Gastbeitrag 5 Tipps für eine erfolgreiche, digitale Kampagne

HTML5 hat sich als technischer Standard für digitale Werbemittel durchgesetzt. Grundsätzlich gilt: Ein HTML5-Banner sollte nicht aus mehr als zehn Dateien bestehen. Wenn beispielsweise Material erstellt wurde, um Inhalte von externen Servern zu laden, müssen diese zu 100 Prozent sicher sein.
5 Tipps für eine erfolgreiche, digitale Kampagne

Digitale Werbekampagnen – jeder will sie, kaum einer versteht sie. Moderne Adserver und Marktplätze funktionieren nach bestimmten, digitalen Standards. Gerade Startups, die zum ersten Mal eine Kampagne aufsetzen, sind häufig überfordert. Während der Kreativität im Designprozess kaum Grenzen gesetzt sind, gibt es funktionale und technische Anforderungen, die man einhalten muss, damit die Produktion sich nicht unnötig in die Länge zieht.

Oft ist es so: Die neue Werbekampagne steht, die Zielgruppe ist in Sichtweite, die Kreativagentur hat die Banner geliefert Tolle Grafiken, spannende Animationen und sehr ansprechendes Wording. Doch dann der Schreck: Sie werden von den AdExchanges abgelehnt, da sie nicht den geltenden Standards entsprechen. Situationen wie diese sind mehr als ärgerlich. Auf der einen Seite fließt viel Zeit und Geld in ihre Erstellung, auf der anderen Seite führen Beispiele wie diese zu einem E-Mail-Hin und Her, das noch mehr Ressourcen verschlingt. Für ein junges Startup, das eine Digitalkampagne beispielsweise begleitend zu einem Produkt-Launch einsetzt, kann dies das Ende vor dem eigentlichen Start bedeuten.

Wir geben Ihnen fünf Tipps, die beim Erstellen von digitalen Werbemitteln berücksichtigt werden müssen, damit Ihre Digitalkampagne zum Erfolg wird.

1. Halten Sie die Dateigrößen klein

Maximal 150 KB sollte eine Datei groß sein, bevor Sie sie hochladen. Je kleiner die Dateigröße, desto einfacher können sie eingebunden werden, desto schneller ist die Ladezeit, und umso größer ist die Chance auf eine hohe Klickrate. Das IAB Europe empfiehlt sogar eine maximale Dateigröße von 80 KB, aus unserer Erfahrung sind 150 KB aber noch akzeptabel. Achten Sie deshalb ganz genau auf die Dateigröße Ihrer digitalen Werbemittel. Denn oft liegen diese im zweistelligen MB-Bereich, wenn Sie sie aus der Kreativabteilung erhalten.

2. Abrufen externer Inhalte durch SSL-Verschlüsselung

HTML5 hat sich als technischer Standard für digitale Werbemittel durchgesetzt. Grundsätzlich gilt: Ein HTML5-Banner sollte nicht aus mehr als zehn Dateien bestehen. Wenn beispielsweise Material erstellt wurde, um Inhalte von externen Servern zu laden, müssen diese zu 100 Prozent sicher sein. Externe Bibliotheken sollten daher nur auf https-URLs zugreifen und SSL-Verschlüsselungen verwenden. Adserver nehmen in dieser Form externe Anfragen entgegen, so dass Sie auf der sicheren Seite sind.

3. Clicktags richtig integrieren

Täglich stellen wir fest, dass Clicktags nicht richtig in die digitalen Werbemittel integriert wurden. Das ist jedoch unbedingt erforderlich, um sicherzustellen, dass die Verbindung über den Anzeigenserver funktioniert und Interaktionen korrekt gezählt werden.

Die korrekte Integration der Clicktags ist eigentlich ganz einfach, wenn man sich an die gültigen Standards (z.B. IAB Standards) hält. Am besten macht das direkt Ihre Kreativagentur, die diese dann auch testet. So vermeiden Sie unnötige Feedbackschleifen.

4. Integrieren Sie einen Close-Button

Kaum ein Publisher wird Ihre Anzeigenformate ohne einen Close-Button akzeptieren, seien es Sitebars oder Overlays. Denn Nutzer müssen immer die Möglichkeit haben, Werbung zu schließen, wenn sie diese als störend empfinden. Wenn die Anzeigen via HTML5 erstellt werden, sollten Sie den Close-Button idealerweise als Ebene darüber platzieren. Die gute Nachricht ist, dass die meisten Standardformate wie Content-Anzeigen, Skyscraper und Billboards ohne sie auskommen.

5. Haben Sie eine Fallback-Lösung parat

Ab und zu spielt uns die Technik Streiche. Je nachdem, welche Browserversion ein Benutzer hat, werden einige Elemente der Anzeigen möglicherweise nicht korrekt geladen. Wenn dies der Fall ist, sollten Sie eine Fallback-Lösung in Form eines statischen JPGs oder eines dynamischen GIFs haben. Stellen Sie diese Formate zusammen mit dem HTML5-Element zur Verfügung, damit Sie für alle Umstände gerüstet sind. Unabhängig davon sollte Ihre Kreativagentur sämtliches Material auf allen gängigen Browserversionen testen, um Fehlfunktionen von vornherein zu vermeiden.

Fazit: Wenn Sie die Standardvoraussetzungen für HTML5-Banner von Anfang an erfüllen, sparen Sie viel Zeit und Geld sowie lästige Feedbackschleifen mit Ihrer Kreativagentur. Aber auch andere Adserver mit Formaten jenseits von HTML5 haben ihre Standards weiterentwickelt, beispielsweise Adform und Google. Deshalb: Stimmen Sie sich im Vorfeld gut mit Ihrer Kreativagentur ab, um typische Fehler wie fehlende Clicktags oder zu große Dateien zu vermeiden. Damit auch Ihre digitale Kampagne erfolgreich wird.

Zum Autor:
Tom Jelinek ist Managing Director bei adverserve digital advertising services und verantwortet in dieser Position unter anderem das Wachstum und die Internationalisierung des Unternehmens. Jelinek verfügt über jahrelange digitale Erfahrung und fundiertes Wissen im Bereich Online Advertising.

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Foto (oben): Shutterstock