#Gastbeitrag

Muss jeder ein Held sein?

Es gibt viele Parallelen zwischen mythischen Heldensagen und realen Geschichten moderner Gründer. Was bedeutet das? Zunächst einmal erklärt es die Faszination, die Gründer auf uns ausüben. Ein Auszug aus dem Buch "Founders Heroes – Gründen ist deine Heldenreise" von Tristan Niewöhner.
Muss jeder ein Held sein?
Donnerstag, 25. Februar 2021Vonds-Team

Tristan Niewöhner, Gründer des HR- Startups persomatch, veröffentlichte Ende 2020 sein erstes Buch: “Founders Heroes – Gründen ist deine Heldenreise“. Der Vergleich der mythischen Heldenreise mit der Gründung eines Unternehmens bietet dem Leser einen Perspektivwechsel – denn es geht um mehr als das bloße Geschäft. Es geht immer auch um Selbstverwirklichung durch die Reise zu sich selbst. Die Botschaft lautet: Traut euch zu gründen! Hier ein Auszug aus dem heldenhaften Buch.

Muss jeder ein Held sein?

Wir sehen, dass es viele Parallelen zwischen den mythischen Heldensagen und den realen Geschichten der modernen Gründer gibt. Was bedeutet das?

Zunächst einmal erklärt es die Faszination, die Gründer auf uns ausüben. So wie in vielen Hollywood-Filmen erkennen wir darin ein uns vertrautes und attraktives Muster. Wir interessieren uns dafür und können uns damit identifizieren.

In den Phasen der Unternehmensgründung findet sich die Heldenreise wieder, die für uns ein tiefverwurzeltes psychologisches Muster darstellt. Die Existenz all dieser Mythen und Sagen, die sich durch die Jahrtausende hindurchzieht, unterstreicht die Relevanz und vor allem auch die Universalität dieser Idee. Egal, wo und zu welcher Zeit ein Mensch gelebt hat und lebt, treibt ihn die Heldenreise an.

In den Mythen und auch in religiösen Texten ist die Heldenreise metaphorisch verpackt. Letztendlich kommt darin der Weg des menschlichen Lebens zum Ausdruck. Man wächst in seiner bekannten und vertrauten Umgebung auf, muss sich davon in irgendeiner Art und Weise lösen, um den Sprung ins Unbekannte zu wagen. Man stellt sich Herausforderungen, wächst daran, überwindet dabei auch eigene Zweifel und Ängste und wächst schließlich über sich hinaus. Dadurch ist man in der Lage, etwas zu erreichen, das einen selbst und die Gemeinschaft weiterbringt.

Die Helden und Gründer gehen auf eine besondere Reise und vollbringen zum Teil Außergewöhnliches. Nun stellt sich natürlich die Frage, ob JEDER ein Held sein kann und ob dies überhaupt erstrebenswert ist? Gibt es überhaupt genügend Pfade, die beschritten werden können, genügend Ungeheuer, die besiegt werden müssen? Die Antwort lautet: Ja!

Denn die Heldenreise steht auch metaphorisch für die Reise zu sich selbst. Man hat zunächst Angst, sich auf den Weg zu machen und sich den unbekannten Herausforderungen zu stellen, um dann letztendlich doch zu erkennen, dass man dieser Aufgabe gewachsen ist und eigentlich alle dazu nötigen Fähigkeiten die ganze Zeit in sich getragen hat.

Das Wichtige ist, dass Helden nicht von vornherein etwas Besonderes sind, sondern durch die Heldenreise erst dazu werden. Jeder hat das Potential, ein Held zu sein, und auf jeden wartet eine ganz persönliche und individuelle Heldenreise.

Da es heutzutage keine Drachen, magischen Wälder oder Heiligen Grale mehr gibt, muss man sich andere Gebiete für die Heldenreise suchen.

Die Heldenreise ist ein Grundmuster des menschlichen Lebens und betrifft alle Menschen gleichermaßen, unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Fähigkeiten oder sonstigen Eigenschaften. Jeder Mensch steht vor der Aufgabe, seinen Ruf zu vernehmen und seiner Heldenreise zu folgen. Was diese Heldenreise konkret bedeutet, kann sehr unterschiedlich sein und ist für jeden höchst individuell, aber auf jeden wartet eine solche Heldenreise. Zum einen ist dies erstrebenswert, da man dadurch seine Erfüllung findet und sich weiterentwickelt. Es ist hoch motivierend festzustellen, dass man durch einen Sprung ins Ungewisse Fähigkeiten an sich entdeckt und weiterentwickelt, die man vorher noch gar nicht gekannt hat, wodurch man letztendlich Erfüllung und Glück findet.

Founders Heroes

Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem lesenswerten Buch: “Founders Heroes: Gründen ist deine Heldenreise” von Tristan Niewöhner. Der persomatch-Gründer nimmt seine Leser in seinem Werk mit auf eine motivierende Heldenreise, die Mut macht: “Um Startup-Gründer ist in letzter Zeit ein regelrechter Hype entbrannt. Plötzlich will jeder ein Unternehmen gründen. Startups sollen unsere Wirtschaft digitalisieren und cool sind sie obendrein auch noch. Dabei ist der Wunsch zu gründen viel tiefer verwurzelt. Die Heldenreise ist ein immer wiederkehrendes Muster”.

Tristan Niewöhner: “Founders Heroes: Gründen ist deine Heldenreise”, Innoverve, 120 Seiten, 10,99 Euro.
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