“Egal, was die Leserin über Eva Longoria wissen möchte, sie findet es bei uns” – Richard Ruben von starify

Die vielen Modezeitschriften, Blogger und Boulevard-Sendungen zeigen: Hollywoodstars sehen immer perfekt aus, egal ob beim Shoppen, im Gym oder im Nagelstudio. “Get the look”, aber bezahlbar!, heißt daher die Devise des in Berlin […]
“Egal, was die Leserin über Eva Longoria wissen möchte, sie findet es bei uns” – Richard Ruben von starify

Die vielen Modezeitschriften, Blogger und Boulevard-Sendungen zeigen: Hollywoodstars sehen immer perfekt aus, egal ob beim Shoppen, im Gym oder im Nagelstudio. “Get the look”, aber bezahlbar!, heißt daher die Devise des in Berlin gegründeten Start-ups starify (www.starify.de) um Richard Ruben. Ein bisschen Star sein wollen doch schließlich alle. Im Gründer-Kurzinterview mit deutsche-startups.de sprach Gründer Richard Ruben über echte Mode-Tipps und Frustration in der Zielgruppe.

Welche Idee steckt hinter Ihrem Start-up?
Starify bringt den Lifestyle der Schönen und Reichen zu jedem nach Hause. Einen Tag nachdem die Abendrobe von Heidi Klum in Hollywood oder die Sonnenbrille von Prinzessin Kate in London gesichtet wurde, bietet Starify diese direkt zum Nachshoppen an.
Wir bringen Content und Commerce zusammen, indem wir für unsere Nutzer eine Welt schaffen, in der sie Inspiration und ein Shoppingerlebnis in einem der spannendsten Bereiche überhaupt finden.

Wie sehr bzw. in welchen Punkten hat sich ihr Konzept von der ersten Idee bis zur Gründung verändert?
Der Grat zwischen einem Content-Portal und einer Shopping-Seite ist bei uns ein sehr schmaler und hat sich seit dem Start sicherlich leicht verschoben. Wir haben Starify weiter geöffnet und auch ohne Login zugänglich gemacht, dafür jedoch auf einige Community-Elemente verzichtet.
Die größte Neuigkeit der letzten Monate ist jedoch, dass wir in das StartupBootcamp Programm in Kopenhagen aufgenommen wurden. Seit 1 Woche sind wir nun in Europas größtem Accelerator und bereits jetzt ist klar: In den kommenden 3-6 Monaten wird sich einiges für uns und für unsere Nutzer ändern.

Wer sind Ihre Mitbewerber und wie grenzen Sie sich von ihnen ab?
In den USA ist dieser Markt durch viele kleine Blogger segmentiert. Diese versuchen allerdings nicht, ihren Content mit Produkteinbindungen attraktiver zu machen, sondern nur einen weiteren Monetarisierungsweg zu finden. Dort liegt auch das Problem: Die Produkte dürfen sich für den Nutzer nicht einfach nur wie ein anderer Marketingkanal anfühlen, sondern wie echte, wertvolle Tipps, die einen Mehrwert schaffen.
Zusätzlich haben wir durch unser schlankes und effizientes Back-End sehr schnelle Prozesse und können ein Outfit binnen weniger Minuten heraussuchen und anbieten.

Einige Anbieter gehen den Weg über einen Algorithmus, der automatisch durch eine Bilderkennungssoftware die Produkte erkennt.
Der Frustrationspunkt bei ungenauer Produktzuordnung liegt bei unserer Zielgruppe sehr niedrig und diese nötige Genauigkeit liefert kein Algorithmus, sondern nur Starify!

Was ist der entscheidendste Faktor, damit Ihr Start-up den Durchbruch schafft?
Wenn der Punkt erreicht wird, an dem der Nutzer sich in einem echten Celebrity-Universum bewegt, ist Starify am Ziel. Egal, was die Leserin über Eva Longoria oder Jennifer Aniston wissen möchte, er findet es bei uns. Egal in welcher Sendung sie ein schönes Kleid gesehen hat oder in welchem Film der Lieblingsstar etwas Inspirierendes getragen hat, bei uns wird sie es finden und direkt nachkaufen können.

