#Interview

“Leider gibt es bei einer erfolgreichen Gründung viele Trittbrettfahrer”

Gründeralltag - gibt es das überhaupt? "Seit unserer Gründung hat sich an unserem Alltag nicht sehr viel geändert. Wir arbeiten noch immer mit dem hervorragenden Team von Ralf Dümmel zusammen, die uns jede Menge Arbeit abnehmen", sagt Thorsten Schäfer von Taste Hero.
“Leider gibt es bei einer erfolgreichen Gründung viele Trittbrettfahrer”
Freitag, 11. Dezember 2020Vonds-Team

Wie starten ganz normale Gründerinnen und Gründer so in einen ganz normalen Startup-Arbeitsalltag? Wie schalten junge Unternehmerinnen und Unternehmer nach der Arbeit mal so richtig ab und was hätten die aufstrebenden Firmenlenker gerne gewusst bevor sie ihr Startup gegründet haben? Wir haben genau diese Sachen abgefragt. Heute antwortet Thorsten Schäfer von Taste Hero – bekannt das der Vox-Show “Die Höhle der Löwen”. Der kleine Flaschenaufsatz der Jungfirma – einem Moonlight-Startup – lässt sich auf jede Flasche aufstecken, durch die Zacken wird das Bier aufgewirbelt und mit Sauerstoff angereichert.

Wie startest Du in einen ganz normalen Startup-Arbeitsalltag?
Seit unserer Gründung hat sich an unserem Alltag nicht sehr viel geändert. Wir arbeiten noch immer mit dem hervorragenden Team von Ralf Dümmel zusammen, die uns jede Menge Arbeit abnehmen. Aber natürlich checken wir am frühen Morgen erstmal unsere Mails und beantworten Fragen und Kooperationswünsche. Den Rest des Tages gehen wir unserer ursprünglichen Festanstellung nach.

Wie schaltest du nach der Arbeit ab?
Eigentlich sehr leicht. Im Kreise der Familie genieße ich meinen Feierabend. Man erzählt über den Tag und lässt ihn gemeinsam ausklingen.

Was über das Gründer-Dasein hättest du gerne vor der Gründung gewusst?
Wie schwer und damit anstrengend es sein kann, sich mit seiner Erfindung auf dem Markt zu behaupten.

Was waren die größten Hürden, die Du auf dem Weg zur Gründung überwinden musstet?
Definitiv die rechtliche Grundlage. Sowohl die Absicherung der Firma als auch das Patentrecht.

Was waren die größten Fehler, die Du bisher gemacht hast – und was hast Du aus diesen gelernt?
Leider gibt es bei einer erfolgreichen Gründung viele Trittbrettfahrer. Diese aus den vielen Kooperationswünschen heraus zu filtern ist nicht immer leicht. Ich bin leider auf den ein oder anderen reingefallen. Des Weiteren der fehlende internationale Schutz. Leider ist es für einen Erfinder/Gründer nicht immer leicht das benötigte Kapital hierfür aufzubringen. Das beste ist, man findet einen starken Investor, der genauso an dein Start-Up glaubt. Mit ihm und seiner Erfahrung wird es leichter.

Welchen Tipp hast Du für andere Gründer? 
Beschäftigt euch rechtzeitig mit der rechtlichen Situation. Sucht euch die entsprechende Plattform wo ihr einen starken Investor finden könnt. Am besten noch mit einem großen Team, das euch die Arbeit abnehmen kann, wo euch das entsprechendes KnowHow fehlt. Solltet ihr dem Investor für seine Investition eine Beteiligung anbieten, seid fair und bewertet euch selbst realistisch.

Ohne welches externes Tool würde dein Startup quasi nicht mehr existieren?
Wie sorgt ihr bei eurem Team für gute Stimmung? Regelmäßige Produkttests mit dem Taste Hero. Aber natürlich auch alkoholfrei.

Was war Dein bisher wildestes Startup-Erlebnis?
Sämtliche Drehtage zusammen mit Ralf Dümmel und dem Team von Sony sind für uns alle immer mega spannend. Unglaubliche Erlebnisse und der unvergessliche Eindruck auch mal hinter die Kulissen schauen zu können. Mit Abstand jedoch der Tag des Pitches, wo wir unsere Idee den möglichen Investoren vorgestellt haben.

Tipp: Wie sieht ein Startup-Arbeitsalltag? Noch mehr Interviews gibt es in unserem Themenschwerpunkt Gründeralltag.

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Foto (oben): Vox