“Unser Vorteil liegt darin, daß wir schnell lokal erreichbar sind” – Patrick Kollmann von AddApptr

Manchmal entstehen die besten Dinge aus der eigenen Not heraus. So war das auch bei AddApptr (www.addapptr.com. Als ein passendes Tool nicht auf dem Markt zu sein schien, entschied sich das Team zur […]
“Unser Vorteil liegt darin, daß wir schnell lokal erreichbar sind” – Patrick Kollmann von AddApptr

Manchmal entstehen die besten Dinge aus der eigenen Not heraus. So war das auch bei AddApptr (www.addapptr.com. Als ein passendes Tool nicht auf dem Markt zu sein schien, entschied sich das Team zur Eigenentwicklung. AddApptr bündelt das Werbe-Inventar von vielen Ad Networks. Im Gründer-Kurzinterview mit deutsche-startups.de spricht Patrick Kollmann über die weltweite Auslieferung von Werbung und die nächsten großen Schritte.

Welche Idee steckt hinter Ihrem Start-up?
AddApptr optimiert Werbeumsätze in Apps. Dies erreichen wir, in dem wir mit einer großen Anzahl von AdNetworks zusammenarbeiten und die jeweils bestzahlenden Anbieter und Kampagnen anzeigen. Desweiteren liefern wir App-Entwicklern und Publishern ein übersichtliches Dashboard, das einen Überblick über alle AdNetworks und App-Performance Daten zeigt.

Wie sehr bzw. in welchen Punkten hat sich ihr Konzept von der ersten Idee bis zur Gründung verändert?
Sehr wenig. Natürlich gibt es immer Anpassungen, aber das Grundkonzept ist unverändert. Bei der Gründung von AddApptr ging es aber auch weniger um eine „Idee“. Wir hatten das Problem, unsere eigenen Apps mit Werbung zu monetarisieren und auf dem Markt gab es keine optimale Lösung. Dann haben wir uns einen Prototypen gebaut, daraus ist dann schließlich AddApptr entstanden.

Wer sind Ihre Mitbewerber und wie grenzen Sie sich von ihnen ab?
Ein Wettbewerber ist z.B. MoPub aus den USA. Für deutsche und europäische App-Entwickler liegt der Vorteil natürlich darin, daß wir schnell lokal erreichbar sind und auch mit kleineren lokalen AdNetworks zusammenarbeiten. Desweiteren bleibt bei den meisten Wettbewerben das eigentliche Optimieren der Werbeumsätze dem Entwickler selbst überlassen. Hier liefert AddApptr eine optimierte Grundeinstellung. Der App-Entwickler muss nur aktiv werden, wenn er individuelle Einstellungen vornehmen will.

Was ist der entscheidendste Faktor, damit Ihr Start-up den Durchbruch schafft?
Für uns ist der wichtigste Faktor das Produkt, d.h AddApptr muss technisch funktionieren und wir müssen für unsere Kunden, die App-Entwickler, gute Resultate erzielen. Wir glauben, daß wir den Durchbruch schon geschafft haben: AddApptr vermittelt monatlich schon einige hundert Millionen AdImpressions in Apps, wir machen gute Umsätze und haben schon viele Partner, die AddApptr benutzen.

Wie wollen Sie Geld verdienen und wann schreiben sie schwarze Zahlen?
AddApptr nimmt einen 15% Revenue Share der vermittelten Advertising-Umsätze. Breakeven erwarten wir in 2014, zur Zeit liegen wir deutlich über Plan.

Welche Märkte wollen Sie mittel- und langfristig erobern?
Unser Kernmarkt ist Deutschland. Wir werden aber bald erste Schritte in den anderen großen europäischen Märkten machen. Unser Produkt ist schon jetzt international, wir liefern weltweit Werbung aus, nur 30-40% der Werbeumsätze finden in Deutschland statt.

Welche Meilensteine wollen Sie in den kommenden zwölf Monaten auf jeden Fall erreichen?
Bisher war die AddApptr-Lösung nur für iOS erhältlich. In den nächsten Wochen launchen wir auch auf Android. Das ist für uns ein Riesenschritt und wird unser Produkt noch attraktiver machen. Die meisten unserer Partner haben ihre Apps sowohl auf iOS als auch auf Android live, da macht eine Lösung für beide Plattformen viel Sinn. Längerfristig werden wir uns auch mit Themen wie Realtime Bidding befasssen.

Im Fokus: Weitere Interviews mit jungen Gründern gibt es im Special Gründerinterviews

Zur Person:
Patrick Kollmann studierte Wirtschaft in Hamburg und Wien, ehe er die EAP je ein Jahr in Paris, Oxfor und Berlin besuchte. Nach vorangegrangenen Gründungen im Softwarebereich, denen er weiterhin vorsteht, hob er 2012 AddApptr aus der Taufe.

Christina Cassala, Redakteurin bei deutsche-startups.de, war schon zu ihren besten Uni- Zeiten in den 90er Jahren journalistisch tätig. Gleich nach dem Volontariat arbeitete sie bei einem Branchenfachverlag in Hamburg, ehe sie 2007 zu deutsche-startups.de stieß und seither die Entwicklungen der Start-up Szene in Deutschland mit großer Neugierde beobachtet.



  1. Chris

    Oh ja, noch ein Mobile AdNetwork – das braucht die Welt. Nicht.

  2. Sehr coole Idee und gute Umsetzung. Hut ab;)

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