Das Portfolio von Madsack MediaLab wächst. Wie deutsche-startups.de vorab erfahren konnte, steigt der Beteiligungsableger der Verlagsgesellschaft Madsack (”Hannoversche Allgemeine”, “Neue Presse” und “Wolfsburger Allgemeine”) bei der österreichischen Arbeitgeber-Bewertungsplattform kununu (www.kununu.com) ein. Zu den weiteren Unternehmen im Portfolio von Madsack MediaLab gehören derzeit die Bewertungsplattform DocInsider, die Sport-Community meinSport.de, der Diensleitungsmarktplatz jobdoo.de und die Audioplattform radio.de.
Die Arbeitgeber-Bewertungsplattform kununu wurde im Sommer des vergangenen Jahres von den Brüdern Martin und Mark Poreda sowie Johannes Huber-Pock gegründet. Das Konzept ist simpel: Über die Website können Nutzer ihre Brötchengeber bewerten. Das Ganze funktioniert mit standardisierten Fragebögen. Zur Auswahl stehen eine Express- und eine Standardbewertung. Die kurze Bewertungsrunde dauert nur wenige Minuten und umfasst dreizehn Frage-Kategorien. Jeder Nutzer kann unter anderem in den Kategorien Chef, Arbeitsatmosphäre und Umgang mit älteren Kollegen Punkte vergeben.
Identität der Bewerter bleibt anonym
Beim langen Fragebogen gibt’s zu jeder Kategorie noch einige Detailfragen. Die Identität der Bewerter bleibt dabei immer anonym. Es bestehe auch keine Möglichkeit die Identität herauszufinden, verspricht Mark Poreda, der auch Gründer der Multimedia-Agentur deineagentur ist. Nach eigenen Angaben wurden bei kununu bisher über 3.400 Bewertungen abgegeben und so knapp 2.500 Firmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bewertet. Ebenfalls im Segment von kununu unterwegs, sind JobVoting (www.jobvoting.de) und jobvote (www.jobvote.de).
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Fragen










Kommentare
Der Schönnheitsfehler bei KUNUNU, wie bei vielen anderen Bewertungssites ist ein grundlegend struktureller: Es werden potentiell eher *die* Leute schreiben, die unzufrieden sind und auf diese Weise ihrem Ärger Luft machen wollen. Das ist durchaus legitim, verzerrt das Bild aber etwas, denn der normale Nutzer ist nicht in der Lage das ausreichend zu abstrahieren. Die 1000 zufriedenen Mitarbeiter, die kein Ventil für’s “Luft-ablassen” suchen und nicht schreiben, fallen hinten rüber, die drei, die Motzen wollen, werden das auf der Plattform tun. Problematisch!
Beispiel dafür sind Rezensionen (z.B. bei Amazon et al) von portablen Navigationssystemen: Wenn ich die Rezensionen lese, müsste ich mir in der Konsequenz gar kein System kaufen, denn alle Hersteller sind ‘irgendwie scheisse’. Aus eigener Erfahrung weiss ich allerdings, dass das nicht stimmt und ich z.B. (auf individueller Ebene) wieder sehr zufrieden mit meinem Navigon System bin. Ähnlich bei den Arbeitgebern: Wenn ich ne Flachpfeife bin und nichts bringe, wird mich der AG auch nicht mögen und es schaukelt sich hoch. Der Leser (jemand der z.B. gern, hart und lang arbeitet) meiner Bewertung kennt mich aber nicht auf individueller Ebene und weiss nicht, dass ich eine Flachpfeife bin, was der Grund für den Negativismo ist.
Unter’m Strich kann diese Form der Bewertung also immer nur maximal eine Tendenz angeben, aber nie Entscheidungsgrundlage sein.
jmt2c
Kommentar von Yella 21. Februar 2008 @ 11:41Stimme Yella da komplett zu. Meiner Meinung nach wäre die einzig sinnvolle Strategie, mit Firmen zusammen zu arbeiten, die ihre Mitarbeiter “freundlich darauf hinweisen”, anonym das eigene Unternehmen zu bewerten. Dafür könnte kununu sogar Geld verlangen *hörthört* Denn wie ist der bisherige Cashrückfluss denn geplant?
