Zehn Fragen an Andreas Dittes von telewebber

Können Sie sich eine Welt ohne Internet vorstellen? Vorstellen kann ich mir das schon – immerhin konnte man ja auch früher ohne das Internet leben. Wir hätten alle viel mehr Zeit und statt […]

Können Sie sich eine Welt ohne Internet vorstellen?
Vorstellen kann ich mir das schon – immerhin konnte man ja auch früher ohne das Internet leben. Wir hätten alle viel mehr Zeit und statt Google und Twitter wäre die Post das coolste Unternehmen für das man arbeiten kann.

Wann waren Sie zum ersten Mal im Internet?
Das muss so um 1998 gewesen sein. Richtig Spaß gemacht hat es aber erst, als in der Schule ein Informatikraum mit ISDN eingerichtet wurde – worauf ich dann doch noch richtig gerne zur Schule ging.

Auf welche Website können Sie nicht verzichten?
Da gibt es sicher viele – die wichtigsten Webseiten für mich sind wohl Google (mit den Google-Tools wie Gmail oder Docs) und Xing.
Was ich zwar nicht täglich nutze, aber auf keinen Fall missen möchte, ist außerdem Kiva – eine superspannende Webseite für Mikrokredite in Entwicklungsländern.

Worauf können Sie im Internet verzichten?
Verzichten sicher auf vieles. Aber irgendwie wäre es ja auch langweilig ohne die ganzen Werbemails, die penetrante Werbung, etc.

Was war bisher Ihr größter Erfolg?
Ich glaube mein größter überraschender Erfolg war mein Weblog – für mich die Einstiegsdroge für das Web 2.0. Ich hätte niemals damit gerechnet, dass dadurch so viele Freundschaften und Kontakte entstehen würden.

Was Ihr größter Flop?
Selbstprogrammierte Webseiten mit blinkenden Grafiken auf Geocities.

Worüber können Sie lachen?
Ich lache eigentlich sehr viel: Über lustige Videos, Sprüche, Dinge, Situationen und vor allem auch mit anderen freudigen Menschen.

Was bringt Sie zum Weinen?
Es gibt genügend traurige Dinge auf dieser Welt, konzentrieren wir uns lieber auf die anderen.

Mit wem würden Sie gerne mal tauschen?
Es gibt viele interessante Personen, mit denen ich gerne mal tauschen würde. Richard Branson finde ich beispielsweise extrem spannend.

Was sollte unbedingt mal jemand erfinden?
Neben dem Perpetuum Mobile? Ein Anti-Bürokratie-Spray wäre mal eine sehr sinnvolle Erfindung. Das würde nicht nur vielen Gründern das Leben erleichtern und vielleicht auch weniger Leute vom Gründen abschrecken.

Zur Person
Andreas Dittes, Jahrgang 1984, ist Gründer und Geschäftsführer von telewebber (www.telewebber.de), einer Echtzeit-TV-Community. Zuvor hat er für das Internet-Startup edelight in Stuttgart im Online-Marketing und Kooperationsmanagement gearbeitet und war als New Media-Berater aktiv.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.