Küchenschlacht: Küchen Quelle vs. Kiveda – und beide gemeinsam mit ProSiebenSat.1

Die deutschen Küchenkäufer wissen es wahrscheinlich noch gar nicht, aber der Kampf um den Küchen-Online-Markt ist entfacht! Gemeinsam mit SevenVentures, also ProSiebenSat.1, will beispielsweise Küchen Quelle (www.kuechen-quelle.de) seinen “Wachstumskurs absichern und beschleunigen”. Die […]
Küchenschlacht: Küchen Quelle vs. Kiveda – und beide gemeinsam mit ProSiebenSat.1

Die deutschen Küchenkäufer wissen es wahrscheinlich noch gar nicht, aber der Kampf um den Küchen-Online-Markt ist entfacht! Gemeinsam mit SevenVentures, also ProSiebenSat.1, will beispielsweise Küchen Quelle (www.kuechen-quelle.de) seinen “Wachstumskurs absichern und beschleunigen”. Die Senderkette sicherte sich kürzlich 10 % der Küchen Quelle-Anteile. Und auch Kiveda (www.kiveda.de) drängt derzeit massiv in den Markt.

“Im Segment des Verkaufs von geplanten Küchen über Internet sind wir seit Jahren Marktführer im deutschen Küchenwettbewerb. Durch die ab sofort intensive Bewerbung unseres Web-Angebots mit TV-Werbung können wir unseren Marktanteil noch erheblich weiter steigern“, sind sich Christian Bühler und Bernd Warnick, Geschäftsführer von Küchen Quelle, sicher. Nach der Insolvenz des Versandhändlers Quelle hatten Warnick und Co. Küchen Quelle Ende 2009 übernommen. Seitdem ist das Unternehmen offenbar erfolgreich unterwegs: Im vergangenen Geschäftsjahr 2011/2012 wurde nach eigenen Angaben ein Brutto-Handelsumsatz von rund 60 Millionen Euro erzielt.

Im Geschäftsjahr zuvor lag der Nettoumsatz bei 43,6 Millionen Euro, den Reingewinn gibt das Unternehmen mit 850.000 Euro an. Im Geschäftsjahr erzielte Küchen Quelle bei einem Nettoumsatz von 33,8 Millionen Euro einen “negativem Ertrag”. Interessant dabei: 80 % des Umsatzes erzielte Küchen Quelle im Geschäftsjahr 2011/2012 über den Direktvertrieb per Internet oder Teleshopping. Zudem sind Berater unterwegs, um die Kunden zu Hause zu unterstützen. “Küchen Quelle-Kunden lassen sich ihre Küchen 7.300 Euro kosten, das sind etwa 1.000 Euro mehr als der Durchschnitt”, heißt es in der “Nürnberger Zeitung”. Gezielt setzt Küchen Quelle auch auf Showrooms – gerade erst eröffnete ein neuer Flagshipstore in Nürnberg. Eine schöne Erfolgsgeschichte für das Start-up, das auf eine 35-jährige Geschichte zurückblicken kann. Wie schwer die Zeit nach der Übernahme war und wie viel Start-up in Küchen Quelle steckt, zeigt ein winziges Detail: Nach der Übernahme bestand im Unternehmen noch nicht einmal eine Finanzbuchhaltung. Zudem war der Quelle-Katalog als wichtiges Marketinginstrument weggefallen. Der Neustart mit dem Traditionsnamen klappte trotzdem.

Bleibt der Blick auf Kiveda, einen Online-Shop rund um die Themen Küchen und Kochaccessoires, der Ende des vergangenen Jahres startete. Ab diesem Monat will Kiveda im großen Stil TV-Werbung schalten – bei ProSiebenSat.1. “Wir bewegen uns auf Zalando-Niveau”, sagte Kivdea-Geschäftsführer Michael Börnicke, ehemals Premiere und Escada, kürzlich gegenüber W&V. Zuvor liefen bereits Testkampagnen auf N24, n-tv und RTL II. Auch bei Kiveda und ProSiebenSat.1 ist von einem Media-for-Revenue bzw. Media-for-Equity die Rede. Somit unterstützt die Senderkette gleich zwei Anbieter in einem Segment! Wobei ProSiebenSat.1 mit Küchen Quelle schon seit einer Zeit zusammenarbeitet und der Einstieg quasi als Option schon länger bestand.

Möglich ist die Zusammenarbeit mit beiden Anbietern auch durch die unterschiedliche Ausrichtung von Küchen Quelle und Kiveda. Bei Küchen Quelle geht es vor allem um “hochwertige, individuell geplante Küchen” im hohen Preissegment. Bei Kiveda sind vor allem “Studenten und junge Pärchen, die sich die erste gemeinsame Wohnung einrichten” die Zielgruppe. Dementsprechend liegt Kiveda preislich deutlich unter Küchen Quelle – abgesehen einmal von einigen Ausnahmen. Die beiden Konkurrenten können den Markt somit gemeinsam mit Unterstützung von ProSiebenSat.1 bearbeiten, erschaffen, erweitern – und sich trotzdem als Konkurrenten fühlen. Wobei die Kampagnen sicherlich nicht zeitgleich laufen werden, davon hätte niemand etwas.

Foto (oben): New contemporary kitchen interior in green colors from Shutterstock

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  1. Wir haben ganz altmodisch in mehreren Küchenstudios verglichen. Vorher zwar auch im Internet geguckt, aber irgendwie ist das nichts. In Hamburg gibt es viele schöne kleine Küchenstudios und ein paar größeres Märkte. Die großen sind meist günstiger. Wir haben dann in einem Fachmarkt gekauft und waren zufrieden. LG Manu

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