Wie wollen Sie Geld verdienen und wann schreiben sie schwarze Zahlen?
Der Monetarisierungsweg ist relativ klar: wir monetarisieren derzeit über eine Provision unserer Shop-Partner, wodurch unsere Kostenstruktur sehr schlank ist. Da man im Publishing-Bereich erstmal eine gewisse Größe erreichen möchte, ist der Break-Even sicherlich noch mindestens 1 Jahr entfernt. Erste Umsätze zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Welche Märkte wollen Sie mittel- und langfristig erobern?
Das Schöne an unserer Plattform ist, dass es sich sehr leicht in andere Sprachen und Länder übertragen lässt. Die Expansion auf den englisch-sprachigen Markt ist noch in den nächsten Monaten geplant. Danach werden Russland und Brasilien interessant. Irgendwann werden wir aber natürlich auch den Style des Stammeshäuptlings im Süd-Sudan anbieten.

Welche Meilensteine wollen Sie in den kommenden zwölf Monaten auf jeden Fall erreichen?
Eine Vielzahl neuer Funktionen wird den Nutzern zur Verfügung stehen, um an der Gestaltung der Seite aktiv mitzuwirken. Die englische Version wird live gehen, genau wie eine Mobile App. Außerdem wird es wesentlich mehr Content geben und das Team wird mit weiteren Experten, Bloggern und einem CTO erweitert.

Im Fokus: Weitere Interviews mit jungen Gründern gibt es im Special Gründerinterviews

Zur Person:
Richard Ruben studierte an der Universität Viadrina und in Mexiso International Business Adminstration und war prallel als Redaktionsstudent bei Bild Online tätig und im Bereich Content Erfahrung sammelte. Direkt nach Abschluss im vergangenen Jahr gründete er gemeinsam mit Enrico Bernardo starify.

Christina Cassala, Redakteurin bei deutsche-startups.de, war schon zu ihren besten Uni- Zeiten in den 90er Jahren journalistisch tätig. Gleich nach dem Volontariat arbeitete sie bei einem Branchenfachverlag in Hamburg, ehe sie 2007 zu deutsche-startups.de stieß und seither die Entwicklungen der Start-up Szene in Deutschland mit großer Neugierde beobachtet.



  1. Petra Panther

    @Richard Ruben: mich würde mal interessieren, wo ihr die Bildrecht einkauft und was die so im Schnitt kosten..



  2. Petra Panther


  3. Toto

    würde mich nicht wundern, wenn die nciht einmal eingekauft sind..

  4. Hallo Petra Panther,
    unsere Bilder sind natürlich alle lizenziert. Es gibt jede Menge Anbieter, wir arbeiten unter anderem mit WENN und BestImage zusammen.
    Die Preise variieren je nach Nachfrage und Stückzahl.



  5. Petra Panther

    @Richard Ruben:

    Erstmal vielen Dank für die Antwort, ich schätze die offene Kommunikation.

    Ich habe jedoch Zweifel, ob ihr überhaupt die richtigen Bildlizenzen lizensiert. Man müsste schon beide Augen zudrücken, wenn jemand behauptet, dass das noch ein redaktionelles Format ist. Das kann man nicht mit der Seite in der Frauenzeitschrift vergleichen. Insofern würde ich sagen, dass ihr eher eine kommerzielle Lizenz keine Editorial Lizenz braucht, weil ihr die Bilder in einem direkten Shopumfeld gebraucht. Und zweitens denke ich, dass ihr Probleme mit den Stars bekommen könntet, weil ihr ohne deren Einverständnis Werbung mit ihnen macht. In den USA mag sowas vielleicht noch gedeckt sein, in Deutschland haben wir ein deutlich schärferes Persönlichkeitsrecht für Promis, das auch Promis aus dem Ausland in Anspruch nehmen könnten. Ergo: Das ist ein großes Risiko für ein Invest in Euch, wenn ihr mal größer werden solltet. Weil die Stars nicht mit ner Forderung von 10.000 kommen, da wird dann gleich mal ein zweistelliger Millionenbetrag in den Raum geworfen. Und das für einen Fall.



  6. Petra Panther

    @Richard Ruben: Nochmal eine Frage: warum führst Du hier alte Referenzen an?

    Die Zusammenarbeit mit Bestimage.fr hat nach deren Aussage vor 2 Monaten gestoppt

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