MyRSS für Studis

David gegen Goliath – in Anbetracht der großen Konkurrenz netvibes oder pageflakes liegt dieser Gedanke nahe. Aber die Gründer von myRSS scheuen diesen Vergleich nicht. “Wir sind auf dem deutschen Markt völlig anders […]
  • Von Christina Cassala
    Donnerstag, 22. November 2007
  • 11 Kommentare

David gegen Goliath – in Anbetracht der großen Konkurrenz netvibes oder pageflakes liegt dieser Gedanke nahe. Aber die Gründer von myRSS scheuen diesen Vergleich nicht. “Wir sind auf dem deutschen Markt völlig anders positioniert”, gibt sich Mohammet-Ali Faramarzi optimistisch. Mit der neuen Plattform myRSS haben die sechs Gründer nämlich eine bislang noch überschaubare Zielgruppe im Visier: Studenten! Demenstprechend zugeschnitten ist das Angebot der Seite – neben den üblichen Modulen der Newsseiten und Weblogs bündelt myRss vor allem studiumsrelevante Informationen.

Das Team von myRSS sitzt direkt auf dem Campus der Frankfurter Universität und nutzt Teile der Infrastruktur. Durch die direkte Nähe zur Zielgruppe haben es sich die Gründer von myRSS auf die Fahnen geschrieben, “sehr genau auf die Bedürfnisse der Zielgruppe zu reagieren.” Wo findet mein Seminar statt, wie lauten die geänderten Sprechzeiten des Professors und was gibt es eigentlich in der Mensa zu essen? Das Problem dabei: Bei weitem nicht alle Universitäten und Professoren arbeiten schon mit RSS-Technologie. Den Zögerlichen kann jedoch Abhilfe geschaffen werden, denn Faramarzi beispielsweise schult Professoren und kann universitätsinterne RSS-Seiten einrichten, damit die Unis Informationen über Klausuren, Vorlesungen und Termine direkt verbreiten können.

Professoren als Multiplikatoren

Bislang ist das Projekt eigenfinanziert. Einen starken Finanzpartner wünschen sich die Gründer aber dennoch und Gespräche sind bereits im Fluss. Insbesondere deshalb, weil myRSS bekannter und profitabel werden soll. Zurzeit greifen rund 1000 Studis auf die Dienste zurück. Faramarzi hofft, dass sich diese Zahl bald deutlich nach oben korrigiert und setzt dabei unter anderem auf die Professoren als Muliplikatoren. Gleichzeitig versprechen sich die Gründer auch mehr Traffic durch die Präsenz auf Erstsemesterpartys und – veranstaltungen. Auf weitere Werbung verzichten die Gründer vorerst. Langfristig will sich myRSS natürlich auch weiteren Zielgruppen öffnen. Aber “wir etablieren uns erst einmal in einem Segment”, so Faramarzi.

Christina Cassala, Redakteurin bei deutsche-startups.de, war schon zu ihren besten Uni- Zeiten in den 90er Jahren journalistisch tätig. Gleich nach dem Volontariat arbeitete sie bei einem Branchenfachverlag in Hamburg, ehe sie 2007 zu deutsche-startups.de stieß und seither die Entwicklungen der Start-up Szene in Deutschland mit großer Neugierde beobachtet.



  1. Heino

    Ahja…das ganze gibts schon seit nem halben Jahr auf Feednow.de. Die Zielgruppe ist dort selbst bestimmbar ;-)



  2. Manfred

    netvibes, pageflakes, myrss.de, igoogle und feednow.de haben anscheinend alle die selben programmierer. von der oberfläche her sind sie alle gleich. aber die domain von myrss.de bringt es auf den punkt. ich bin mal gespannt wer sich hier in deutschland durchsetzt………….

  3. Hallo Alex, ist das Projekt wirklich “eigenfinanziert”, oder könnten da meine Steuergelder drinstecken? weil wie Du schon schreibst: “Das Team von myRSS sitzt direkt auf dem Campus der Frankfurter Universität und nutzt Teile der Infrastruktur.”

    Davon mal abgesehen, eine gute Geschäftsidee und auch der einzige Weg (Mehrwerte bieten) den Fuß in die Zielgruppe zu bekommen, die aktuell von studivz beherscht wird, VG, René

  4. sorry, natürlich @ Christina ;-)



  5. Simon

    Extrem dreister Netvibes-Klon. Selbst die Wettersymbole sind direkt von dort geklaut.
    Einfach mal beide Seiten nacheinander aufrufen, dann wisst ihr was ich meine.



  6. christine

    …..gott weiss, wie oft ich zur uni gelaufen bin und feststellen mußte, daß die vorlesung wieder ausgefallen ist. klon hin oder her, die idee find gut

  7. Pingback: Web 2.0 Sammelalbum - Web2Null - MyRSS

  8. @gründernet: Viele deutsche Universitäten unterstützen Geschäftsideen, die aus der Uniforschung oder anderweitigen Projekten stammen. Häufig wird diesen Ausgründungen in der Anfangsphase Räumlichkeiten und Infrastuktur kostenlos zur Verfügung gestellt. Dieses ist auch bei MyRSS der Fall. Nicht gezahlt werden Gehälter der Mitarbeiter und sonstige Ausgaben; die müssen selbst erwirtschaftet werden, bzw. sind gegenwärtig eigenfinanziert.

  9. Hallo Christina, ist mir klar, wir kooperieren deutschlandweit mit sehr vielen Gründerlehrstühlen. Ich hatte nur darauf hingewiesen, dass diese Unterstützungsleistungen eben nicht “Eigenfinanzierung” bedeutet. Für die Gründer sind solche Starthilfen natürlich optimal. Schönes WE, René



  10. gerald

    aber wenn die rss-feeds einmal existieren, müsst ihr schon einen fühlbaren mehrwert bieten. die user können ja sonst die x anderen möglichkeiten des empfangs nutzen. oder habe ich etwas falsch verstanden?



  11. simone

    die idee hört sich echt gut an. ein prof als marketinginstrument einzusetzen ist natürlich echt genial. kann mir gut vorstellen, daß durch die registrierung von prof. nebenbei eine weitere zielgruppe

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