Gastbeitrag von Stefan Haubold 5 Tipps, wie man ein erfolgreiches Start-up aufbaut

Stefan Haubold, Geschäftsführer von Carmudi, listet in diesen Gastbeitrag fünf Maßnahmen auf, die jedes junge Start-up in Erwägung ziehen sollte um sich von der Masse abzuheben. Darunter: Schau nach vorn - Glaube an deine Idee und Tempo, Tempo - Wenn du es nicht machst, macht es dein Konkurrent.
5 Tipps, wie man ein erfolgreiches Start-up aufbaut

Neun von zehn Start-ups scheitern und sehen es oft nicht einmal kommen. Woran liegt das? An mangelnder Nachfrage, finanziellen Schwierigkeiten oder einfach dem falschen Team? Es gibt einen Haufen Gründe für einen Misserfolg. Statistisch gesehen hat jedoch ein Start-up unter diesen zehn trotz aller Hürden auf dem Weg nach oben Erfolg. Stefan Haubold, Geschäftsführer von Carmudi, einem Online-Neu- und Gebrauchtwagenmarktplatz, listet in diesen Gastbeitrag nun fünf erfolgversprechende Maßnahmen auf, die jedes junge Start-up in Erwägung ziehen sollte um sich von der Masse abzuheben.

Schau nach vorn – Glaube an deine Idee
Das Leben ist einfacher wenn man seiner Leidenschaft folgt. Wenn du ein Unternehmen aufziehst, muss eine persönliche Hingabe da sein und auch der Drang etwas zu verändern. Wozu machst du es sonst? Meine Idee war im Grunde einfach: Ich wollte einen Online-Marktplatz für Gebraucht- und Neuwagen schaffen. Das mag erst einmal nicht sonderlich revolutionär klingen, doch der ungeheurer Aufwand, Zeitungsanzeigen nach Autos oder Motorrädern zu durchsuchen oder einen Haufen Autohäuser abzulaufen auf der Suche nach DEM perfekten Wagen war mir besonders in den Entwicklungs- und Schwellenländern aufgefallen. Da das Einkommen der Menschen wächst und unser aller Alltag immer hektischer zu werden scheint, wollen wir einfach nicht mehr Tage oder Wochen damit verbringen, nach einem Auto zu suchen. Es musste eine Webseite her, die Verkäufer und Käufer per Mausklick zusammen bringt und diesen Prozess beschleunigt!

Tempo, Tempo – Wenn du es nicht machst, macht es dein Konkurrent
Meine Mitarbeiter sind ergebnisorientiert und haben die Schaffenskraft sozusagen in der DNA – danach habe ich sie ausgewählt. Es geht darum, schneller zu handeln als deine Konkurrenten und Ideen unverzüglich umzusetzen. Dinge aufzuschieben ist eine Sünde in der Welt der Start-Ups! Jedoch kann Schnelligkeit nicht ohne kompetente Mitarbeiter erlangt werden. Von denen habe ich aber glücklicherweise einige unter einem Dach versammelt. Dazu kommt ein Haufen an Autoexperten, die das nötige Fachwissen mitbringen. Eine neue Idee wird von uns immer in einem Markt getestet und wenn sie sich als erfolgreich erweist, in anderen repliziert.

Berlin-Fieber – Mehr Arbeit, wenig Ressourcen
Als das ‘Silicon Valley Europas’ angepriesen, erweist sich Berlin als Stadt vollen unternehmerischen Geistes. Inmitten des jungen, innovativen Flairs habe ich mein Start-up im Oktober 2013 mithilfe einiger weniger Ressourcen gegründet. Es gab ein einziges Telefon, erratischen Internetanschluss, geteilte Schreibtische und eine Kakophonie von Hintergrundgeräuschen während das Team versucht hat, innovative Lösungen für unsere Nutzer zu finden. Eine der wichtigsten Lektion für einen Unternehmer aber auch gleichzeitig eine Herausforderung: Mehr Arbeit mit wenig Ressourcen. Im Juli diesen Jahres sind wir in ein großzügiges, loft-artiges Büro gezogen. Eine typische ‘Berlin’ Location eben, wo die Räume genauso offen sind, wie die vielen Ideen die hier durch die Köpfe schweben. Die Berliner Gründerszene boomt und ich bin stolz, ein Teil davon zu sein.

