Zehn Fragen an Johannes Ditterich von limango

Können Sie sich eine Welt ohne Internet vorstellen? Ja, das Internet ist nicht lebensnotwendig, es macht nur viele Sachen einfacher. Wenn Sie es nicht glauben, dann sehen Sie sich mal Filme aus den […]

Können Sie sich eine Welt ohne Internet vorstellen?
Ja, das Internet ist nicht lebensnotwendig, es macht nur viele Sachen einfacher. Wenn Sie es nicht glauben, dann sehen Sie sich mal Filme aus den 80ern an oder fragen Sie 2-jährige Kinder.

Wann waren Sie zum ersten Mal im Internet?
1995, damals brauchte ich als „Nicht-Informatik-Student“ so eine Art Sondergenehmigung um ins Rechenzentrum zu dürfen.

Auf welche Website können Sie nicht verzichten?
Da bin ich sehr konservativ: Die Seite vom Handelsblatt finde ich super.

Worauf können Sie im Internet verzichten?
Spam, Popups und vor allem Overlay-Werbungen bei denen man den Schliessenknopf ewig nicht finden kann. Ansonsten ist der Reiz des Internets gerade, dass es nicht perfekt ist.

Was war bisher Ihr größter Erfolg?
Beruflich war mein größter Erfolg der Start von limango, der Einkaufsgemeinschaft für junge Familien

Was Ihr größter Flop?
Der Start eines Offline-Webmail-Services für Handheld-Computer (Pocket PC und Palm). Damals hatte ich die Idee das ganze über Werbung zu finanzieren und das war 2001 keine sonderlich gute Idee.

Worüber können Sie lachen?
Über meine Kinder, besonders meine Kleinste wenn Sie mit der Fernbedienung am Ohr umherläuft und so tut als ob Sie wie Papa mit dem Handy telefonieren würde.

Was bringt Sie zum Weinen?
Wenn ich feststellen muss, dass Karl Valentin’s „Buchbinder Wanninger“ heute aktueller denn je ist und Deutschland in der Bürokratie versinkt.

Mit wem würden Sie gerne mal tauschen?
Ich will eigentlich gar nicht tauschen. Deshalb wundere ich mich auch immer wieder, dass diese Frage so populär ist und so viele Leute tauschen würden.

Was sollte unbedingt mal jemand erfinden?
Oh, da gibt es einiges: Mobiltelefone, die keinen Schnickschnack haben aber dafür richtig lange telefonieren (meinetwegen auch mit Schwarz-Weiß-Display), Support Hotlines ohne Sprachsteuerungsmenüs die einen ohnehin immer falsch verstehen und im Kreis leiten und ein Steuersystem, das nicht jedem Bürger einen Tag im Jahr für die Steuerklärung raubt.

Zur Person:
Johannes Ditterich gründete zusammen mit Martin Oppenrieder und Sven van den Bergh Limango (www.limango.de), die Einkaufsgemeinschaft für junge Familien. Zuvor war er bei der Venture Capital Firma Target Partners und den Technologieunternehmen Netscape, AvantGo und CDC Solutions tätig.

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Christina Cassala, Redakteurin bei deutsche-startups.de, war schon zu ihren besten Uni- Zeiten in den 90er Jahren journalistisch tätig. Gleich nach dem Volontariat arbeitete sie bei einem Branchenfachverlag in Hamburg, ehe sie 2007 zu deutsche-startups.de stieß und seither die Entwicklungen der Start-up Szene in Deutschland mit großer Neugierde beobachtet.

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