#Gastbeitrag Fördermittel für Existenzgründer: So sorgst Du für das notwendige finanzielle Polster!

Wer auf eine finanzielle Förderung setzt, dem stehen unterschiedliche Optionen zur Verfügung. Diese unterscheiden sich nicht nur in Ihrer Ausrichtung, sondern auch nach den Voraussetzungen. Wichtig zu wissen: Nicht für jeden Existenzgründer kommen alle Möglichkeiten in Betracht!
Fördermittel für Existenzgründer: So sorgst Du für das notwendige finanzielle Polster!

Der Traum von der eigenen Selbstständigkeit ist schnell ausgeträumt, wenn der finanzielle Hintergrund nicht gegeben ist. Selbst dann, wenn der Start ins eigene Unternehmen nach einem überschaubaren Aufwand aussieht – spätestens, wenn es konkret an die Umsetzung geht, sind nicht nur personelle Ressourcen, sondern auch finanzielle Rücklagen von außerordentlicher Wichtigkeit.

Daher bist Du gut beraten, wenn Du Dir schon frühzeitig Gedanken darüber machst, wie Du neben Deinem Ersparten noch weitere Unterstützung bekommst – unser kleiner Ratgeber gibt Dir einen Leitfaden an die Hand, mit dem Du gerade auch als Existenzgründer für einen komfortablen Vorsprung vor der Konkurrenz sogen kannst.

Möglichkeiten für die finanzielle Förderung Deiner Selbstständigkeit

Wer auf eine finanzielle Förderung setzt, dem stehen dabei unterschiedliche Optionen zur Verfügung. Diese unterscheiden sich nicht nur in Ihrer Ausrichtung, sondern auch nach den Voraussetzungen. Wichtig zu wissen: Nicht für jeden Existenzgründer kommen alle Möglichkeiten in Betracht – sie hängen insbesondere von den individuellen Rahmenbedingungen ab.

  • Bürgschaften
  • Kredite
  • Zuschüsse
  • Beteiligungen
  • Beratungsförderung.

Bürgschaften und Kredite als Existenzförderung durch die Bank

Eine erste Möglichkeit zur Finanzierung der Existenzgründung sind herkömmliche Gründungskredite. Diese werden nicht nur von der eigenen Hausbank zur Verfügung gestellt, sondern auch von privaten Kreditanstalten. Hier lohnt sich ein Kreditvergleich: Die Konditionen zur Rückzahlung des Darlehens unterscheiden sich zum Teil sehr deutlich voneinander und sind bei der späteren Tilgung des Kredits nicht unwichtig!

Wenn Du Probleme hast, die notwendigen Sicherheiten zu erbringen, die für eine positive Bescheidung des Darlehensantrags erforderlich sind, kann eine Bürgschaft für Abhilfe sorgen. Diese sichert den Geldgeber gegen einen möglichen Zahlungsausfall ab und können von Privatpersonen, aber auch durch die sogenannten Bürgschaftsbanken der Länder erbracht werden.

Achtung: Bei der Bürgschaft durch Privatpersonen sollten alle Beteiligten gut überlegen, ob die Vorgehensweise richtig gewählt ist. Eine Bürgschaft ist nicht auf die „leichte Schulter“ zu nehmen und bindet den Bürgen für einen langen Zeitraum an den zugrundeliegenden Bürgschaftsvertrag. Immerhin hat der Bürge dann einzustehen, wenn der Darlehensnehmer bezüglich seiner Zahlungsverpflichtungen ausfällt – dies sollten die Beteiligten immer im Hinterkopf behalten.

Beratungsförderung für Existenzgründer und Start-ups

Neben den genannten Möglichkeiten über Bürgschaften bzw. Kredite besteht beim Start in die Selbstständigkeit auch die Option, eine Beratungsförderung in Anspruch zu nehmen. Hier bieten sich deutschlandweit ganz unterschiedliche Programme – und zwar sowohl auf lokaler Ebene als auch überregional bzw. sogar europaweit. Hier solltest Du Dich im Vorfeld genau informieren, denn: Die Auswahl ist so groß, dass es mitunter schwierig ist, das individuell optimale Förderprogramm zu finden.

Wichtig zu wissen: Wenn Du eine Beratungsförderung in Anspruch nehmen möchtest, dann sind dafür die jeweiligen Voraussetzungen zu erfüllen. Diese können unterschiedlich sein – in der Regel setzen Förderprogramme aber voraus, dass Du einen Businessplan vorlegst für Deinen Start in die Selbstständigkeit – dies gilt übrigens auch, wenn Du über eine Bank einen Gründerkredit beantragen möchtest, denn auch externe Geldgeber wollen schließlich sehen, dass Deine Idee durchdacht ist und auch langfristig die Aussicht auf Erfolg hat.

Welches sind die wichtigsten Förderprogramme rund um die Existenzgründung?

Um Dir einen kleinen Einblick zu geben, zeigen wir Dir in unserer Top5-Liste die fünf wichtigsten Förderprogramme – und ganz sicher kommt mindestens eins davon auch für Dich und Dein zukünftiges Unternehmen in Frage!

  1. AVGS (Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein): Besonders für die Gründung aus der Arbeitslosigkeit heraus geeignet – der Gutschein bietet eine kostenfreie Gründungsberatung.
  2. EXIST Gründerstipendium: Gründungen, die in Richtung Technologie und Wissen gehen, erfahren mit dem EXIST Gründerstipendium eine finanzielle Unterstützung.
  3. Gründungszuschuss: Auch der Gründungszuschuss bietet sich für die Gründung aus der Arbeitslosigkeit an – er unterstützt die Existenzgründung mit einem monatlichen Zuschuss und einer Pauschale für die Krankenversicherung.
  4. Förderung unternehmerischen Know-hows: Das BAFTA-Programm hilft dabei, über kompetente Beratung Unternehmen aus Schwierigkeiten herauszumanövrieren.
  5. ERP Gründerkredit: Als Kredit bis zu einer Höhe von 100.000 Euro unterstützt der Gründerkredit sowohl die eigentliche Unternehmensgründung als auch die schwierige erste Zeit – immerhin bis zu fünf Jahre nach der Gründung kannst Du mit dem ERP Gründerkredit daher für das Wohlergehen Deines Unternehmens sorgen.

Zum Autor
Toni Großmann ist Inhaber der Unternehmensberatung Starthilfe Beratung und hat sich auf Existenzgründer spezialisiert. Hierbei unterstützt er Gründern bei Finanzierung, Geschäftsidee und deren Umsetzung. Durch seine Erfahrungen in den USA überzeugt Herr Großmann vor allem bei IT-Gründern, welche einen international Fokus haben. Auf seiner Website bietet Großmann auch viele Ratschläge zum Thema Fördermittel.

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