“Ziel ist es, Start-ups noch bessere Rahmenbedingungen zu ermöglichen” – Tobias Kollmann vom BJDW

Anfang dieses Jahres richtete Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler den Beirat Junge Digitale Wirtschaft (BJDW) ein, der ihn zur Informations- und Kommunikationswirtschaft, insbesondere zur Entwicklung von Start-ups, beraten soll. Im Interview mit deutsche-startups.de sprach Prof. […]
“Ziel ist es, Start-ups noch bessere Rahmenbedingungen zu ermöglichen” – Tobias Kollmann vom BJDW

Anfang dieses Jahres richtete Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler den Beirat Junge Digitale Wirtschaft (BJDW) ein, der ihn zur Informations- und Kommunikationswirtschaft, insbesondere zur Entwicklung von Start-ups, beraten soll. Im Interview mit deutsche-startups.de sprach Prof. Dr. Tobias Kollmann, neuer Vorsitzender des Gremiums, über Themenschwerpunkte, Wettbewerbsfähigkeit und Aktionsprogramme.

Was sind die aktuellen Themen im BJDW?
Der Beirat hat in den letzten Wochen seine Arbeit aufgenommen und für sich insbesondere die folgenden fünf Themenschwerpunkte identifiziert: Die allgemeine Förderung der Start-up-Gesellschaft im Bereich IKT in Deutschland, den Ausbau der zugehörigen Start-up-Infrastruktur, die strukturelle und inhaltliche Intensivierung der Start-up-Unterstützung, die Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Start-up-Finanzierung sowie die Förderung der Unterstützung im Bereich Start-up-Wachstum. Dabei ist die vorhandene Kompetenz der hochkarätigen Beiratsmitglieder außerordentlich hilfreich für die Substanz der bisherigen Zusammenarbeit.

Gibt es hierzu denn schon erste Ergebnisse?
In allen Themenschwerpunkten hat der Beirat schon nach kurzer Zeit erste Empfehlungen formuliert, die in den folgenden Wochen noch weiter ausgearbeitet werden. Ziel ist es, im weiteren Verlauf ein umfassendes Aktionsprogramm für den IKT-Standort Deutschland zu entwerfen, um den Start-ups in diesem Bereich noch bessere Rahmenbedingungen zu ermöglichen. Die IKT-Branche beinhaltet aus unserer Sicht eine sehr wichtige Querschnittstechnologie für die gesamte Wirtschaft und Start-ups sind hierbei ein wichtiger Schlüssel für die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Deutschland in der Zukunft. Der Beirat möchte seinen Beitrag dazu leisten, damit wir hier gut aufgestellt sind.

Wie sehen Sie ihre Aufgabe dabei?
Ich sehe mich in meiner Funktion als Ausbilder, Forscher, Gründer, Berater und Investor als Mittler zwischen der Politik und der jungen digitalen Wirtschaft in Deutschland und werde zusammen mit den Vorstandskollegen versuchen, den Dialog innerhalb des Beirats aber auch den Austausch mit der Start-up-Szene zu organisieren und zu strukturieren. Für den letzteren Aspekt wird es über die BMWi-Webseite des Beirat Junge Digitale Wirtschaft eine direkte Kontaktmöglichkeit geben, um neue Themen oder Hinweise einzubringen. Weitere Kommunikations- und Interaktionskanäle sind geplant.

Zur Person
Prof. Dr. Tobias Kollmann ist Inhaber des Lehrstuhls für E-Business und E-Entrepreneurship an der Universität Duisburg-Essen und seit Ende April Vorsitzender des Beirats Junge Digitale Wirtschaft (BJDW). Die Mitglieder des Beirats (PDF) sind Gründer und junge IT-Unternehmer aus der Start-up-Szene, Vertreter von etablierten IKT-Unternehmen sowie Investoren. Die Mitgliedschaft im Beirat ist ein persönliches Ehrenamt, das keine Vertretung zulässt.

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.