Multichannel Billbee – eine große-kleine Lösung für kleine Händler

"Insbesondere kleine Unternehmen haben Schwierigkeiten, Handelsprozesse effizient abzubilden. Das fängt an bei der Konsolidierung der Bestellungen aus unterschiedlichen Kanälen, der anschließenden Rechnungsstellung und Zahlungsabwicklung", sagt Billbee-Macher Krause.
Billbee – eine große-kleine Lösung für kleine Händler

Die E-Commerce-Welt ist gerade für kleinere Händler nicht immer einfach. Besonders, wer auf mehreren Plattformen wie amazon, eBay, DaWanda und Co. unterwegs ist, kommt oft gehörig ins Schwitzen. Hier kommt Billbee ins Spiel. Das Multichannel-Tool von Jan Krause, dessen Frau einst als Verkäuferin bei Dawanda unterwegs war, automatisiert die Verkaufsabwicklung bzw. Bestellabwicklung auf mehreren Plattformen. Online-Händler können mit Billbee, das jahrelang als Geheimtipp in Dawanda-Kreisen galt, Aufträge simpeln sammeln und verarbeiten.

Über eine Exportfunktion die Aufträge dann zudem an eine Buchhaltungssoftware übergeben werden. “Das Geschäftsmodell von Billbee ist einfach und ‘cloud-like at it’s best’: Wir berechnen einen minimalen Betrag pro Transaktion – unter 10 Cent pro Transaktion – und haben zusätzlich einen Kosten-Airbag. Dadurch ist das Pricing auf der einen Seite voll auf Skalierung aus, auf der anderen Seite wissen Unternehmen immer, was maximal auf sie zukommt. Daneben wird es noch kostenpflichtige Zusatzmodule oder besondere Support-Level geben”, sagt Billbee-Macher Krause, der sein Tool derzeit mit zwei Werkstudenten vorantreibt.

“Billbee ist die – einzig sinnvolle – Lösung”

Im Mini-Interview mit deutsche-startups.de spricht Billbee-Macher Krause über Komplexität, Auftragsabwicklung und große Unternehmen.

Welches Problem wollen Sie mit Billbee lösen?
Insbesondere kleine Unternehmen haben Schwierigkeiten, Handelsprozesse effizient abzubilden. Das fängt an bei der Konsolidierung der Bestellungen aus unterschiedlichen Kanälen – Ladenlokal, eigener Online-Shop, Marktplätze wie Amazon usw. – der anschließenden Rechnungsstellung und Zahlungsabwicklung. Weiter geht es mit Versand und Nachbereitung. Die am Markt verfügbaren Lösungen sind für diese Art Unternehmen in der Regel überdimensioniert und durch zu hohe Komplexität und hohe Kosten nicht einsetzbar. Billbee bietet als Software as a Service eine Lösung für genau diesen Einsatzzweck, um auch kleineren Multichannel-Händlern eine professionelle Warenwirtschaft und Auftragsabwicklung an die Hand zu geben, die mitwächst.

Jede Woche entstehen dutzende neue Start-ups, warum wird ausgerechnet Billbee ein Erfolg?
Die meisten Startups im Bereich Omni-Channel, Auftracksabwicklung, Warenwirtschaft usw. adressieren große Unternehmen. Das wird dann an verschiedenen Stellen deutlich: Zum einen ist der Aufwand für Einrichtung, Integration und Betrieb der Lösung oftmals sehr kompliziert und kann entweder nur durch eine eigene IT-Abteilung oder externe Dienstleister gestemmt werden. Zum Anderen ist auch das Pricing der meisten Lösungen sehr starr und insbesondere für kleine bzw. noch stark im Wachstum befindliche Unternehmen zu teuer. Billbee adressiert genau dieses Problem, ist extrem einfach einzurichten und zu bedienen und hat ein Preismodell, das sich zu 100 % an der Unternehmensgröße orientiert. Dazu kommt, dass es immer mehr kleine und mittlere Shops gibt, vom privaten DIY-Verkäufer bis hin zum Vegan-Laden um die Ecke. Genau für diese immer stärker werdende Gruppe ist Billbee die – einzig sinnvolle – Lösung der Wahl.

Wo steht Billbee in einem Jahr?
Anfang dieses Jahres bestand Billbee mehr oder weniger aus 1 bis 1,5 Personen. In 2017 wird Billbee nicht nur in Bezug auf die Nutzerzahlen und Umsatz, insbesondere aber auch mit Blick auf die Mannschaft und die Bekanntheit der Lösung, auch in der Startup-Szene, einen deutlichen Sprung gemacht haben. Rein quantitativ rechnen wir momentan mit 50 bis 60 % Wachstum pro Jahr.

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Foto: Notepad with multi channel marketing concept from Shutterstock

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.