Handeln.de in den Startlöchern

Die Closed-Beta Phase “wird in sehr wenigen Tagen abgeschlossen sein”, sagt Christian Dereser und kündigt damit den offiziellen Start von “handeln.de” an. Nicht zufällig arbeiten die beiden Gründer unter Hochdruck am Feinschliff: handeln.de […]
  • Von Christina Cassala
    Dienstag, 6. November 2007
  • 5 Kommentare

Die Closed-Beta Phase “wird in sehr wenigen Tagen abgeschlossen sein”, sagt Christian Dereser und kündigt damit den offiziellen Start von “handeln.de” an. Nicht zufällig arbeiten die beiden Gründer unter Hochdruck am Feinschliff: handeln.de ist eine zlio-ähnliche Plattform, auf der der User in nur zwei Schritten seinen eigenen Online Shop erstellen kann – und damit hoffentlich Geld verdienen wird.

“Wir wollen unbedingt noch vor Zlio auf dem deutschen Online-Markt sein”, sagt Dereser und beobachtet dabei aufmerksam die Aktivitäten des Konkurrenten aus Frankreich. Gleichzeitig scheut er den Vergleich nicht, denn “wir sind besser und verfügen über sehr gute Kontakte zu Kooperationspartnern, die es ermöglichen, höhere Provision auszuhandeln”, sagt der Gründer selbstbewusst. Das feste Produktportfolio umfasst nach eigenen Angaben rund eine Million verschiedener Artikel. Die Kategorien reichen dabei von Angeboten wie Mode, Kosmetik und Elektronik bis hin zu Finanzen. Der Shopbetreiber erhält für die “Vermittlung” eine Provision, ein Teil davon bleibt bei handeln.de.

Der Online-Auftritt des bislang eigenfinanzierten Start-ups wird begleitet von Marketingaktivitäten, die hauptsächlich online statt finden werden. Aber auch offline sind PR-Maßnahmen geplant. Trotz des baldigen Startes von handeln.de soll sich die meCommerce-Plattform weiterentwickeln. “Wir haben noch sehr viele Ideen”, so Dereser, “aber ein Schritt nach dem anderen.”

Christina Cassala, Redakteurin bei deutsche-startups.de, war schon zu ihren besten Uni- Zeiten in den 90er Jahren journalistisch tätig. Gleich nach dem Volontariat arbeitete sie bei einem Branchenfachverlag in Hamburg, ehe sie 2007 zu deutsche-startups.de stieß und seither die Entwicklungen der Start-up Szene in Deutschland mit großer Neugierde beobachtet.



  1. Michael

    An sich passt das Konzept ja schon mehr in meine Vorstellung eines Geschäftsmodells, da wenigstens Cashflow außerhalb der Werbeschiene verdient werden soll.
    Allerdings frage ich mich: wieso soll ich, wo es doch XXX verschiedene, frei erhältliche, Shoppingsysteme gibt (bestes Beispiel joomla), den Jungs von handeln.de auch noch einen Teil meiner ohnehin schon ungemein geringen Gewinnspanne abgeben?



  2. Michael

    OK, sorry, hatte überlesen, dass die Produkte bei handeln.de scheinbar bereits in den Shops vorhanden sind und man quasi nur den “eigenen Shop” vermarktet. Allerdings macht dies für mich das Angebot nicht wirklich attraktiver. Denn “nur” Provisionen zu verdienen ist doch auch irgendwie nicht das Gelbe vom Ei, oder?!

  3. @ Michael: das System wächst wirtschaftlich wie ein klassischer Strukturvertrieb, d. h. der Shopbetreiber ist nicht nur “Vermittler”, sondern in erster Linie “Käufer”. Du hast also Deinen eigenen Onlineshop für Deine eigenen Einkäufe und im Idealfall auch noch für Andere, aber die könnten sich ja auch wieder ihren eigenen Shop einrichten, weil sich dann der Kaufpreis um die Provision reduziert, undso wächst das dann immer weiter…



  4. Michael

    klingt mir wie xanox oder? bei denen scheints ja blendend zu laufen, der Markt ist bestimmt noch groß genug für andere Anbieter.

  5. Pingback: Startschuss für handeln.de :: deutsche-startups.de

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