dastronauten.de bringt einen Nutzer zu den Sternen

Eine ganze besondere Mission wollen Michael D. Bachenberg und Christian Lupp in die Tat umsetzen. Sie haben sich vorgenommen, einen ganz normalen Menschen zu den Sternen zu schicken. Dafür haben die beiden Gründer […]

Eine ganze besondere Mission wollen Michael D. Bachenberg und Christian Lupp in die Tat umsetzen. Sie haben sich vorgenommen, einen ganz normalen Menschen zu den Sternen zu schicken. Dafür haben die beiden Gründer der Netbridge.TV GmbH die Community dastronauten.de (www.dastronauten.de) ins Leben gerufen. “Die Reise ins Weltall ist bisher nur etwas für Begüterte. Mit unserem Community-Wettbewerb wollen wir nun allen Weltraumbegeisterten die Chance eröffnen, dieses unvergleichliche Erlebnis zu genießen”, sagt Gründer und Geschäftsführer Lupp. Jeder Onliner kann in der Space-Community Mitglied werden. Allerdings müssen die Nutzer den Rest der Welt mit Fotos, Videos und Texten überzeugen, waum ausgerechnet sie der geeignete Kandidat für den Suborbitalflug ins All sind.

“Dabei kommt es vor allem darauf an, originelle und kreative Beiträge zu gestalten und so stetig auf sich aufmerksam zu machen. Wer sich geschickt präsentiert, gut vernetzt ist und viele Unterstützer findet, hat gute Chancen beim täglich stattfindenden SMS-Voting den Tagessieg zu erringen. Unter allen Tagessiegern wird am Ende der zukünftige \’Dastronaut\’ gewählt”, erklärt Lupp das Konzept. Urspünglich sollte der Flug, der umgerechnet rund 125.000 Euro kostet, über ein SMS-Voting (50 Cent) bezahlt werden. Inzwischen ist die Abstimmung kostenlos. “Um den Wettbewerb für euch noch attraktiver zu machen und noch mehr Leute zum mitmachen zu bewegen. Je höher die Teilnahme am Wettbewerb, desto attraktiver ist die Geschichte für Sponsoren, desto eher können wir den Weltraumtrip für den Gewinner bezahlen”, heißt es auf der Website. Nun sollen also Sponsoren den Freiflug ins All bezahlen. Beim ursprünglichen Konzept hätte es vermutlich noch Jahrzehnte gedauert, bis die geforderte Summe eingesammelt worden wäre. Ob die Nutzer dann noch über die geforderte “gesunde Konstitution und eine normale körperliche Grundfitness” verfügt hätten ist mehr als fraglich.

Zahl der Teilnehmer ist noch überschaubar

Die Dauer des Wettbewerbs ist offen. “Eine Wettbewerb-Runde wird automatisch beendet, sobald das Geld für das Weltraum-Ticket zusammengekommen ist. Wie lange das genau dauert hängt von den Sponsoren ab und davon, wie viele von euch bei dem Wettbewerb mitmachen”, teilen die Macher, die sich mit ihrer Firma Netbridge.TV ansonsten um “innovative Medieninhalte für Internet, Fernsehen und Mobilfunk” kümmern, mit. Im Erfolgsfall wollen die Düsseldorfer ihr Community-Konzept durchaus wiederholen. Derzeit ist die Zahl der Teilnehmer aber noch überschaubar, für den Tagessieg reichen wenige Stimmen. Konkurrenz zu den vielen bestehenden sozialen Netzwerke im Lande soll dastronauten.de dabei auf gar keinen Fall sein. Die Wettbewerbe könnten sogar in Zusammenarbeit mit etablierten Communitys stattfinden. Wahrscheinlich ist dies sogar die einzige Chance für ein solches mutiges Unterfangen.

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

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