Zehn Fragen an Frank Lemser von GermanPlaces

Können Sie sich eine Welt ohne Internet vorstellen? Ja, denn in so einer Welt bin ich ja schließlich aufgewachsen. Wann waren Sie zum ersten Mal im Internet? Das war 1994, an der Universität […]

Können Sie sich eine Welt ohne Internet vorstellen?
Ja, denn in so einer Welt bin ich ja schließlich aufgewachsen.

Wann waren Sie zum ersten Mal im Internet?
Das war 1994, an der Universität in Ilmenau im Rechenkabinett der Maschinenbauer. Da gab es so etwas wie Gopher und FTP auf Kommandozeile. Wir versuchten, Kontakt zur Außenwelt herzustellen, hatten aber keine Ahnung wie! Wenig später gab es dann auf den Rechnern den Mosaic-Browser – und wir waren drin.

Auf welche Website können Sie nicht verzichten?
1.FM (Chillout Lounge) und Google. Was sonst?

Worauf können Sie im Internet verzichten?
Werbung auf Webseiten, Viren, Spyware und Spam. Aber zum Glück gibt es ja Technologien und Software mit denen man sich diese Dinge vom Halse halten kann.

Was war bisher Ihr größter Erfolg?
Mein Leben.

Was Ihr größter Flop?
Flop gleich Fehler? Fehler sind für mich etwas Positives. Oder gibt es etwas von dem man noch schneller lernen kann?

Worüber können Sie lachen?
Meine Tochter, Die Simpsons, Volker Pispers, Loriot, Menschen deren Leben für mich eine Parodie ist und die tausend kleinen Dinge der Situationskomik, die einem täglich begegnen.

Was bringt Sie zum Weinen?
Menschen, die sich wegen materieller Güter, Religionen oder aus welchen scheinbar wichtigen Gründen auch immer bekriegen und im schlimmsten Fall töten.

Mit wem würden Sie gerne mal tauschen?
Mit meiner Tochter, noch einmal Kind sein für einen Tag.

Was sollte unbedingt mal jemand erfinden?
Wenn ich das wüsste, würde ich es selber tun.

Zur Person
Frank Lemser, geboren 1970 in Erfurt, studierte Wirtschaftsinformatik an der Universität Ilmenau. Während seines Studiums war er in der Linux-Community aktiv, woraufhin er 1999 bei Suse Linux in Nürnberg den Posten des stellvertretenden Leiters im Business-Support übernahm. Anfang 2001 wechselte er in das neugegründete Produktmanagement und wurde später Senior Productline Manager der Suse Linux Server. Nach einem mehrmonatigen Arbeitsaufenthalt in den USA, verließ er das Unternehmen und gründete 2006 den Deutschland-Reiseführer GermanPlaces.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.