Warum sich auch kleine Unternehmen und Start-ups Online-Marketing leisten können

Warum sich auch kleine Unternehmen und Startups Onlinemarketing leisten können – Gastbeitrag von Philipp Roth und Simon Schier (siehe links), Geschäftsführer von revcloud, einer Demand Side-Plattform für Real Time Bidding. Die Entwicklungen in […]

Warum sich auch kleine Unternehmen und Startups Onlinemarketing leisten können – Gastbeitrag von Philipp Roth und Simon Schier (siehe links), Geschäftsführer von revcloud, einer Demand Side-Plattform für Real Time Bidding.

Die Entwicklungen in den letzten Jahren im Bereich Online Marketing waren rasant – technologische Neuheiten haben die Eintrittshürden wie Kosten für erfolgreiche Online-Werbung sinken lassen. Insbesondere ein Trend macht es nun auch kleinen und mittelständischen Unternehmen und Startups möglich, erfolgreiche Onlinekampagnen zielgerichtet und kostengünstig zu schalten: Real Time Bidding (RTB).

Erstmals wird dank technischer Innovationen damit auch Displaywerbung standardisiert, automatisiert und vor allem transparent nachvollziehbar. Neben rein erfolgsbasiertem Affiliate Marketing und klar steuerbarem Suchwort- und Socialmarketing ist RTB eine Alternative für Unternehmen, deren Budget eingeschränkt ist. Zu vergleichsweise geringen Preisen können potenzielle Kunden schnell und professionell – d.h. über mehrere Kanäle und gezielt – erreicht werden; ein enormer Wachstumstreiber für den Mittelstand (KMUs) und Unternehmen in der Frühphase.

Onlinemarketing – Wo geht die Reise hin?
Die Entwicklung hin zum Trend RTB ist eine logische Konsequenz der Marktausrichtung. Während Kosten und Zugangshürden sinken, vergrößert sich die Vielzahl der möglichen Kanäle, Maßnahmen und Formate. Auch das Werbevolumen wächst weiter: Andere Budgets und Zielgruppen werden erschlossen. Nicht nur die “Big-Spender”, sondern auch der Mittelstand wird in den neuen Kanälen, Social- und zunehmend Displayanzeigen, mitgedacht – ein lukrativer Marktausbau auf Anbieter- und Kundenseite.

Die Herausforderung: Start-ups und KMUs können nur dann Budgets für Onlinewerbung bereitstellen, wenn sie einen nachvollziehbaren, zeitnahen und vor allem messbaren Effekt auf die Anzahl der Verkäufe, Besucher oder Investitionen haben.

Die Folge: Technische Innovationen, um Anzeigen erfolgreicher zu machen. Erfolgreich ist, was möglichst individualisiert ist. Dieser Trend hat sich 2012 verstärkt und wird sich 2013 fortsetzen: Personalisierte Anzeigen sind klick- und leistungsstärker als generische Branding-Werbemittel und nutzen die technischen Möglichkeiten, um klassische Branding- und Ansprachekonzepte aus einer Welt, in der die Empfänger einer Botschaft bisher nur grob eingeordnet werden, weiterzuentwickeln. Statische Werbemittel werden langfristig in einer digitalen Welt mit interaktiven, auf persönliche Interessen abgestimmte (Video)-Ads verschwinden – nicht nur auf dem heimischen Rechner oder Laptop. Die vernetzte Multi-Screen Werbewelt funktioniert dank Smartphones und Tablets auf jedem Gerät und in Echtzeit.

Trend Real Time Bidding – Werbeplätze kommen in Millisekunden unter den Hammer
Während sich die Werbemöglichkeiten, Werbemittel und Botschaften immer weiter automatisiert und individualisiert haben, lief der Großteil des Verkaufsgeschäftes im Display-Segment lange weiterhin über klassische Wege: Verhandlungen, Telefonate, Faxaufträge, Anlieferung der Werbemittel mittels E-Mails.

Aber wer online Werbeanzeigen schaltet, will auch im Internet bestimmen wo. Digitale Werbung, digitaler Kauf: Diese Konsequenz wird mit RTB Realität und damit auch standardisiert wie kostengünstig – sämtliche Verkaufsprozesse werden online abgebildet. RTB steht dabei für eine in Echtzeit stattfindende Auktion von AdImpressions: Innerhalb von Millisekunden kommen frei verfügbare Werbeflächen für Display-Werbung „unter den Hammer“.
Die Idee: Wurden bisher individuelle Preise, feste Volumen und Schaltungszeiträume mit jedem Kunden vereinbart, kann nun das werbetreibende Unternehmen selbst definieren, wann, wo und zu welchem Preis es werben möchte. Der Preis für die Einblendung ist nun nicht mehr abhängig vom „good will“ des Vermarkters oder individuellem Verhandlungsgeschick, sondern bestimmt sich durch Angebot und Nachfrage – Mindestpreise können von Webseitenbetreibern und Vermarktern festgelegt werden.

Die Folge: Es entsteht mehr Transparenz, die zu einer höheren Akzeptanz der Werbespendings auf Unternehmensseite führt. Die Digitalisierung des Verkaufsprozesses durch RTB sorgt gleichzeitig nicht nur für leistbare Anzeigenschaltung, sondern auch für eine gerechtere Vergütung für qualitative hochwertige Inventare und zu einem enormen Effizienzgewinn.

