Gastbeitrag von Michael C. Schmitt 5 Tipps, wie man den richtigen Content fürs Marketing findet

Egal ob B2C oder B2B: Wer wirkungsvoll kommunizieren will, muss sich von einem Denken verabschieden, das Medien und Formate in den Mittelpunkt stellt. Denn eine durchdachte Kommunikationsstrategie orientiert sich am Adressaten. Gastebeitrag von Michael C. Schmitt.
5 Tipps, wie man den richtigen Content fürs Marketing findet

Für Start-ups kommt es im Marketing darauf an, in kurzer Zeit eine hohe Reichweite zu erzielen, neue Kunden und Partner vom eigenen Angebot zu überzeugen – und die Kosten überschaubar zu halten. Content Marketing ist das Buzzword der Stunde, das genau dies verspricht. Damit es funktioniert, müssen Unternehmen aufhören, vom Kanal her zu denken – und stattdessen Storytelling in den Vordergrund stellen.

Der Begriff „Content Marketing“ spricht eigentlich für sich: Es geht darum, redaktionelle Inhalte ins Zentrum der Strategie zu stellen, die den Adressaten einen echten Mehrwert bringen. Und Marketingverantwortlichen im Gegenzug kostenlose Reichweite sichern. Leser wünschen sich von Unternehmen nützliche Informationen, Hintergrundwissen, aber auch Unterhaltung und Emotionen – eingebettet in gute Stories. Jedoch denken auch heute noch viele Unternehmen in Kanälen. Sie fragen sich als erstes, wo sie anfangen sollten: Auf Facebook? Auf Twitter? Oder doch lieber mit einem Video für Youtube?

Egal ob B2C oder B2B: Wer wirkungsvoll kommunizieren will, muss sich von einem Denken verabschieden, das Medien und Formate in den Mittelpunkt stellt. Denn eine durchdachte Kommunikationsstrategie orientiert sich am Adressaten: Welche Informationen sind wirklich interessant? Daran schließt die Frage an, wie sich diese anschaulich und ansprechend transportieren lassen – und in welchen Medien oder auf welchen Plattformen dies am besten funktioniert.

Wenn sie wertigen redaktionellen Content anbieten wollen, sollten Marketingexperten insbesondere denken an:

1. Ratgeber und Tipps
Wer nutzwertige Infos und gute Tipps zur Verfügung stellt, wird zum Ratgeber für seine Adressaten. Diese kehren zu Plattformen zurück, wo sie sich gut informiert wissen. Am besten eignet sich spezielles „Nischenwissen“ aus der eigenen Branche. So kann etwa ein Start-up aus dem Videobereich regelmäßig Ideen für bessere Drehs vermitteln und sagen, welche Technik es dafür braucht. Wer innovative IT Security anbietet, kann neueste Hinweise zum besseren Schutz von Devices geben.

2. Meinung und Analysen
Wer Märkte fundiert bewertet oder aktuelle Entwicklungen analysiert, wird als Opinion Leader geschätzt. Unternehmen, die sich regelmäßig zu relevanten Themen äußern, stellen auf diese Weise ihr Expertenwissen unter Beweis und signalisieren ihren Kunden, dass diese an der richtigen Adresse sind. Wo immer möglich, sollten Aussagen durch Daten und Fakten untermauert werden. So können eigene Zahlen ausgewertet oder Umfragen durchgeführt werden, die eine exzellente Grundlage für guten Content und interessante Stories bieten.

3. Beispiele und Cases
Referenzen sind ein unschlagbares Argument für die Qualität eigener Leistungen. Am besten überzeugen Start-ups neue Kunden und Partner daher, indem sie von Erfolgen erzählen. Marketingfachleute sollten sich daher auf die Suche nach Beispielen und Cases für den Einsatz eigener Lösungen und Produkte machen – und diese verpackt in spannende Geschichten für die Kommunikation verwenden.

4. Blick hinter die Kulissen

Emotionen bewegen Menschen. Wenn Start-ups einen Blick hinter die Kulissen ermöglichen, stellen sie die eigene Qualität unter Beweis und wecken Neugier bei potenziellen Neukunden. Ob anschauliche Berichte von einer Messeteilnahme oder Hintergrundinfos über die Herstellung von Produkten – mit interessanten Geschichten zu solchen Themen hauchen Unternehmen ihrer Kommunikation Leben ein. Ein positives Bild nach außen kann auch mit interessanten Stories aus dem Arbeitsalltag von Mitarbeitern und Führungskräften gezeichnet werden.

Tipp: Marketingexperten sollten anfangs einen Redaktionsplan für die folgenden Monate erstellen, in den alle interessanten Themen und Kommunikationsanlässe einfließen. Im nächsten Schritt erst steht die Entscheidung an, welche Themen sich für welche Kanäle eignen. Dann ist auch zu entscheiden, welche Formate dafür gewählt werden – und ob sich Texte, Grafiken, Videos oder eine Kombination aus diesen am besten eignen.

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Zur Person
Michael C. Schmitt ist PR-Praktiker durch und durch. Sein Fokus liegt auf Content Marketing für Start-ups, Financial Services, Immobilien und B2B. In rund 10 Jahren externer und interner Unternehmenskommunikation hat er Unternehmen wie die Allianz, Munich Re, Swiss Life, Siemens und Samsung beraten.

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