Finanz-Management – Förderung ist nur eine Seite der Medaille
Ein erfolgreiches Start-up muss seine Finanzen effizient verwalten und anfangs in der Lage sein, mit magerem Budget zu arbeiten. Eine Förderung in Höhe von 10 Millionen USD war für uns gut, um die geplante Expansion voranzubringen. Kapital an sich ist jedoch nur eine Seite der Medaille, zu wissen, wie man es richtig einsetzt, die andere. Eine erfolgreiche Firma, hängt schlussendlich von der richtigen Verwaltung der zur Verfügung stehenden Gelder ab. Ein einziger Ausrutscher kann ein Start-up in der Versenkung verschwinden lassen. Zeitmanagement ist ebenfalls essenziell.

Strebe nach mehr – Gib dich nie mit Platz 2 zufrieden
Sprich klar über deine Ziele und gib deinem Team genügend Motivation diese auch zu erreichen. Wir befürworten einen sehr praxisnahen und ergebnisorientierten Ansatz. Das ist auch der Grund, warum wir es geschafft haben, in solch kurzer Zeit Marktführer mit einem eindeutigen ersten Platz in Bangladesch, Myanmar und den Philippinen zu werden. Sich mit Mittelmäßigkeit zufrieden zu geben ist nie eine gute Idee! Strebe stets nach Exzellenz; das ist mein Erfolgsmantra!

Also fang an, mache Fehler und lerne schnell!

Zur Person
Stefan Haubold war nach Abschluss seines Doppelstudiums der BWL und Philosophie zunächst als Persönlicher Referent für Roland Berger tätig bevor er mehrere Jahre als Berater für Roland Berger im Bereich Restructuring & Corporate Finance unterwegs war. 2012 gründete er erfolgreich ein E-Commerce Unternehmen im Tierfutter-Segment bevor ihn Rocket Internet 2014 für sein internationales Classifieds-Geschäft gewann. Heute ist er Gründer und Geschäftsführer von Carmudi, eines Online-Neu- und Gebrauchtwagenmarktplatzes, mit einer Präsenz in knapp 20 Ländern und 500 Mitarbeitern weltweit.

Foto: five rockets of different colors flying in the air from Shutterstock



  1. Anonym

    Eine ziemlich dreiste Lüge, zu behaupten, dass Stefan Carmudi “gegründet” hat: “Inmitten des jungen, innovativen Flairs habe ich mein Start-up im Oktober 2013 mithilfe einiger weniger Ressourcen gegründet. Es gab ein einziges Telefon, erratischen Internetanschluss, geteilte Schreibtische und eine Kakophonie von Hintergrundgeräuschen während das Team versucht hat, innovative Lösungen für unsere Nutzer zu finden.”

    Wie weiter unten dann richtig vermerkt ist, kam er erst 2014 hinzu und hat sich ins gemachte Nest gesetzt – es gab schon über 50 FTEs. Peinlich, solche Aussagen zu publizieren…



    • Daniel

      Ein weiterer Beweis, dass die (Berliner) Startup-Szene voller Schaumschläger ist.

      Die Behauptung, dass Berlin “voller Unternehmerischer Geist” ist, ist schlichtweg gelogen. Über den Länderfinanzausgleich fließt viel Geld anderer wirtschaftstärkerer Standorte in diese übersubventionierte Stadt!



  2. Peter

    Sehe ich auch so wie mein Vor-Kommentator. Einfach nur lächerlich.

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