steinhauser, Joscha Bach, Ronnie Vuine, Frank Rieger und Ulrik Deichsel dreht sich alles um vernetztes Lesen. Mit ihrer kürzlich gestarteten Cyberplattform txtr (www.txtr.com) wollen die Berliner eine “zentrale Anlaufstelle für alle lesenswerten Dokumente im Netz” erschaffen. “Langfristig steht dahinter die Idee, mobile Geräte und Ebook-Reader wie den Amazon Kindle oder den Sony Reader von einer Anwendung aus mit interessanten Texten zu bespielen”, teilen die Gründer mit. Registrierte Nutzer können bei txtr ihre eigenen Texte hochladen und entweder in einen privaten oder einen öffentlichen Ordner schieben. Für große Sammlungen gibt es ein Upload-Tool, welches man runterladen muss. Damit immer alle über die Textsammlungen im Bilde bleiben, gibt es RSS-Feeds. Zudem lädt eine Kommentar-Funktion zur Diskussion über die eingestellten Werke ein.

Daneben bietet txtr ein Clippingtool, mit dem jeder Nutzer ganze Webseiten oder Ausschnitte einzelner Artikel – inklusive Styles und Bildern – abspeichern kann. Für Studenten und Akademiker ist die Unterstützung des BibTeX-Standards, der an Universitäten zum Erstellen von Literaturverzeichnissen und Quellenverweisen genutzt wird, gedacht. Die erste Version von txtr soll aber nur der Anfang sein. Um die “neue Welt des digitalen Lesens mitzubestimmen” sind viele Erweiterungen geplant. Bereits angedacht ist der Aufbau eines Shopsystems – so sollen über txtr auch die digitalen Titel großer deutscher Verlage ihren Weg zu den Nutzern finden. Aus der Kombination von Textverwaltung, Clippingdienst und Shop für digitale Werke könnte ein spannendes Konzept für das kommende digitale Buchzeitalter entstehen. Noch steckt dieses vorhergesagte Boomsegment aber in den bekannten Kinderschuhen.

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.