Kommentar von Michel 21. Februar 2008 @ 11:57http://www.kelzen.com ist auch glaube ich eine arbeitgeberbewertungsplattform aus österreich
Kommentar von marc 21. Februar 2008 @ 12:45alles schön und richtig. Grundlegendere Frage ist: Wo ist da das Geschäftsmodell, sprich wie soll Geld verdient werden? Vielleicht damit das Unternehmen die bezahlen nur gut Kritiken bekommen?
Kommentar von Thorsten Schröppe 21. Februar 2008 @ 13:39Stimme obigen Postern voll zu:
Kommentar von Peter R. 22. Februar 2008 @ 09:201. Wo ist das Geschäftsmodell?
2. Wird es logischerweise eher Negativbewertungen geben.
3. Bleibt die generelle Frage: “Was solls?”
Wen interessierts ob der Chef von XY ein Tyrann ist?
Ich such nen Job, er hat einen, Geld etc. passt, fertig.
Das alles sind eh nur subjektive Eindrücke, beim einen Mitarbeiter passt das Umfeld und der Umgang mit dem Chef/Vorgesetzten/allg. mit dem Unternehmen, beim nächsten nicht.
4. Die Idee finde ich ganz witzig, nicht das es wieder heißt “Neidgesellschaft”
Das Geschäftsmodell hat großes Potential, wenn man es mit Dienstleistungen wie http://www.monster.com oder http://www.stepstone.com verbindet.
In Bezug auf “Employer Evaluation” ist Kununu die richtige und einfachste Lösung.
Ich bin begeistert von http://www.kununu.com und http://www.kezeln.com.
Viel Erfolg an den beiden Teams!
Kommentar von marc 22. Februar 2008 @ 10:14…ich mag den Laden schon deshalb nicht, weil sie Mitarbeiter während Ihrer Arbeitszeit anrufen, und dazu auffordern doch weiter tätig zu sein/ letzt Arbeitgeber zu bewerten, was bei uns zu Zeit/ Produktivitätsverlust führt, zudem hatte ich eine Hardsellinganruf, in dem mir erklärt würde, dass ich mein Geschäft wohl nicht verstünde, wenn ich nicht eine “Kooperation” eingehen würde. Wer alles im so Geld einsammelt ist schon seltsam.
Kommentar von Ralf 22. Februar 2008 @ 18:06RICHTIGSTELLUNG:
Liebe Leser, @Ralf,
1. Es ist schlicht und einfach nicht richtig, daß wir aktiv mit offline Methoden Bewertungen akquirieren!
2. Schon gar nicht machen wir “Hardselling” Anrufe, weil wir gar nix zum “sellen” haben.
Wie schon zuvor bei Meldungen zu kununu, sind hier wieder mal ganz besonders Fleißige Guerilla- Marketing-ler an der Arbeit, die sich einfach nicht an die Netiquette halten wollen.
Ist das notwendig meine Herrschaften?
Wenn ihr kununu schon angreifen wollt, dann solltet ihr das nicht mit fadenscheinigen Behauptungen, die sich einfach nicht belegen lassen, tun.
Wir wenden uns in keinster Weise an Arbeitgeber und erpressen tun wir diese schon gar nicht.
Beste Grüße
Martin Poreda
Kommentar von Martin Poreda 22. Februar 2008 @ 19:57http://www.kununu.com
Hallo,
habe ein Fehler im Bericht entdeckt. Das Portal http://www.jobvote.com hat nicht nur “9″Bewertungen. Für den Buchstaben “A” sind nur 9 Bewertungen vorhanden. Das Portal bietet weitaus mehr an.
Kommentar von Sven 23. Februar 2008 @ 12:48@ Sven
Stimmt! Danke für den Hinweis!
Kommentar von Alexander Hüsing 23. Februar 2008 @ 14:08Das Geschäftskonzept ist ebenso simpel wie lukrativ und heißt Employer Branding. http://www.jobvoting.de hat dafür 2006 Tor und Tür geöffnet. Außerdem hat jede Webseite kommerzielles Potenzial, wenn sie eine gute Community aufbauen, wie studiVZ und Xing beweisen.
Kommentar von Ronny Skrzeba 28. Februar 2008 @ 21:59