Lovefilm startet in Deutschland

Neue Konkurrenz für “Amango“, “Netleih“, “glowria.de” und Co. Mit “Lovefilm” drängt der nach eigenen Angaben “größte und erfolgreichste Online-DVD-Verleih in Europa” nach Deutschland. Die im Dezember 2003 vom Londoner Medienunternehmen Arts Alliance Media […]

Neue Konkurrenz für “Amango“, “Netleih“, “glowria.de” und Co. Mit “Lovefilm” drängt der nach eigenen Angaben “größte und erfolgreichste Online-DVD-Verleih in Europa” nach Deutschland. Die im Dezember 2003 vom Londoner Medienunternehmen Arts Alliance Media gegründete Verleih-Plattform ist bereits in Dänemark, Großbritannien, Norwegen und Schweden aktiv und verfügt angeblich über 450.000 Mitglieder. Wie bei der etablierten Konkurrenz können Filmfans bei “Lovefilm.de” DVDs gegen eine monatliche Gebühr ausleihen.

Der Online-DVD-Verleih “Lovefilm.de”, der sich in Deutschland in München niedergelassen hat, gibt seinen Bestand mit 10.000 Titeln an. Die Nutzer können zwischen verschiedenen Verleihpaketen wählen. Eine DVD-Flatrate bei der man monatlich eine unbegrenzte Anzahl an Silberlingen ausleihen kann und jeweils eine DVD auf dem heimischen DVD-Player liegen darf, kostet 11,99 Euro. Zusatzgebühren für das Porto gibt es bei “Lovefilm.de” nicht.

“Amango” gehört zu den wichtigsten Anbietern

Beim Konkurrenten “Amango” kostet ein solches Paket 9,99 Euro. Die Hamburger, an denen Burda beteiligt ist, zählen mit mehr als 85.000 aktiven Kunden zu den wichtigsten Anbietern in einem heiß umkämpften Markt. Mitbewerber “Netleih” rühmt sich mit dem größten Angebot an Leih-DVDs – mehr als 20.000 sollen es bei der Schwester der Ladenkette Video Buster sein. Bei “Amango” sind rund 15.000 verschiedene Titel im Angebot.

Die Zahl der Mitglieder gibt “Netleih” mit 120.000 an. Wobei es sich um registrierte Nutzer und nicht um die aktiven Mitglieder handelt. Im Gegensatz zu “Amango” setzt “Netleih” im Kampf um Nutzer auf eine Zwei-Markenstrategie. Der zweite Online-DVD-Verleih des Hauses heißt “Amovie” und unterscheidet sich vom Schwesterdienst durch andere Preismodelle.

Vier-Markenstrategie bei glowria

Gleich mit vier Marken auf dem deutschen Markt vertreten ist das französische Unternehmen glowria. Zwischen Flensburg und Oberammergau buhlte glowria bis November des vergangenen Jahres mit den Marken “DiViDi“, “inVDeo” und “DVD-Leihen” um Kunden. Dann ergänzte “glowria.de” die drei Angebote. Jede Verleih-Plattform ist auf eine eigene Zielgruppe zugeschnitten – vom Einsteiger über den Gelegenheitsseher bis zum Vielgucker. “glowria.de” soll dabei als Einstiegsdroge dienen.

Neben “Amango”, “Netleih” und “glowria.de” tummeln sich noch eine ganze Reihe anderer Anbieter im DVD-Online-Verleihgeschäft. Beispielsweise “ovideo“, “Rent4home” und “amazon.de“. “Lovefilm.de” wird diese stattliche Anzahl an Konkurrenten nur durch gute Preise und einen guten Service überholen können.

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.