"Eine Glaskugel haben wir nicht" kumkju – Virtuelle Verkaufsflächen für den Handel

"Selbstverständlich glauben wir, wie vermutlich jeder andere Gründer auch, an unseren Erfolg. Eine Glaskugel haben wir jedoch nicht. Aber was wir haben, auf das wir zurückblicken können, sind mehr als 10 Jahre Erfahrung im Retail-Marketing", sagt kumkju-Mitgründer Kay Albusberger.
kumkju – Virtuelle Verkaufsflächen für den Handel

Daniel Wetzel, Kay Albusberger und Norman Albusberger kümmern sich mit kumkju um die “Entwicklung und Vermarktung von interaktiven Produktpräsentationen”. Sie bringen somit die digitale in die Offline-Welt. “Mit unseren beiden Produkten Human Digital Signage und Customer Information Points bieten wir Industrie und Handel erstmals digitale Konsumentenberatungslösungen und virtuelle Verkaufsflächen für eine digitale Produktpräsentation in Form von interaktiven Touchscreen-Terminals an”, sagt Mitgründer Kay Albusberger.

“Eine Glaskugel haben wir nicht”

Im Mini-Interview mit deutsche-startups.de spricht kumkju-Mitgründer Kay Albusberger über Ladengeschäfte, Datenblätter und Marketingaktivitäten.

Welches Problem wollt Ihr mit kumkju lösen?
Unsere Auftraggeber bzw. Kunden, sind Hersteller von Konsumgütern aber auch filialstrukturierte Händler sowie Fachhandels-Häuser zählen wir zu unserer Zielgruppe. Gerade letztere müssen sich Lösungen einfallen lassen, wie sie – aufgrund des E-Commerces – wieder Kunden in die Ladengeschäfte zurückgewinnen. Und hier gibt es durchaus ein zunehmend breites Betätigungsfeld, wenn man sich die bereits vorhandenen aber auch zukünftigen digitalen Möglichkeiten für den stationären Point of Sale ansieht. Die digitale Transformation macht eben nicht vor den Türen des stationären Handels halt. Mit unseren beiden Produkten Human Digital Signage und Customer Information Points bieten wir Industrie und Handel erstmals digitale Konsumentenberatungslösungen und virtuelle Verkaufsflächen für eine digitale Produktpräsentation in Form von interaktiven Touchscreen-Terminals an. Gerade in Filialen, die einen begrenzten Platz zur Produktpräsentation haben, bieten sich unsere digitalen Verkaufsflächen optimal an. Konsumenten können einerseits gezielt Informationen über die Produkte per Touchscreen-Terminal selbständig abfragen, z.B. Produktfotos, Videos, Datenblätter. Andererseits – und das ist gleichzeitig der Innovationspluspunkt, können sich potentielle Käufer direkt per Touch-Click mit einem Produktexperten verbinden lassen. Wenn man also Fragen zu einem Produkt hat, ist es erstmals möglich, seine ganz persönliche Beratung in einem Handelshaus per Knopfdruck zu erhalten. Der Remote Product Expert – Fachberater – hilft ganz gezielt weiter und kann Fragen des Konsumenten direkt am Terminal beantworten.

Jede Woche entstehen dutzende neue Start-ups, warum wird ausgerechnet kumkju ein Erfolg?
Selbstverständlich glauben wir, wie vermutlich jeder andere Gründer auch, an unseren Erfolg. Eine Glaskugel haben wir jedoch nicht. Aber was wir haben, auf das wir zurückblicken können, sind mehr als 10 Jahre Erfahrung im Retail-Marketing. Von 2004 bis 2016 haben wir bereits mit unserer Marketing- und VkF-Agentur viele namhafte Konsumgüter-Hersteller durch Marketingaktivitäten am PoS zum Umsatzwachstum verholfen. Wir kennen unsere Zielgruppe sehr genau, insbesondere was deren Erwartungshaltung betrifft. Wir wissen um die wichtige Beziehung zwischen Hersteller und Handel und kennen die Bedürfnisse sehr genau. Das erfordert auch Erfahrung in der Kommunikation, da oftmals nicht nur unsere direkten Kunden zufriedengestellt werden wollen sondern eben auch die Händler. Nicht zuletzt müssen wir auch an das Marketing in Richtung der Endverbraucher denken. Wir wollen ja schließlich, dass die Konsumenten die neuen Möglichkeiten der Beratung auch nutzen. Genau diese Erfahrung schätzen wir – neben unseren innovativen Services – als hohe Erfolgsfaktoren ein. Wir kennen eben die Branche und sind alles andere als Newbies. Das spiegelt sich auch in unseren Lösungen wieder, die bei der zunehmenden Digitalisierung eben auch am PoS genau zur richtigen Zeit auf den Markt kommen. Darüber hinaus bieten wir vollwertige und vor allem sofort einsatzfähige Lösungen an, was für unsere Kunden eine enorme Vereinfachung darstellt. Unsere Kunden müssen sich beispielsweise während der Zusammenarbeit nicht um Logistik- Reparatur- oder gar Personalthemen kümmern. Wir haben damit echte Mehrwerte für unsere Kunden geschaffen, die es so noch nicht gibt.

Wo steht kumkju in einem Jahr?
Wir werden selbstverständlich an der Weiterentwicklung der interaktiven Terminals arbeiten und die Funktionen erweitern. Einige Ideen hierzu sind bereits in der Pipeline. Auch der eCommerce ist für unser Unternehmen ein spannendes Feld. Hier haben wir bereits eine Lösung, die aber noch nicht offiziell ist. Des Weiteren planen wir eine zügige Internationalisierung. Schon jetzt bieten wir unsere Services neben Deutschland auch in Österreich und der Schweiz an. Unser langfristiges Ziel ist es jedoch weltweit die Nummer1 für digitale Konsumentenberatungslösungen offline und online zu werden. Diesen Platz wollen wir für uns beanspruchen und werden konzentriert an der Umsetzung arbeiten. Ideen haben wir genug – zu viel wollen wir hier aber noch nicht verraten.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.