Gastbeitrag 5 Cloud-Speicher im Schatten von Dropbox, Google & Co.

Professionelle Alternativen zu Dropbox oder Azure sind oft kostspielig, bieten Businesskunden aber auch Vorteile. Der Spitzenreiter im Geschäftsbereich ist momentan Dropbox: Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist unschlagbar. Private Anwender sind mit Box etwas besser beraten.
5 Cloud-Speicher im Schatten von Dropbox, Google & Co.

Praktisch für Unternehmen, ein Geschäftsmodell der Zukunft für Anbieter: Immer mehr Cloud-Dienste mit nahezu unbegrenztem Speicherplatz kommen auf den Markt. Diese helfen Unternehmen, dem Druck, immer effizienter und produktiver zu werden, standzuhalten und standortunabhängig auf ihre Daten zuzugreifen – einzige Voraussetzung: funktionierendes Internet. Sind alle Dateien in der Cloud gespeichert, erleichtert das die Zusammenarbeit und spart das Senden zusätzlicher E-Mails. Das garantiert aktuelle Dateien und entlastet den E-Mail-Speicher. Dropbox, Microsoft Azure und weitere finden oft privat Anwendung, mittlerweile stellen aber auch immer mehr Unternehmen auf die Cloud um. Neben den großen Playern wie Dropbox, Google Drive, OneDrive etc., haben sich aber auch kleine, unabhängige Anbieter wie die CrossCloud, Box oder Luckycloud in den letzten Jahren einen Namen gemacht. Hier ein Überblick zu aktuellen Cloud-Speichern, die die Produktivität im Unternehmen begünstigen.

Box
Ein wichtiger Anbieter ist Box, der sich für Privatnutzer ebenso eignet wie für Businesskunden. Im Cloud-Speicher können 10 GB Daten kostenfrei genutzt werden. Businesskunden erhalten pro Nutzer 100 GB Speicherplatz und die Möglichkeit zur gemeinsamen Datenverwaltung. Das Modell ähnelt dem von Microsoft Office 365 und die gespeicherten und bearbeiteten Inhalte können auch in Office 365 übertragen werden. Der Versand von Mitteilungen beim Kommentieren oder Einsehen der Dateien von anderen Nutzern ist eine weitere Funktion des Dienstes. Das Datenschutzrecht entspricht dem amerikanischen, da das Unternehmen in der USA beheimatet ist.
Preis: ab 4 Euro/Monat

CrossCloud
CrossCloud funktioniert anders als die anderen Cloud-Anbieter. Das Start-up aus Österreich verbindet unterschiedliche Dienste, bietet selbst aber keinen Speicherplatz an. Stattdessen ermöglicht es Unternehmen, moderne Cloud-Storage-Lösungen, wie Dropbox oder Google Drive, kontrolliert und sicher zu verwenden und in bestehende Speicherplattformen zu integrieren. Crosscloud erlaubt es dabei Nutzern, Daten zu einem Managementsystem zusammenzuführen, zu synchronisieren und zu teilen. Derzeit befindet sich das Unternehmen noch in der Testphase, eine mobile App ist in Arbeit. Das Start-up unterstützt Cloud-Speicher wie Dropbox, Microsoft OneDrive, Box, iCloud, OwnCloud oder NextCloud.
Preis: 9 Euro/Monat für Unternehmen

Luckycloud
Luckycloud ist ein Cloud-Speicher aus Deutschland, dessen Fokus auf Sicherheit liegt. Der Anbieter eignet sich für Privatpersonen und Unternehmen gleichermaßen und verwendet eine Open-Source-Software. Im Anschluss an eine 14-tägige Testversion gibt es kostenpflichtige Modelle, zwischen denen gewählt werden kann. Besonders ist zudem, dass Luckycloud auf Verschlüsselungsmethoden setzt, die die deutschen Datenschutzgesetze übertreffen und dem Nutzer allein den Schlüssel zu den Daten gibt. Die Speicherpakete starten bei Privatpersonen mit 10 GB, für Unternehmen mit 50 GB. Nach oben hin können Privatpersonen Speicher bis zu 3 TB kaufen, Unternehmen bis zu 5 TB.
Preis: ab 1-5 Euro/Monat

MEGA
Der neuseeländische Cloud-Speicher-Dienst MEGA bietet sehr viel Speicher zu einem günstigen Preis. Großer Vorteil ist der hohe Speicherplatz mit 50 GB, der kostenfrei für Nutzer verfügbar ist. Im Unterschied zu anderen Cloud-Speichern verschlüsselt dieser Anbieter die Daten bereits beim Hochladen mit einem von Nutzern eigens gewählten Passwort. Mit MEGASync können Daten in der MEGA-Cloud direkt ausgetauscht und gespeichert werden. Die Software übernimmt die Synchronisierung der Daten, die sich im MEGA-Ordner auf dem Computer befinden, ganz automatisch.
Preis: ab 8,33 Euro/Monat für 500 GB

MediaFire
Der Hosting-Anbieter MediaFire lockt seine User mit reichlich Speicher. Zugriff erhalten Nutzer per App oder auf dem Desktop. In der Basisversion erhalten Nutzer 10 GB kostenlosen Speicher, für weiteren Speicherplatz muss etwas mehr getan werden, wie das Anwerben von eigenen Kontakten. Das Hochladen ist über die Webseite oder die Computer-Software möglich. Weitere Vorteile sind die einfach zu handhabenden Sharing-Features und die lokale Datensicherung. Mit One-Time-Links können Dateien vom Empfänger auch nur einmalig heruntergeladen werden. Geteilte Dateien oder Verzeichnisse können zusätzlich mit einem Passwort versehen werden. Insgesamt ist der Cloud-Speicher für private Nutzer sowie für Unternehmen gleichermaßen nutzbar. Für Unternehmen werden noch weitere Funktionen, wie detaillierte Statistiken, zur Verfügung gestellt.
Preis: 4,50 Euro/Monat

Die aufgeführten Unternehmen erhöhen die Produktivität und fördern Teamarbeit in Unternehmen. Professionelle Alternativen zu Dropbox oder Azure sind oft kostspieliger, bieten Businesskunden aber auch Vorteile wie Hosting in Deutschland (High Drive Pro oder Office 365) oder eine komplette Arbeitsumgebung. Der Spitzenreiter im Geschäftsbereich ist momentan Dropbox: Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist unschlagbar. Private Anwender sind mit Box etwas besser beraten. Aber auch der Ansatz von CrossCloud bietet interessante, übergreifende Lösungen. Diese müssen ihre Funktionalität allerdings erst noch in der Praxis unter Beweis stellen.

Zum Autor
Torsten Gödicke ist Head of Site Operations & Services des führenden B2B-Marktplatzes „Wer liefert was”.

Kennt Ihr schon unseren #StartupTicker? Der #StartupTicker berichtet tagtäglich blitzschnell über die deutsche Start-up-Szene. Schneller geht nicht!

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Shutterstock