• Von Christina Cassala
    Mittwoch, 13. März 2013
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    “Der individuelle Wunsch unserer Kunden ist uns sehr wichtig” – Patrick Ulmer von 5cups

    Assamtee mit Rosengeschmack, Darjeeling mit Kokosnuss oder Früchtetee mit Pfeffer und Zimt: Wer seinen Tee gerne etwas exklusiver und individueller trinken möchte, kann ab sofort bei 5Cups (www.5cups.de) hübsch verpackte Teesorten bestellen. Mit […]

    Assamtee mit Rosengeschmack, Darjeeling mit Kokosnuss oder Früchtetee mit Pfeffer und Zimt: Wer seinen Tee gerne etwas exklusiver und individueller trinken möchte, kann ab sofort bei 5Cups (www.5cups.de) hübsch verpackte Teesorten bestellen. Mit der Selbstmischbox für Tee setzt Gründer Patrick Ulmer den allgemeinen Trend für individuelle Eigenkreationen fort und bewegt sich auch im Segment der Teemisch-Möglichkeiten nicht völlig alleine. Über das Alleinstellungsmerkmal seines Unternehmens spricht der Gründer Ulmer im Gründer-Kurzinterview mit deutsche-startups.

    Welche Idee steckt hinter Ihrem Start-up?
    5 CUPS and some sugar verkauft, produziert und liefert individuelle und personalisierte Teemischungen, die sich jeder nach eigenem Geschmack aus mehr als 50 Zutaten online zusammenstellen kann. Bei 5 CUPS and some sugar kann man seinen eigenen Lieblingstee kreieren. Tee bietet eine unglaubliche Menge an Geschmacks- und Zubereitungsmöglichkeiten und ist eines der gesündesten Getränke der Welt. Wir wollen Lust auf Tee machen, die Langeweile im Teeregal beenden und dazu verführen Tee wiederzuentdecken.

    Beim Zusammenstellen der eigenen Komposition gibt es in unserem Webshop viel zu entdecken. Die eigene Teekreation wird von uns grammgenau gemischt, verpackt und versendet. Dabei kann man seinem Tee einen eigenen Namen geben, der auf die Verpackung gedruckt wird und man kann aus mehreren Motiven seine Lieblingsverpackung aussuchen. Wir verkaufen auch unsere eigenen Teekreationen als fertige Mischungen wobei auch diese in jeder Hinsicht angepasst werden können. Der individuelle Wunsch unserer Kunden ist uns sehr wichtig.

    Wie sehr bzw. in welchen Punkten hat sich ihr Konzept von der ersten Idee bis zur Gründung verändert?
    2008 starteten zwei von den heute 5 Gründern „My Tea Mix“. Die Grundidee individuelle Tees herzustellen hat sich nicht verändert, alles andere schon. Heute sind wir 5 CUPS and some sugar, mit einem größeren Team und haben aus dem Teemischen ein spannendes Erlebnis für unsere Kunden gemacht. Es gibt ausgefallene, liebevoll gestaltete Verpackungen mit wechselnden Motiven. Jede Packung trägt einen Anhänger auf dem der Teename nach Kundenwunsch gedruckt wird. Unsere Produktion und die Logistik wurden professionalisiert. Unsere Zutatenqualität ist inzwischen sehr hoch. Die Biozertifizierung steht kurz vor der Erteilung. Und wenn das Paket bei unseren Kunden ankommt, gibt es diesen wunderbaren Moment des Sich-beschenkt-fühlens. Wir haben sehr viel über Tee und unser Produkt gelernt und viel Liebe und natürlich auch Geld investiert.

    Wer sind Ihre Mitbewerber und wie grenzen Sie sich von ihnen ab?
    Unser direkter Wettbewerb sind alle Anbieter von individuellen Teemischungen, z. B. allmytea.de, mix-den-tee.de (Bergsiegel), tee24.com. Hier geht es vor allem um Marktanteile des Geschenke- und des B2B-Marktes. Wir stehen außerdem im Wettbewerb mit allen Anbietern hochwertiger Teemischungen über Webshops, so genannte Premium- oder Lifestyle-Tees mit vergleichbarer Designsprache. Die wichtigsten Wettbewerber sind u. a. Samova (D), Kusmi (F), LØV Organic (F) und Clipper Tea (UK) um nur einige zu nennen.

    Wir grenzen uns gegen beide Wettbewerbsfelder ab: 5 CUPS ist der einzige Premiumtee, der den persönlichen Geschmack seiner Kunden durch 100 % individuelle Teemischungen bedienen kann und gleichzeitig sind wir der einzige Teemischer, der Premiumtees verkauft. Die konsequente Individualisierung unserer Produktbestandteile stellt den Kunden und seine Wünsche weiter in Vordergrund als bei jedem anderen Anbieter von Tee. Die Auseinandersetzung mit Tee macht unsere Kunden zu Tee-Liebhabern und darüber hinaus zu Experten. 5 CUPS ist ein Vorreiter für den kommenden Teetrend und ein sehr sinnvolles Produkt im Mass-Customization Segment.

    Was ist der entscheidendste Faktor, damit Ihr Start-up den Durchbruch schafft?
    Das erfolgreiche Etablieren von 5 CUPS and some sugar als innovative Brand im Teemarkt.

    Wie wollen Sie Geld verdienen und wann schreiben sie schwarze Zahlen?
    Wir machen unseren Umsatz bisher mit individuellen und fertigen Teemischungen, mit Teezubehör und Geschenkgutscheinen. Außerdem werden im B2B-Geschäft Tees in Großbestellung als personalisiertes Firmen-Designgeschenk verkauft. Darüberhinaus sehen wir mehr als eine Handvoll weiterer Einnahmequellen für die wir bereits jetzt Produkte und Ideen entwickeln. Den Break-Even erreichen wir 2015 nach einer Wachstumsphase.

    Welche Märkte wollen Sie mittel- und langfristig erobern?
    Derzeit bewegen wir uns im Geschenkemarkt (Geburtstage, Weihnachten) und im Online-Teemarkt. Letzterer bietet uns enorme Wachstumschancen, daher legen wir hier große Aufmerksamkeit darauf. Darüberhinaus ist der B2B-Markt als Firmengeschenk durchaus spannend und weiterhin ausbaufähig für uns.

    Welche Meilensteine wollen Sie in den kommenden zwölf Monaten auf jeden Fall erreichen?
    1. Nachhaltigkeit ausbauen: Biozertifizierung und grüne Logistik
    2. Ausbau des Shops sowohl technisch als auch in der Angebotsbreite
    3. Bekanntheit der Marke verzehnfachen
    4. Ausbau der Produktionskapazitäten
    5. Vervielfachung des Bestellvolumens

    Im Fokus: Weitere Interviews mit jungen Gründern gibt es im Special Gründerinterviews

    Zur Person
    Patrick Ulmer ist gelernter Medienberater für Digital- und Pintmedien und war in dieser Funktion lange für eine Agentur tätig, eher er sich 2006 mit seiner eigenen Kommunikationsagentur, loveto, selbstständig machte. Seit 2012 betreibt er die 5 CUPS and some sugar GmbH mit Sitz in Berlin.
     

    Christina Cassala

    Christina Cassala, Redakteurin bei deutsche-startups.de, war schon zu ihren besten Uni- Zeiten in den 90er Jahren journalistisch tätig. Gleich nach dem Volontariat arbeitete sie bei einem Branchenfachverlag in Hamburg, ehe sie 2007 zu deutsche-startups.de stieß und seither die Entwicklungen der Start-up Szene in Deutschland mit großer Neugierde beobachtet.

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