GermanPlaces – mehr als Klischees

Denken Amerikaner an Deutschland, dann an München und das dortige Oktoberfest. Denken Japaner an Deutschland, dann an Heidelberg. Dass aber Deutschland sehr viel mehr als Weißwurst und Fachwerkidylle jenseins der Romantikstraße zu bieten […]
GermanPlaces – mehr als Klischees

Denken Amerikaner an Deutschland, dann an München und das dortige Oktoberfest. Denken Japaner an Deutschland, dann an Heidelberg. Dass aber Deutschland sehr viel mehr als Weißwurst und Fachwerkidylle jenseins der Romantikstraße zu bieten hat, ist vielen unbekannt. So ist jedenfalls der Eindruck von Frank und Susanne Lemser durch langjährige Auslandsaufenthalte.

Die Zielgruppe der Unwissenden hat das Ehepaar ins Visier genommen und im November 2006 “GermanPlaces” an den Start gebracht. “Wir sind ein Online-Reisebüro mit \’Full-Service\’-Angebot”, sagt Lemser – und stößt mit diesem Geschäftsmodell nicht nur im Ausland auf Interesse. Durchschnittlich 50.000 Besucher verzeichnet das Portal im Monat und kommt somit auf rund eine Millionen Page Impressions – eine beträchtliche Zahl, wenn man bedenkt, dass das Angebot noch unter Hochdruck weiterhin im Aufbau ist. “Unsere Anfragen kommen aus USA, Brasilien, Neuseeland – eben einmal rund um den Globus.”

Unternehmen können sich präsentieren

Die Marschrichtung ist klar: Deutschlandtouristen und Einheimische sollen bei “GermanPlaces” nicht nur qualitativ hochwertige Fotografien aus Deutschland und interessante Informationen zu Reisezielen erhalten, sondern darüber hinaus die entsprechenden Freizeitmöglichkeiten am jeweiligen Ort im Überblick erhalten. Zu diesem Angebot zählen kulturelle Einrichtungen, Sportangebote sowie Übernachtungsquartiere und Restaurants. “GermanPlaces” bietet in einem ansprechendem Umfeld unter anderem Hotels und Museen die Möglichkeit an, sich zu präsentieren. “Außerdem machen wir auch Vorschläge zu Reiserouten, die so nicht im Reisekatalog zu finden sind”, so Lemser.

Noch ist die Plattform kostenlos. Um profitabel zu werden, sollen aber die Präsentationen für die Unternehmen kostenpflichtig werden. Weitere Einnahmequellen sind hingegen nicht geplant. Dafür aber verstärkte Werbung auf anderen Plattformen, auf welchen sich die Zielgruppe tummelt. Einen weiteren Push erhoffen sich die Gründer vor allem im kommenden Jahr, wenn die neuen Budgetierungen der Tourismusbüros der Städte und Kommunen sowie der Unternehmen verabschiedet werden, um dann vermehrt auf “GermanPlaces” in Präsentationsaktivitäten investieren zu können.

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Christina Cassala, Redakteurin bei deutsche-startups.de, war schon zu ihren besten Uni- Zeiten in den 90er Jahren journalistisch tätig. Gleich nach dem Volontariat arbeitete sie bei einem Branchenfachverlag in Hamburg, ehe sie 2007 zu deutsche-startups.de stieß und seither die Entwicklungen der Start-up Szene in Deutschland mit großer Neugierde beobachtet.