onsari gewinnt Investor

Mit der Ankündigung bis zur Jahreswende “über zwei Millionen Mitglieder” in ihrem noch jungen Dienst zu versammeln, ernteten Marc Antwertinger, Thomas Fankhauser und Patrick Landrock, die Gründer des Netzwerkes onsari, vor wenigen Wochen […]

Mit der Ankündigung bis zur Jahreswende “über zwei Millionen Mitglieder” in ihrem noch jungen Dienst zu versammeln, ernteten Marc Antwertinger, Thomas Fankhauser und Patrick Landrock, die Gründer des Netzwerkes onsari, vor wenigen Wochen sehr viel Kritik. Nun legt das Trio aus Leinfelden-Echterdingen nach und verkündet den Einstieg von zwei Privatinvestoren: “Gegen ein Investitionsbudget von über 6 Millionen Euro, welches sich aus Bar-, Werbe- und Produktleistungen zusammensetzen wird, wurden 20 % der Unternehmensanteile still übertragen”.

Bei den Namen ihrer Investoren geben sich Antwertinger und Co. geheimnisvoll: In der Pressemitteilung ist nur von den Brüdern K. und M. Yilmaz und einer Unternehmensgruppe die Rede. Gegenüber deutsche-startups.de erklärt Landrock, dass die Vornamen auf Wunsch der Investoren derzeit nur abgekürzt veröffentlicht werden dürfen. Er verrät aber, dass es sich bei der Unternehmensgruppe um einen großen Getränkehersteller handle. “Es ist somit also kein klassischer Web-2.0-Investor.” Weitere Details soll es aus “unternehmerischen Gründen” erst Mitte November auf einer Pressekonferenz geben.

“Bescheidenheit ist eine Zier”

Mit dem frischen Geld wollen die onsari-Macher “die Integration der weiteren Funktionen sowie die Internationalisierung vorantreiben”. Derzeit seien “erst fünf Prozent des tatsächlichem Funktionsumfanges” verfügbar. Ansonsten geben sich die Gründer weiter angriffslustig und nennen onsari mit seinen derzeit rund 5.000 Mitgliedern vollmundig das “vermutlich innovativste und umfangreichste Web-2.0-Projekt aller Zeiten”. Aber wie sagte schon Wilhelm Busch: “Bescheidenheit ist eine Zier, nur weiter kommt man ohne ihr”.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.