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Stock-Bilder: Darauf sollten Startups bei der Auswahl achten

Ein Startup zu führen, ist keine leichte Aufgabe. Doch mit einigen Tricks haben Kleinunternehmer heute viele Möglichkeiten, hochwertige, inspirierende visuelle Darstellungen auszuwählen, die sie beim Aufbau ihrer Markenidentität unterstützen.
Stock-Bilder: Darauf sollten Startups bei der Auswahl achten
Dienstag, 7. Juli 2020Vonds-Team

Ob auf dem Corporate Blog, im Newsletter oder im Social Web: Bilder tragen nicht nur zur Identität einer Marke bei, sie lösen auch Emotionen beim Betrachter aus und können ihn zum Handeln motivieren. Doch besonders für kleine Unternehmen und Startups ist es oft eine große Herausforderung, die richtigen Bilder aus den überfüllten Online-Datenbanken herauszufiltern. Denn: Häufig wissen sie nicht genau, worauf man achten muss und haben keine Zeit, sich intensiv mit dem Thema zu beschäftigen. Am Ende greifen viele deshalb immer wieder auf dieselben, uninspirierten Stock-Bilder zurück. Dabei ist es gar nicht so schwierig, Empfänger zu inspirieren und die eigene Marke sichtbarer zu machen – wenn die richtigen visuellen Mittel ausgesucht werden. 

Lifestyle-Bilder verbinden

Wir lieben Lifestyle-Bilder, mit denen wir uns identifizieren können. Positivität, Lebendigkeit, „aus dem wahren Leben gegriffen“ – Bilder mit diesen Kriterien steigern Aufmerksamkeit. Betrachter wollen reale Bilder und erwarten, dass sie sich selbst und ihre subjektive Welt darin wiederfinden, so eine aktuelle Studie von iStock by Getty Images. Doch wie sieht die Welt der Betrachter aus? Die einfachste Methode, positiven Anklang zu finden, ohne dafür den Empfänger in- und auswendig zu kennen, ist die Authentizität. Marken müssen beweisen, dass ihre Bilder echt sind, sonst werden sie vielleicht irgendwann nicht mehr ernst genommen. Eine Verbindung zum Betrachter schaffen wir also nur mit Bildern, die Menschen in all ihren Facetten zeigen und ihr Leben authentisch spiegeln. Tatsächlich sagen 80 Prozent der kürzlich im Rahmen der Studie befragten Personen, dass Unternehmen Menschen mit allen Körperformen und -typen zeigen sollten. 68 Prozent der Befragten wünschen sich von den Unternehmen, bei denen sie kaufen, einen Sinn für Diversität.

Abstrakte Hintergründe vielseitig einsetzen

Es ist nicht leicht, unterschiedliche Kunden, die sich in verschiedenen Lebensphasen befinden, mit visuellen Inhalten zu bedienen. Welches Bildmaterial schafft es, eine Verbindung zu allen Menschen herzustellen? Die Lösung ist einfach: Konzentrieren Sie sich auf den Hintergrund. Ein heller, dramatischer, abstrakter Hintergrund eignet sich wunderbar für die verschiedensten Objekte. Zudem funktionieren sie so universell, dass sie nahezu für jede Stimmung – ob positiv oder negativ – eingesetzt werden können. Sie verleihen Inhalten einen Farbakzent, sind einfach zu beschneiden und über eine Vielzahl von Größen und Medien hinweg zu verwenden.  

Illustrationen für mehr Transparenz 

Inzwischen gibt es viele Marken, die versuchen, ihre Kunden „hinter die Kulissen“ zu versetzen und ihnen einen 360-Grad-Blick in ihr Geschäft gewähren. Das ist schlau, denn: 74 Prozent der befragten Verbraucher geben an, dass sie wissen wollen, wie ihre Produkte, die sie kaufen, hergestellt werden. Während einige Unternehmen mehr Transparenz zeigen möchten, kann die Erstellung von Inhalten „hinter den Kulissen“ jedoch zeitaufwändig und teuer sein. Illustrationen hingegen sind eine einfache und effektive Art und Weise der Kommunikation von Geschäftspraktiken. Sie ermöglichen es, den Lebenszyklus eines Produkts – von der Idee über die Erstellung bis hin zum Vertrieb – zu visualisieren. Auch das Unternehmen selbst kann beispielsweise mit einer Zeitleiste, die die Unternehmensgeschichte erzählt, in den Vordergrund gestellt werden. Illustrationen funktionieren in allen demografischen Bereichen und sind in einer Vielzahl von Formaten erhältlich, die zu jedem Branding passen. Ein weiterer Vorteil:  Illustrationen haben eine langanhaltende Anziehungskraft und müssen dementsprechend nicht ständig aktualisiert werden.  

Kuratoren als Mentoren nutzen

Inspiration kann man sich inzwischen fast überall holen – also, wieso nicht von den Profis lernen? Kuratoren stellen ständig eine Vielzahl von tollen und wirkungsvollen Fotos online zur Verfügung. Die freizugänglichen Bibliotheken sind großartige Orte, um selbst kreativ aktiv zu werden und nach neuen Anreizen zu suchen. Oft haben Kuratoren ihre Sammlungen nach bestimmten Themen, Farben oder Konzepten geordnet. So unterstützen sie dabei, mit täglich neuen und aktuellen Inhalten die richtigen Ideen für das eigene visuelle Branding auszuwählen. 

Ein kleines Unternehmen oder ein Startup zu führen, ist keine leichte Aufgabe. Doch mit diesen Tricks haben Kleinunternehmer heute viele Möglichkeiten, hochwertige, inspirierende visuelle Darstellungen auszuwählen, die sie beim Aufbau ihrer Markenidentität unterstützen. So können sie eine emotionale Bindung zu Kunden herstellen und der Konkurrenz immer einen Schritt voraus sein. 

Über die Autorin
Jacqueline Bourke ist Senior Manager, Creative Insights bei iStock by Getty Images.

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Foto (oben): Shutterstock