7 neue Deals Zeotap sammelt 6 Millionen Euro ein (und mehr)

In unserer "Neue Deals"-Rubrik gibt es regelmäßig Investitionsmeldungen und Exits in Kurzform. Heute geht es um Zeotap, Tandemploy, Carjump, odoscope, genua, Geld.de und Here. Zeotap sammelt direkt mal 6 Millionen Euro ein. Die Unternehmerfamilie Schörghuber investiert in Tandemploy.
Zeotap sammelt 6 Millionen Euro ein (und mehr)

Jeden Tag prasseln in das Postfach von deutsche-startups.de unzählige Nachrichten aller Art ein – darunter auch viele Investitionsmeldungen – siehe Deal-Monitor. Leider können wir nicht diese Meldungen in aller Ausführlichkeit weiterverbreiten. In dieser “Neue Deals”-Rubrik gibt es deswegen regelmäßig aktuelle Geldströme in Kurzform.

Zeotap sammelt 6 Millionen Euro ein

Geldsegen: Capnamic Ventures, Iris Capital und Business Angel wie Steffen Roehn (ehemals Deutsche Telekom) investieren 6 Millionen Euro in Zeotap, ein Big-Data-Start-up aus dem Hause HitFox. “Unser Investment wird Zeotaps internationale Expansion fördern. Team und Produkt sind sehr stark und auf dem Weg die führende Datenplattform im Mobile-Advertising-Ökosystem zu werden”, sagt Christian Siegele, Gründer und Geschäftsführer von Capnamic Ventures. Die Zeotap-Technologie ermöglicht es Telekommunikationsanbietern Werbung gezielt an Kundengruppen auszuspielen.

Schörghuber investiert in Tandemploy

Frisches Kapital: Die Münchner Unternehmerfamilie Schörghuber investiert mit ihrer Beteiligungsfrma Blue Lion einen ungenannten Betrag in die Jobsharing-Plattform Tandemploy, die von Anna Kaiser und Jana Tepe gegründet wurde. Tandemploy ist nach eigenen Angaben “die weltweit erste Online-Plattform für Jobsharing”: Über die Plattform “finden Menschen den perfekten Partner zum Teilen eines Jobs und treffen auf Unternehmen, die Jobsharing offen gegenüberstehen”. Tandemploy war zuvor beim Microsoft Accelerator an Bord.

Carjump sammelt sechsstellige Summe ein

Frisches Kapital: Philip Arthur Kerpen, Klaus März, Florian Heinemann (Project A) und Philipp Kreibohm (Home24) investieren einen “hohen sechsstelligen” Betrag in Carjumpsiehe Gründerszene. Henri Kühnert, der ehemalige Chef von SinnerSchrader Mobile, übernahm die 2013 gegründete Carsharing-App Carjump Im Frühjahr dieses Jahres. Mit der App des Start-ups lassen sich die Standorte von Fahrzeugen verschiedener Carsharing-Anbieter konsolidiert in einer App für Android und iOS anzeigen.

EKKUB steigt bei odoscope ein

Investment: Engelhardt, Kaupp, Kiefer Unternehmensbeteiligungen (EKKUB) investiert in das Kölner Start-up odoscope. Das Unternehmen wertet anhand von Operational Intelligence Datenquellen in Echtzeit aus, um etwa Anpassungen von Webseiten automatisch vornehmen zu können. “Für uns ist die EKKUB ein Sparringspartner, der uns mit seiner Expertise regelmäßig zur Verfügung steht und mit seinem unternehmerischen Ansatz partnerschaftlich begleitet”, sagt Gründer Ralph Hünermann.

Bundesdruckerei übernimmt genua

Einkauf: Die Bundesdruckerei übernimmt die Mehrheit am IT-Sicherheitsspezialisten genua mit Sitz in Kirchheim bei München. Das Unternehmen, 1992 gegründet, kümmert sich um die Absicherung von Netzwerken – mit der Zielgruppe Maschinenbauer und Behörden. “Das Portfolio der genua gmbh rundet das Angebot der Bundesdruckerei perfekt ab – die Übernahme ist Teil unserer Strategie als Anbieter kompletter IT-Sicherheitslösungen für Behörden und mittelständische Unternehmen”, sagt Ulrich Hamann von der Bundesdruckerei. Über 200 Mitarbeiter arbeiten in der Zentrale von genua sowie an den weiteren Standorten Berlin, Köln und Stuttgart.

Unister verkauft Geld.de

Verkauf: Das Hamburger Unternehmen HVP Hanse Vertriebspartner, eine Tochter der HanseMerkur-Versicherungsgruppe, kauft Geld.de, das bisher zum Leipziger Interntet-Unternehmen Unister gehörte. “Die circa 30 Mitarbeiter wechseln den Arbeitgeber und behalten ihre Arbeitsplätze in Leipzig und Dresden. Die enge Kooperation mit der UNISTER Group wird fortbestehen”, teilt das Unternehmen mit. Das Kartellamt muss der Transaktion noch zustimmen.

Autohersteller kaufen Kartendienst Here

Großkauf: Die deutschen Autohersteller Audi, BMW und Daimler kaufen vom finnischen Nokia-Konzern den Kartendienst Here (vormals Smart2Go, Ovi Maps und Nokia Maps). Audi, BMW und Daimler übernehmen den Kartendienst jeweils zu gleichen Teilen. Nokia bezifferte den Wert des Deals auf 2,8 Milliarden Euro. In der Historie von Here steckt auch ein Stück Dotcom-Geschichte. Gate5, im Jahre 1999 von Christophe Maire gegründet, wurde 2006 von Nokia übernommen. Später übernahm Nokia noch Navteq, Plazes und Medio Systems.

Im Fokus: Alle Finanzspritzen und Exits in der Internetbranche gibt es in unserem Deal-Monitor

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