“Manche Dinge plant man nicht, sie geschehen einfach” – Lothar Hartinger von Haardünger

Zuweilen auch Frauen, aber vornehmlich Männer leider unter dem lästigen Schwund des Haares auf dem Haupt. Die Drogerien sind voll mit Heil bringenden Tinkturen und Shampoos, um Geheimratsecken zu minimieren. Aus der Schweiz […]
“Manche Dinge plant man nicht, sie geschehen einfach” – Lothar Hartinger von Haardünger

Zuweilen auch Frauen, aber vornehmlich Männer leider unter dem lästigen Schwund des Haares auf dem Haupt. Die Drogerien sind voll mit Heil bringenden Tinkturen und Shampoos, um Geheimratsecken zu minimieren. Aus der Schweiz kommt nun ein Mittel, Haardünger (www.haarduenger.de) genannt, das dem deutschen Mann hierzulande die Sorgen nehmen will. Im Gründer-Kurzinterview mit deutsche-startups.de sprach Gründer Lothar Hartinger über Vertriebsstrategien und über Haarwurzeln.

Welche Geschichte und Idee steckt hinter Ihrem Start-up?
Seit 1989 baute ich mehrere Unternehmen als Inhaber und Geschäftsführer auf. Diese Unternehmen sind bis heute in verschiedenen Branchen, aber stets im Verkauf tätig. Mittlerweile gehören Internet und speziell das Internetmarketing untrennbar zum Vertrieb dazu. Diese Erkenntnis, all die gesammelten Erfahrungen sowie die zahlreichen Möglichkeiten des Internets sollten nun in einem neuen Unternehmen zusammenfließen. Mein Ziel war ein Start-up, das in allen Bereichen ehrliche und partnerschaftliche Beziehungen nicht nur zu seinen Kunden, sondern auch zu seinen Mitarbeitern führt. Im Mittelpunkt stehen dabei Produkte, die man mit Freude verkauft!

Inzwischen sind wir auf einem guten Weg. In einem begeisterungsfähigen siebenköpfigen Team arbeiten wir eng zusammen. Erfahrungen, Meinungen und Ideen werden offen diskutiert und weiterentwickelt.
Anders als viele andere Start-ups setzen wir dabei den wirtschaftlichen Erfolg nicht über alles. Es geht uns um eine gesunde Balance aus Beruf und Privatleben. Nur wenn beides zur Zufriedenheit läuft, sind wir auf Dauer erfolgreich und glücklich.

Wie sehr bzw. in welchen Punkten hat sich ihr Konzept von der ersten Idee bis zur Gründung verändert?
Mit der Idee und dem Konzept der Bonafair AG sind wir uns treu geblieben. Wir verkaufen via Internet – fair, partnerschaftlich und erfolgreich. Bei der Suche nach dem optimalen Produkt für diese Vertriebsstrategie halfen uns allerdings das Glück und der Zufall. Während eines unerwarteten Treffens mit dem Produktentwickler von Haardünger stellte sich heraus, dass er auf der Suche nach einem kompetenten Vertriebs- und Marketingpartner war. Das passte. Manche Dinge plant man nicht, sie geschehen einfach.

Wer sind Ihre Mitbewerber und wie grenzen Sie sich von ihnen ab?
Inzwischen gibt es in unserem Markt eine Vielzahl von Mitbewerbern und Produkten. Die Bekämpfung von Haarausfall ist mittlerweile nicht nur für Männer ein Thema. Viele der angebotenen Produkte erzielen allerdings keine oder nur geringe Erfolge. So zahlreich wie die verwendeten Wirkstoffe sind zumeist auch die verfolgten Vertriebs- und Werbestrategien.

Unser Haardünger basiert auf neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, unterstützt von einem klaren Vertrieb via Internet und durch erfahrene Friseure. Wir setzen nicht auf aggressive Werbung. Wir vertrauen auf unser Produkt, dessen großartige Anwendungserfolge und einen bislang weltweit einzigartigen Wirkstoffkomplex, die bioaktive Sterole. Diese entfalten ihre Wirkung gezielt in den Haar¬wurzeln. Hier stellen sie die Balance der männlichen und weiblichen Botenstoffe in den Haarfollikeln, und damit das natürliche Haarwachstum, wieder her. Dank dieses zum Patent angemeldeten Wirkstoffstoffkomplexes ist Haardünger momentan einzigartig am Markt.

Was ist der entscheidendste Faktor, damit Ihr Start-up den Durchbruch schafft?
An erster Stelle steht klar der Kundennutzen, das heißt: Die Wirksamkeit unseres Haarproduktes – Haardünger bei erblich bedingtem Haarausfall. Sprechen sich diese Wirksamkeit sowie die erzielten Forschungsergebnisse erst herum, greifen selbst skeptische Betroffene zu und bilden sich ein eigenes Urteil. Täglich über mindesten 3 bis 6 Monate konsequent angewendet, werden die Ergebnisse sichtbar und das Vertrauen ist gewonnen.

