Klingt ein wenig skurril: Das Smartphone-Taxibestellsystem 1TouchTaxi (www.1touchtaxi.com) sichert sich die finanzielle Unterstüzung von T-Venture, dem Risikokapitalgeber der Deutschen Telekom, und der e42 GmbH, der Beteiligungsgesellschaft von Frank Thelen und Marc Sieberger. Das Taxibestellsystem im App-Format wurde von der Intelligent Apps GmbH ins Leben gerufen. Über die kleine Applikation ist es möglich, ein Taxi an seinen aktuellen Standord zu rufen bzw. mit dem Finger zu bestellen. Der Standort des Bestellers wird dabei automatisch bestimmt und anschließend das Taxi ermittelt, das die kürzeste Distanz zum Fahrgast aufweist. Nach dem Taxiruf kann man sehen, wann der weiße Flitzer eintrifft, wer der Fahrer ist und welche Kosten entstehen. Taxizentralen werden mit 1TouchTaxi der regelrecht überflüssig. 1TouchTaxi ging im März in Hamburg an den Start – bisher nutzen rund 450 Taxifahrer die persönliche Funkzentrale.

“Die vielversprechende Tendenz und das positive Feedback von Taxifahrern und Kunden der letzten Monate hat uns bestärkt, das aussichtsreiche Geschäftsmodell zu forcieren und gemeinsam mit T-Venture und e42 die deutschlandweite Einführung anzugehen sowie weitere Funktionalitäten zu planen”, sagt Sven Johannes Külper, Gründer von Intelligent Apps. Das Ziel der Hanseaten ist groß: Sie wollen nun die “alten Strukturen des Taximarktes aufbrechen”. Ein Markt der laut “Verkehr in Zahlen” des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung in Deutschland immerhin größer als 3,7 Milliarden Euro ist. Über 400 Millionen Taxifahrten pro Jahr kommen dabei zustande. Auch Horst Leonberger, verantwortlich für das Konzerngeschäftsfeld “Vernetze Fahrzeuge” bei der Deutschen Telekom, ist begeistert: “1TouchTaxi ist ein innovatives Beispiel für die Bestellung und Abrechnung von mobilen Services im vernetzten Fahrzeug, das uns mit seinem vielversprechenden Wachstumspotenzial überzeugt hat.” So gesehen ist das Investment von T-Venture in eine simple App dann doch nicht so skurril.

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Kommentare
Endlich mal wieder eine richtig gute Idee.
Kein Shop, kein US-Clon und endlich eine App mit einer vernünftigen Funktion. Danke!
Viel Erfolg, ich hoffe ihr könnt es auch auf andere Städte ausweiten.
Kommentar von Dieter M. 06. Oktober 2010 @ 17:33ob skurril oder nicht… kein copycat. und daher good luck.
Kommentar von severin 06. Oktober 2010 @ 17:54Spannend! Zumindest in Berlin ist es in den letzten Jahren zu einer sehr starken Konzentration im Markt der Taxizentralen gekommen. Bin gespannt, ob es gelingt eine kritische Masse an Taxis, zumindest in den Ballungsräumen, zu gewinnen.
Kommentar von Florian Komm 06. Oktober 2010 @ 18:05Ubercab – http://www.ubercab.com/ – App leider NOCH unbrauchbar.
Kommentar von wigger 06. Oktober 2010 @ 18:39@florian: sollten sich die 450 taxen auf HH beziehen, ist es dort zumindest eine kritische größe.
Kommentar von severin 06. Oktober 2010 @ 18:45Kein Copycat? Es gibt in den USA doch mehrere von der Sorte… z. B. Cabulous, aber auch andere.
Kommentar von Bambi 06. Oktober 2010 @ 19:51super Idee!
Kommentar von Philipp 06. Oktober 2010 @ 21:29Dieses App kann ich nur empfehlen, schade das es dies noch nicht in Berlin gibt.
Kommentar von Harry 07. Oktober 2010 @ 16:14Das Konzept und Idee gefaellt mir.
Bitte mehr von solchen Apps!
Kommentar von Marc 10. Oktober 2010 @ 11:06Hab einen Business-Plan dazu im Jahr 2006 (mit dem Namen “iTaxi”) an der TU-München (UnternehmerTUM) im Rahmen MBPW (Münchener Business Plan Wettbewerb) presentiert und wurde nicht ernst genommen. Die Idee musste sich natürlich erst in den USA beweisen, damit Copycat-Konzept einwandfrei weitergeht.
Kommentar von Alper Öztürk 18. November 2010 @ 12:33