"Moderne Alternative" Lillydoo und der große Kampf gegen Marktführer Pampers

"Es ist einfach an der Zeit, dass Konsumenten eine moderne und qualitativ hochwertige Alternative zum Windel-Marktführer geboten wird, die bequem online bestellt werden kann", sagt Lillydoo-Mitgründer Gerald Kullack im Interview mit deutsche-startups.de.
Lillydoo und der große Kampf gegen Marktführer Pampers

Auf den Start von Lillydoo dürften einige in der Szene bereits gewartet haben – wir auf jeden Fall. Zur Erinnerung: Bei Lillydoo, im Baby Care-Markt unterwegs, ist gefühlt die halbe Berliner Business Angel-Elite an Bord. Darunter sind zahlreiche erfolgreiche Gründer mit weitreichender E-Commerce-Erfahrung und zahlreiche Gründer, die einige richtig große Unternehmen aufgebaut haben – siehe “Honest-Klon Lillydoo zieht Angels an wie Motten das Licht“. Die vielen Unterstützer pumpten bereits eine Millionensumme in Lillydoo.

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Zum Start setzt das Frankfurter Start-up, das von Gerald Kullack und Sven Bauer geführt wird, auf Feuchttücher. Ab Februar gibt es zusätzlich Windeln, die dann auch im Abo verkauft werden. Dabei setzt das junge Unternehmen auf sehr flexible Abomodelle, die Nutzer können den Lieferrhythmus selbst definieren. Was schon einmal ein spannender Vorteil gegenüber anderen Abo-Konzepten ist. “Lillydoo ist ein Gegenentwurf zur angestaubten Welt bisheriger Babypflegemarken – eine Lifestylemarke, die den Brückenschlag zwischen Leistungsfähigkeit, nachhaltig orientierter Produktion und ansprechendem Design schafft”, sagt Mitgründer Bauer.

Neben Feuchttüchern und Windeln soll es in naher Zukunft bei Lillydoo auch Hautpflegeprodukte wie Wundcremes und Babyshampoos geben. “Wir bauen mit Lillydoo eine hochwertige Babypflegemarke auf. Deshalb zählen zum Beispiel Windeln.de oder Amazon nicht wirklich zur Konkurrenz, da wir definitiv kein Retailer sind”, ergänzt Mitstreiter Kullack. Somit legen sich die Lillydoo-Gründer direkt mit Pampers an. Sicherlich keine leichte Aufgabe.

“Hautfreundliche Produkte mit Style-Faktor”

Im Mini-Interview mit deutsche-startups.de spricht Lillydoo-Mitgründer Gerald Kullack über coole Prints, die eingestaubte Windel-Branche und glückliche Kunden.

Welches Problem wollen Sie mit Ihrem Start-up lösen?
Wir wollen kein Problem lösen, wir wollen mit Lillydoo das Thema Babypflege für Eltern moderner, hochwertiger, einfacher und fairer machen. Moderner, weil unsere Windeln von außen coole Prints zieren, die man auf unserer Website frei wählen und kombinieren kann. Hochwertiger, weil die Windeln frei von Inhaltsstoffen sind, die Babys Haut nicht mag und wir diese Philosophie auch bei den Feuchttüchern fortführen. Einfacher, weil unsere Kunden mit unserem Monats-Abonnement auf lillydoo.com keine Windeln mehr schleppen müssen, sondern sich diese bequem nach Hause liefern lassen können. Fairer, weil das Abonnement jederzeit pausiert oder gekündigt werden kann und Windeln, die zu klein geworden sind in Größere getauscht werden können.

Jede Woche entstehen Dutzende neue Start-ups, warum wird ausgerechnet Lillydoo ein Erfolg?
Es ist einfach an der Zeit, dass Konsumenten eine moderne und qualitativ hochwertige Alternative zum Windel-Marktführer geboten wird, die bequem online bestellt werden kann. Des Weiteren ist das Business Angel-Netzwerk natürlich eine große Bereicherung. Wir stehen nicht alleine da und freuen uns regelmäßig über die zahlreichen Anregungen und Ideen der Angels, die bereits erfolgreich Unternehmen aufgebaut haben.

Wo steht ihr Start-up in einem Jahr?
Wenige Tage nach Website-Launch ist das eine große Frage, aber natürlich haben wir eine klare Vision: Wir wollen mit unseren Windeldesigns Pep in die eingestaubte Windel-Branche bringen, in der in den letzten Jahren nicht viel passiert ist. Wir wollen eine Marke etablieren, die dem Konsumenten ein Produkt bietet, das frei von Inhaltsstoffen ist, die die Haut nicht mag, dabei aber trotzdem stilvoll und modern ist. Zusammengefasst wollen wir mit Lillydoo viele glückliche Kunden gewinnen, die lange Spaß an unseren hautfreundlichen Produkten mit Style-Faktor haben.

Wie finden Sie Lillydoo?

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.