bransparent.com bündelt “Green Fashion”-Labels

Immer mehr Käufer möchten stylische und schicke Klamotten tragen, aber bitte ökokorrekt und fair gehandelt. Etliche Labels haben sich schon auf diese Konsumenten eingestellt und produzieren “Green Fashion” – Mode also, die auf […]
  • Von Christina Cassala
    Montag, 8. September 2008
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Immer mehr Käufer möchten stylische und schicke Klamotten tragen, aber bitte ökokorrekt und fair gehandelt. Etliche Labels haben sich schon auf diese Konsumenten eingestellt und produzieren “Green Fashion” – Mode also, die auf Kinderarbeit, Ausbeutung und Pestizide verzichtet. Die neu gestarteten Plattform bransparent (www.bransparent.com) bündelt erstmalig die Angebote der Labels und bietet gleichzeitig Informationen und Shoppingmöglichkeiten dieser Kleidung.

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Bransparent will “dem Konsumenten einen Blick hinter die Kulissen bieten”, so Gründer Philippe Renfer, der die Idee zur Ökomode-Plattform bereits vor einiger Zeit mit Freunden hatte, sie aber erst vor wenigen Wochen online gestellt hat. “Wir unterstützen Hersteller, die sich aktiv für die Einhaltung sozialer Standards und Umweltschutz einsetzen,” sagt er und verweist dabei auf die internen Auswahlkriterien, die das Team anlegt. Daher sei, so Renfer, in naher Zukunft auch keine Zusammenarbeit mit großen Handelsketten wie H&M oder Zara, geplant.

Ladengeschäft in Planung

bransparent ist zwei-sprachig auch in englisch gestartet und will bereits im kommenden Jahr zum Sprung nach Großbritannien ansetzen. “Dort ist der Markt für Green Fashion fünf Jahre weiter, als in Deutschland”, weiß der Gründer. Im hiesigen Markt sei die Zahl der Labels noch überschaubar, aber allesamt auf der Plattform vertreten. Eigenen Angaben zufolge führt bransparent 1.700 Artikel von 40 verschiedenen Labels, darunter etablierte Designer wie armedangels oder Versandhändler wie Hess Natur. bransparent verdient beim Kauf an der Verlinkung auf deren Seiten und Shops.

Zudem konzentriert sich Render mittelfristig nicht nur auf die Erweiterung neuer Produktkategorien, wie Kosmetik und Elektronik, sondern arbeitet parallel an einem Offline-Konzept. “Wir wollen unsere Mode greifbar machen”, sagt er und denkt zurzeit an einen Standort in Berlin für sein Ladengeschäft nach. In der Ökoszene sei bransparent zwar schon recht bekannt. Die Userzahlen seien jedoch überschaubar, so der Gründer. Genaue Angaben macht er nicht. Aber er weiß, “dass wir werblich noch aktiver werden müsse”, so der Betriebswirt. Unter anderem deshalb ist die bislang noch eigenfinantierte Seite auch auf Investorensuche.

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Christina Cassala, Redakteurin bei deutsche-startups.de, war schon zu ihren besten Uni- Zeiten in den 90er Jahren journalistisch tätig. Gleich nach dem Volontariat arbeitete sie bei einem Branchenfachverlag in Hamburg, ehe sie 2007 zu deutsche-startups.de stieß und seither die Entwicklungen der Start-up Szene in Deutschland mit großer Neugierde beobachtet.