Zehn Fragen an Tino Keller von spickmich

Können Sie sich eine Welt ohne Internet vorstellen? Nein. Mittlerweile schleppe ich meinen Laptop wirklich fast überall hin. Ich habe aber fest vor, mal ein Selbstexperiment zu machen, um zu sehen ob ich […]

Können Sie sich eine Welt ohne Internet vorstellen?
Nein. Mittlerweile schleppe ich meinen Laptop wirklich fast überall hin. Ich habe aber fest vor, mal ein Selbstexperiment zu machen, um zu sehen ob ich eine Woche ohne Internet klar komme.

Wann waren Sie zum ersten Mal im Internet?
Ich glaube, das war 1996. Ein Freund von mir ist nach Argentinien für ein Jahr und ich habe mich immer wieder über die kostenlosen AOL und Compuserve-CDs eingewählt um den Kontakt zu halten. Mittlerweile leiste ich mir einen richtigen Zugang.

Auf welche Website können Sie nicht verzichten?
Ohne spickmich.de wäre es sicher langweiliger im Netz. Sonst ist zugegebenermaßen Google oft die erste Station im Internet. Gerade durch Email und den Kalender bin ich da fast abhängig.

Worauf können Sie im Internet verzichten?
Auf Lehrer, die sich anstatt auf den Unterricht vorzubereiten, versuchen ihre Noten bei spickmich zu manipulieren. Manche sitzen geschlagene 20 Stunden an so was, nur um zu sehen, dass wir das Ganze innerhalb von ein paar Stunden aufgedeckt und rückgängig gemacht haben.

Was war bisher Ihr größter Erfolg?
Die Entwicklung von spickmich.de gehört mit Sicherheit dazu. Außerdem bin ich froh, mein Studium trotz dieser arbeitsreichen Phase erfolgreich zu Ende gebracht zu haben.

Was Ihr größter Flop?
Als Segellehrer ein Boot mit lauter 12-jährigen Segelschülern auf Grund gesetzt zu haben. Das war richtig unangenehm.

Worüber können Sie lachen?
Über meinen Kollegen Manuel, der sich zum Kauf seines neuen Mac gleich drei Bücher bestellt hat.

Was bringt Sie zum Weinen?
Am gleichen Tag im Zug nach Berlin hin und zurück zu fahren. Die einzige Rettung ist da das Bord-Bistro.

Mit wem würden Sie gerne mal tauschen?
Mit meinen Freunden, die gerade schon wieder Tickets zur EM zugelost bekommen haben.

Was sollte unbedingt mal jemand erfinden?
Meiner Meinung nach sollten die Eiscafes in Deutschland auch nach Hause liefern. Bei so einem Start-up wäre ich sofort dabei!

Zur Person
Tino Keller, Jahrgang 1981, war bereits während seiner Schulzeit in Heidelberg als Schülersprecher und Abizeitungsredakteur aktiv. Nach dem Abitur begann er sein Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität zu Köln mit weiteren Stationen in Frankreich und Argentinien. Im Februar 2007 gründete er zusammen mit Manuel Weisbrod und Philipp Weidenhiller die Internetcommunity und Lehrerbenotungsseite spickmich.de (www.spickmich.de). Anfang April 2008 folgte mit Schulradar.de eine Informationsseite für Eltern schulpflichtiger Kinder.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.