Zehn Fragen an Simon Stücher von Billomat

Können Sie sich eine Welt ohne Internet vorstellen? Jein. Im geschäftlichen Bereich auf keinen Fall. Dafür kann man sich einfach zu schnell an die Einfachheit und ständige Verfügbarkeit von Informationen und die unglaublichen […]
  • Von Christina Cassala
    Freitag, 17. Oktober 2008
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Können Sie sich eine Welt ohne Internet vorstellen?
Jein. Im geschäftlichen Bereich auf keinen Fall. Dafür kann man sich einfach zu schnell an die Einfachheit und ständige Verfügbarkeit von Informationen und die unglaublichen Vernetzungsmöglichenkeiten gewöhnen.
Aber privat macht es meistens mehr Spaß, solche Dinge ganz real im wirklichen Leben zu managen. Das Bier schmeckt in geselliger Runde einfach besser, als ein “Prost” zu twittern.

Wann waren Sie das erste Mal im Internet?
Das erste Mal online war ich in der Endphase des BTX mit einem V.34 Modem mit 1.200 baud. Damit konnte man aber noch nicht ins Internet, weshalb ich mir dann ein nagelneues 33k Modem zugelegt habe.

Auf welche Website können Sie nicht verzichten?
Am ehesten würden mir Delicious und Google, meine persönlichen Wissensassistenten, fehlen. Und natürlich Billomat!

Worauf können Sie im Internet verzichten?
Spam, nervige Werbung, fehlendes Bewusstsein über die essentielle Wichtigkeit von offenen Standards und Schnittstellen.

Was war Ihr bisher größter Erfolg?
Der Launch von Billomat im November 2007 nach fast einjähriger Planungs- und Entwicklungszeit und der Finish beim Kölnmarathon 2004.

Was war Ihr größter Flop?
Ich neige dazu, negative Erlebnisse zu verdrängen. Eine positive und hoffnungsvolle Einstellung ist als Gründer und Unternehmer unverzichtbar. Manchmal kommt es einfach nur auf den längeren Atem und Durchhaltevermögen an.

Worüber können Sie lachen?
Intelligenten Wortwitz, z.B. von den Wise Guys.

Was bringt Sie zum Weinen?
Zwiebel schälen.

Mit wem würden Sie gerne mal tauschen?
Mit David Lama, dem Phänomen des Klettersports. Der kommt mit einer solchen Leichtigkeit und einem ganz eigenen Stil die Wände hoch, dass man einfach nur neidisch wird.

Was sollte unbedingt mal jemand erfinden?
Eine praktikable Lösung, das iPhone mit allem drum und dran auch übers Autoradio zu nutzen.

Zur Person:
Simon Stücher (26) gründete 2001 eine Webagentur im Nebengewerbe. Seine Ausbildung zum Mediengestalter für Digitalmedien absolvierte er bei Schäfer Shop, einem der größten europäischen Versandhändler. Dort war er hauptverantwortlich für die Backoffice-Entwicklung. Er entwickelte Billomat, welches im nächsten Schritt auch ein Geschäftsmodell bekam, um Billomat (www.billomat.com) auch anderen zur Verfügung zu stellen. Nebenbei studiert er online Web- und Medieninformatik an der W3L-Akademie in Witten.

Christina Cassala, Redakteurin bei deutsche-startups.de, war schon zu ihren besten Uni- Zeiten in den 90er Jahren journalistisch tätig. Gleich nach dem Volontariat arbeitete sie bei einem Branchenfachverlag in Hamburg, ehe sie 2007 zu deutsche-startups.de stieß und seither die Entwicklungen der Start-up Szene in Deutschland mit großer Neugierde beobachtet.