An zweiter Stelle kommt das Internetmarketing. Wir haben uns für den klaren Vertriebsweg über unseren Webshop und erfahrene Friseure entschieden. Je gezielter wir die von erblich bedingtem Haarausfall betroffenen Männer über die Wirksamkeit und einfache Anwendung von Haardünger informieren, desto schneller steigen Verkaufs- und Kundenzahlen.
Wir müssen uns zum Glück nur um den zweiten Erfolgsfaktor unseres Start-ups kümmern, das Internetmarketing. Der erste Faktor wurde uns bereits durch die Forscher und Entwickler von Haardünger in den Schoss gelegt.

Wie wollen Sie Geld verdienen und wann schreiben sie schwarze Zahlen?
Wir sind überzeugt, dass Haardünger den erblich bedingten Haarausfall von Männern wirkungsvoll bekämpft. Jeder Mann, der Haardünger erfolgreich anwendet, wird zu einem Botschafter unseres Produktes. Wenn wir es schaffen, diese positive Lawine ins Rollen zu bringen, dann ist der Erfolg von Haardünger greifbar nah. Da erblich bedingter Haarausfall nur durch die tägliche Anwendung von Haardünger erfolgreich bekämpft werden kann, haben wir die Preispakete entsprechend ausgerichtet. Unsere Kunden kostet die monatliche Anwendung nicht mehr als ein Restaurantbesuch. Alle Bestellungen werden zudem kostenfrei nach Deutschland, Österreich und die Schweiz verschickt. Steigt die Zahl der zufriedenen und überzeugten Kunden unverändert an, schreiben wir bereits im kommenden Jahr, also 2014, schwarze Zahlen.

Welche Märkte wollen Sie mittel- und langfristig erobern?
Am Anfang steht der deutschsprachige Raum, also Deutschland, Österreich und die Schweiz. In diesem Vermarktungsgebiet bauen wir alle notwendigen Marketing- und Logistik-Bereiche aus und optimieren sie.
Die Kunden erhalten ihre Produkte damit diskret, zuverlässig, schnell und kostengünstig. Bereits vier Wochen nach unserem Markteintritt verzeichnen wir auf unserer Website Besucher aus zahlreichen Ländern und von allen Kontinenten. Selbst konkrete Anfragen nach Liefermöglichkeiten ins europäische und internationale Ausland liegen uns bereits vor.

Das stimmt uns optimistisch, mit Haardünger ein Produkt auf den Markt gebracht zu haben, das sich eines großen Interesses und einer steigenden Nachfrage erfreut.
Wir planen mittelfristig, d.h. bis Ende 2014, weitere Länder in Europa, Asien, Nord- und Südamerika für den Vertrieb von Haardünger zu erschließen. Die Reihenfolge des Markteintrittes bestimmen wir durch die konkrete Nachfrage aus den jeweiligen Ländern. In diesem Zuge suchen wir nach erfahrenen Vertriebspartnern, die die lokalen Märkte kennen.

Welche Meilensteine wollen Sie in den kommenden zwölf Monaten auf jeden Fall erreichen?

Wir sind im Juli 2013 mit dem Internetauftritt (www.haarduenger.de) gestartet. Dabei wurden selbst unsere kühnsten Erwartungen ab dem ersten Tag weit übertroffen. Sowohl die positiven Kundenreaktionen, als auch die täglich steigende Anzahl von „Gefällt mir“-Klicks auf Facebook begeistert uns.Wir wollen bis Ende 2013 mindesten 5.000 neue Kunden für Haardünger in Deutschland, Österreich und der Schweiz gewinnen.
Für die erste Jahreshälfte 2014 gehen wir von einem Wachstum von weiteren 20.000 Kunden aus. Bis Mitte nächsten Jahres soll somit eine aktive Basis von 25.000 Kunden stehen.

Inzwischen erreichen uns auch zunehmend Nachfragen nach einem Haarprodukt für Frauen. Mit unseren Forschern und Entwicklern sind wir an diesem Thema dran. Aktuell laufen Gespräche über die Vermarktung eines bereits entwickelten Haarproduktes für Frauen. Sollten die Tests ähnlich überzeugend verlaufen wie bei Haardünger, sind wir optimistisch im ersten Quartal 2014 den Vertrieb beginnen zu können.

Im Fokus: Weitere Interviews mit jungen Gründern gibt es im Special Gründerinterviews

Zur Person:
Lothar Hartiner ist studierter Wirtschaftsinformatiker und arbeitete zunächst im IT-Bereich in Firmen, ehe er sich 1990 erstmalig selbständig machte und sich seitdem dem Direktmarketing verschrieben hat. 2011 zog Hartinger in die Schweiz und gründete die Bonafair GmbH, unter deren Dach der Vertrieb Haardünger läuft.

Christina Cassala, Redakteurin bei deutsche-startups.de, war schon zu ihren besten Uni- Zeiten in den 90er Jahren journalistisch tätig. Gleich nach dem Volontariat arbeitete sie bei einem Branchenfachverlag in Hamburg, ehe sie 2007 zu deutsche-startups.de stieß und seither die Entwicklungen der Start-up Szene in Deutschland mit großer Neugierde beobachtet.