AskFirst empfiehlt Produkte

Social Commerce ist derzeit in aller Munde. Mit “AskFirst” ist der deutsche Markt seit Kurzem um einen weiteren Anbieter reicher. Registrierte Nutzer können bei “Askfirst” – wie bei vergleichbaren Social-Commerce-Plattformen – anderen Nutzern […]

Social Commerce ist derzeit in aller Munde. Mit “AskFirst” ist der deutsche Markt seit Kurzem um einen weiteren Anbieter reicher. Registrierte Nutzer können bei “Askfirst” – wie bei vergleichbaren Social-Commerce-Plattformen – anderen Nutzern Lieblingsprodukte empfehlen bzw. die Lieblingsprodukte anderer Nutzer entdecken. “Dabei setzen wir nicht nur auf Kategorien und Produkttags, sondern insbesondere auf Profiltags. Jeder User kann sich selbst über diese Profiltags näher beschreiben”, sagt Gründer Jan Eggers. Sämtliche Selbstbeschreibungen können andere Nutzer unter dem Menüpunkt “Ich bin / Ich mag…” nachlesen. “Die Idee dahinter ist, dass Empfehlungen von Leuten, die die gleichen Interessen wie ich teilen, auch relevant und interessant für mich sind”, sagt Eggers. Manchmal sind die Ergebnisse allerdings sehr banal. Nutzer, die beispielsweise “Fußball” mögen, stehen auch auf Socken, Staubsauger und Hochdruckreiniger. Für passendere Empfehlungen hat “AskFirst” vermutlich noch zu wenig Nutzer.

Viel Hirnschmalz hat “AskFirst”-Gründer Eggers in sein “neuartiges Navigationskonzept” gesteckt. “Wenn der User über die linke Navigation oder die Suche nach Produkten stöbert, kann er die Ergebnisse durch jeden weiteren Klick auf einen beliebigen Navigationspunkt immer weiter einschränken”, sagt der Hamburger. In der Praxis sieht dies so aus: Nutzer, die in der Kategorie “Bücher, Filme & Musik” stöbern, erhalten zunächst Empfehlungen aus eben dieser Kategorie. Diese Auswahl lässt sich dann mit anderen Menüpunkten wie “Stichworte” (etwa Science-Fiction) und “Anlässe” (etwa Geburtstag) verknüpfen. “Die Auswahlmöglichkeiten starten dann aber keine neue Suche, sondern schränken die Suchergebnis weiter ein. Somit sind alle Tags aus Kategorien, Produkten und Userprofilen miteinander verbunden und kombinierbar”, sagt Eggers. Eine runde Sache. Nachbessern sollte der Hanseat dagegen die Optik seiner Plattform. “Askfirst” ist zwar sehr übersichtlich, hat aber keinen Charme.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

  1. Da finde ich aber Shoppero vom Konzept her schon viel Besser da die User mitverdienen könnne. Warum soll AskFirst mit meinem Konten Geld verdienen?

    Gruß
    Matti

  2. Schreibfehler: “Kontent” meine ich natürlich

  3. Generell muss man sagen , dass viele Unternehmen mit dem Kontent ihrer Nutzer Geld verdienen – oder es zumindest versuchen. Auf Anhieb fallen mir etwa studivz, Qype und MyVideo ein.

  4. Pingback: blogdelight - Geschenkideen vom Start-up

  5. Diese Filtertechnik nennt man Drill-Down bzw. Roll-Up, wenn’s in die andere Richtung geht.



  6. cl

    Erinnert mich doch sehr an die Seite http://www.edelight.de – und die gibt’s glaube ich schon seit mehr als 6 Monaten…

  7. Pingback: High-Tech Gründerfonds investiert in Gimahhot :: deutsche-startups.de

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