Trotz des enormen juristischen Stresses, den Tino Keller, Manuel Weisbrod und Philipp Weidenhiller mit ihrer Lehrerbewertungsplattform spickmich (www.spickmich.de) haben, starten die drei Kölner einen weiteren Meinungsdienst zum Thema Schule. Der neue Ableger des Kölner Start-ups hört auf den recht eingängigen Namen schulradar.de (www.schulradar.de). “Nach mehreren hundert Anfragen in den letzten Monaten, greifen wir nun mit schulradar.de den Wunsch vieler Eltern auf”, sagt Weisbrod. “Es reicht vielen Eltern einfach nicht, nur einmal im Jahr beim Tag der offenen Tür, die Schule zu besichtigen um dann die Schulentscheidung für ihre Kinder zu treffen.”
Auf der neuen Plattform können Eltern – ähnlich wie bei spickmich – Schulen in der ganzen Republik bewerten. Zur Auswahl stehen die Rubriken „Individuelle Förderung“, „Gebäude/Ausstattung“, „Lehrkräfte“, „Schulleitung“, „Unterrichtsbegleitende Aktivitäten“ und „Schulklima“. Bei spickmich können Schüler seit dem vergangenen Jahr ihre Pauker in verschiedenen Rubriken (unter anderem “Motivation”, “Faire Noten” und “Sexy”) bewerten. Das Konzept kommt an: Auf rund 30 Millionen Page Impressions klicken die Nutzer spickmich monatlich. Einige Lehrer mögen den Dienst allerdings gar nicht und zerrten die Betreiber bereits mehrmals vor Gericht. Bis jetzt ging die Sache für die Rheinländer immer gut aus. Optisch präsentiert sich der neue Schulbewertungsdienst für Eltern sehr minimalistisch, aber extrem übersichtlich. Über eine Landkarte kann jeder Nutzer die Seite durchstöbern. Im Gegensatz dazu ist spickmich ein wilder Webhaufen.
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Kommentare
Irgendjemand meinte vorhin in Twitter, Tweets wären doch eine feine Sache als Spickzettel in der Schule :-)… [Musste das mal los werden]
Kommentar von Cem Basman 08. April 2008 @ 14:55Lobe ja recht selten ne Webseite. Aber.
Finde ich eine sehr gute Seite. Da vereint sich endlich mal wieder Nutzen mit Aufmachung. Hab da eben mal ein wenig rumgestöbert, hab zwar noch keine Kinder, geh auch nicht mehr zur Schule, aber hat Spass gemacht.
Kommentar von Roy Uhlmann 08. April 2008 @ 15:19Bei unserer Beraterbewertung unter http://www.fidor.de hat auch schon der erste bewertete Finanzberater mit dem Anwalt gedroht, und das, obwohl er mit 1,0 bewertet worden ist. Transparenz ist in dieser Branche nicht wohl gelitten, aber die User verlangen nach realen Bewertungen, wenn Sie auf der Suche nach einem Consultant sind, und da gilt wohl im web 2.0 für die Transparenz die Devise: You can run, but you cannot hide ;-) Wir lassen zudem u.a. auch Rechtsanwälte bewerten, mal sehen, wie dieser Berufsstand das verträgt, siehe auch den Kommentar von Dr. Diem bei rechtzweinull am Ende von http://www.rechtzweinull.de/index.php?/archives/57-Rechtliche-Vorgaben-fuer-Bewertungsportale-konkretisiert.html
Kommentar von Thomas Habicher 08. April 2008 @ 15:19‘Das Interesse einer bewerteten Lehrerin überwiege nicht das Recht auf freie Meinungsäusserung’, urteilte ein Duisburger Richter im jüngsten Spickmich-Prozess. Dieses Urteil finden wir absolut OK und es ermuntert uns weiter, unser Projekt “rechtsanwalt.am” fortzuentwickeln. Dort kann man nämlich auch Rechtsanwälte bewerten und mit Kommentaren versehen.
Kommentar von Achim K i l g u s 17. April 2008 @ 19:40Ich kann schon verstehen, wenn einzelne gegen diese Beuurteilungen angehen. Allerdings haben diese Beurteilungen einen sehr großen Nutzen für die User.
Kommentar von Impossible 18. April 2008 @ 09:29