Dorna Hekmat von i-frontdesk “Unsere Chancen stehen sehr gut, unser Konzept zu beweisen”

i-frontdesk bietet Touristen Lösungen an, ihre Extrawünsche über ein Tablet auf dem eigenen Zimmer zu ordern. Im Gründer-Kurzinterview mit deutsche Start-ups spricht Gründerin Dorna Hekmat über die Vorteile für die Hotellerie, die lokale Ausrichtung der Konkurrenz sowie über die Planung des Break-Even.
“Unsere Chancen stehen sehr gut, unser Konzept zu beweisen”

Touristen im Hotel erhoffen sich vom Concierge in der Lobby Beratung und Unterstützung in der Planung ihres Aufenthaltes. Die Urlauber waren angewiesen auf die Ortskenntnis und Hilfsbereitschaft des Servicepersonals. Doch mittlerweile wird dieses durch das Angebot des Münchener Start-ups i-frontdesk abgelöst. Es bietet Touristen Lösungen an, ihre Extrawünsche über ein Tablet auf dem eigenen Zimmer zu ordern. Im Gründer-Kurzinterview mit deutsche Start-ups spricht Gründerin Dorna Hekmat über die Vorteile für die Hotellerie, die lokale Ausrichtung der Konkurrenz sowie über die Planung des Break-Even.

Welche Idee steckt hinter Ihrem Start-up?
Unsere Lösung ermöglicht Hotelgästen in ihrer Muttersprache alle internen und externen Serviceleistungen per Tablet direkt vom Zimmer aus zu buchen. i-frontdesk beinhaltet ein eigenes CRM und CMS und ist Cross-Platform (iOS, Android, Windows8). Die Hotels können damit Prozesse optimieren, Geld sparen und vor allem durch Push-Notifications Up-selling betreiben.

Wie sehr bzw. in welchen Punkten hat sich ihr Konzept von der ersten Idee bis zur Gründung verändert?
kaum

Wer sind Ihre Mitbewerber und wie grenzen Sie sich von ihnen ab?
Unsere Mitbewerber sind Intelity in USA und Iris in GB. Dies ist ein sehr lokales Geschäft und daher stehen unsere Chancen sehr gut von den deutschsprachigen Ländern ausgehend weiterhin unser Konzept zu beweisen.

Was ist der entscheidendste Faktor, damit Ihr Start-up den Durchbruch schafft?
Hoteliers vom Investment in diese neue Technologie zu überzeugen und noch schneller zu entwickeln.

Wie wollen Sie Geld verdienen und wann schreiben sie schwarze Zahlen?
Für die Partner-Hotels entstehen einmalige Set-up-Kosten, abhängig von der bereits vorhandenen IT-Infrastruktur und der Anzahl der Zimmer. Außerdem fällte eine monatliche Lizenzgebühr pro Tablet an. Wir planen Ende des Jahres den operativen Break-Even.

Welche Märkte wollen Sie mittel- und langfristig erobern?
Wir denken global: Zuerst 5 Sterne und Boutique Hotels in Europa. Bald weltweit.

Welche Meilensteine wollen Sie in den kommenden zwölf Monaten auf jeden Fall erreichen?
Durchhalten, Weiterentwickeln und dazu beitragen, die Hotellerie zu modernisieren. Wir sind mit einigen sehr aufgeschlossenen und zeitgemäß denkenden Hoteliers im Dialog und freuen uns auf viele weitere Hotelpartner, die bereit sind diesen Schritt mit uns zu gehen.

Im Fokus: Weitere Interviews mit jungen Gründern gibt es im Special Gründerinterviews

Zur Person:
Dorna Hekmat absolvierte zunächste eine Ausbildung zur Hotelfachfrau im Vier Jahreszeiten München. Es folgte die Hotelfachschule Heidelberg, wo sie ihren Abschluss als Hotelbetriebswirtin machte. Sie vertiefte ihr Wissen im Bereich Marketing und PR bei einer mehrjährigen Tätigkeit in einer Werbeagentur und später im Conde Nast Verlag (AD, GQ). Fünf Jahre leitete sie dann das Hotel Cortiina in München, bevor sie 2012 CEO und Mitgründerin von i-frontdesk wurde.

Christina Cassala, Redakteurin bei deutsche-startups.de, war schon zu ihren besten Uni- Zeiten in den 90er Jahren journalistisch tätig. Gleich nach dem Volontariat arbeitete sie bei einem Branchenfachverlag in Hamburg, ehe sie 2007 zu deutsche-startups.de stieß und seither die Entwicklungen der Start-up Szene in Deutschland mit großer Neugierde beobachtet.