Fluxx kommt nicht zum Zug

Fluxx bleibt der Einstieg bei Lotto Rheinland-Pfalz verwehrt. Lotto-Geschäftsführer Hans-Peter Schössler sieht in der Kaufofferte der Glücksspielvermittler sogar eine “Provokation“. Und wahrscheinlich hat er damit sogar recht. Die Fluxx AG hatte zuvor verkündet, […]

Fluxx bleibt der Einstieg bei Lotto Rheinland-Pfalz verwehrt. Lotto-Geschäftsführer Hans-Peter Schössler sieht in der Kaufofferte der Glücksspielvermittler sogar eine “Provokation“. Und wahrscheinlich hat er damit sogar recht. Die Fluxx AG hatte zuvor verkündet, dass sie eine Mehrheit an der Lotto Rheinland-Pfalz GmbH übernehmen wollen.

“Ein Verkauf unseres Unternehmens an einen gewerblichen Spielevermittler wie Fluxx kommt nicht in Frage”, sagt Schössler: “Es geht bei der aktuellen Diskussion um Lotto Rheinland-Pfalz lediglich um eine Änderung der Gesellschafterstruktur.” Zwar habe Fluxx in einem Brief den rheinland-pfälzischen Sportbünden das Interesse am Erwerb des Unternehmens bekundet, doch die Sachlage liegt völlig anders: “Vielmehr übernimmt das Land Rheinland-Pfalz die Mehrheit der Anteile an dem bisher den drei Sportbünden gehörenden Unternehmen, um den Stellenwert eines verantwortungsvollen Umgangs mit Suchtgefahren im Rahmen des staatlichen Lotteriemonopols zu unterstreichen”, so Schössler weiter.

“Reine Provokation”

Das Angebot von Fluxx stehe diesem Anliegen diametral gegenüber und sei “eine reine Provokation eines mit dem deutschen Lotto-Block seit Jahren in verschiedenen Streitfragen überworfenen Internetanbieters, der zudem gerade außerhalb jeder Rechtsgrundlage einen terrestrischen Vertrieb in Konkurrenz gegen unsere eigenen Verkaufsstellen aufbaut”, kommentiert der rheinland-pfälzische Lotto-Geschäftsführer die Offerte: “Die theoretische Annahme, eine Übernahme durch dieses Unternehmen würde real, führt zu der Konsequenz, dass alle unsere gemeinsamen Bemühungen um ein weiterhin staatlich gesichertes Monopol ad absurdum geführt würden.”

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

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