Auch Start-ups können sich Real Time Bidding leisten
Geringe bzw. angemessene Ausgaben und transparent nachvollziehbar Gegenwerte – diese beiden Kriterien sind gerade in der Frühphase eines Unternehmens bei den Entscheidungen des Marketingverantwortlichen ausschlaggebend. Und Vertrauen in den jeweiligen Kanal, hier also Displaywerbung.

Die Lösung: Vertrauen aufbauen, indem dem Kunden die Kontrolle in die Hand gegeben wird. Mittels Self Service Plattformen kann das werbetreibende Unternehmen selbst über Targetings, Platzierungen und auch den gewünschten Bietpreis bestimmen. Er sieht, wie, uns wann eine Schaltung erfolgt. Diese Nachvollziehbarkeit sorgt für eine Akzeptanz bei den Ausgaben. Selbstverständlich ersetzt der Self Service nicht eine begleitende, kompetente Beratung des Kunden – aber eine ausschließliche Beratung des Kunden auch nicht die Transparenz einer Self Service Plattform. Das Zusammenspiel ist entscheidend. Die Zeiten, in denen der Kunde höchstmögliche Budgets zu zahlen hatte, damit diese über eine Vielzahl an ihm unbekannten Stellen “verbraten” wurden, sind vorbei. Es liegt an der Branche, hier wieder Boden gegenüber Search Engine Marketing gutzumachen. Denn Display wirkt nicht nur; es lohnt sich wieder. Für beide Seiten.

Kostengünstig und transparent – welche Vorteile gibt es noch?
RTB wurde anfänglich hauptsächlich für Re-Targeting-Kampagnen eingesetzt, also die Wiederansprache von Usern, die die Homepage bereits besucht haben. Aber auch klassische Banneranzeigen und Branding Kampagnen können mit RTB genutzt und sogar so erfolgreich wie Suchwortanzeigen werden.

Die Gründe: Einfache Targetings können in aller Regel kostenlos gebucht werden (Stadt, Land, Browser, Endgerät), sodass die Zielgruppe genauer definiert und Streuverluste vermieden werden können. Auch die Platzierungen können, wenn der Kunde die RTB Plattform selbst nutzt, gesteuert und ausgewählt werden: Es gibt keine Aufschläge mehr für Einzelplatzierungen bzw. “Run of Site” Placements. Die Preisfindung erfolgt ebenfalls durch eine nachvollziehbare Kombination aus Mindestpreisen und Angebot und Nachfrage und führt zu einer Akzeptanz des Spendings. Auch die Performance der Kampagne wird gesteigert, dank sozio-demographischer Targetings z.B. nach Alter oder Geschlecht.

Der Effekt: RTB Kampagnen sind effizienter als klassische Kampagnen, da nach Audience, d.h. Zielgruppe und nicht Umfeld oder dem dahinter vermuteten Millieu geplant werden kann. Eine spitze Zielgruppe in Kombination mit individuellen, maßgeschneiderten Werbeanzeigen führt zu einer höheren Aufmerksamkeit und dies zu einem messbaren Erfolg der Kampagne.

Zu den Personen
Philipp Roth und Simon Schier starteten revcloud (www.revcloud.net), als Tochterunternehmen der redvertisment-Gruppe, 2012. revcloud will Online-Marketing für Unternehmen jeder Größe passgenau und vor allem möglichst einfach gestalten. Das revcloud-Duo betreibt auch den Coworking-Standort mobilesuite im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg.

Aktuelle Meldungen

Alle

#DealMonitor Takeaway kauft Foodarena – und alle Deals des Tages

Takeaway kauft Foodarena – und alle Deals des Tages
Freitag, 22. Juni 2018 ds-Team

Im aktuellen #DealMonitor (22. Juni), unserer täglichen Übersicht über alle Deals und Exits in der DACH-Region, gibt es wieder alle Deals der letzten 24 Stunden! Delivery Hero etwa verkauft seinen Schweizer Ableger an Takeaway.com.

15 Fragen an Dirk Owerfeldt Gründen? Selbstverantwortung! Selbstverwirklichung!

Gründen? Selbstverantwortung! Selbstverwirklichung!
Freitag, 22. Juni 2018 Alexander Hüsing

“Im Firmen-Marketing ist PR sehr wichtig. Doch was nutzt der bekannteste Name, wenn das Unternehmen am Markt scheitert? Deshalb sind im B2B-Bereich vor allem ein gutes, ausgefeiltes Produkt und professioneller Service essenziell”, sagt Dirk Owerfeldt, Gründer von Gastrofix.

#DealMonitor Silexica bekommt 18 Millionen – und alle Deals des Tages

Silexica bekommt 18 Millionen – und alle Deals des Tages
Donnerstag, 21. Juni 2018 ds-Team

Im aktuellen #DealMonitor (21. Juni), unserer täglichen Übersicht über alle Deals und Exits in der DACH-Region, gibt es wieder alle Deals der letzten 24 Stunden! Darunter: Baze sammelt Kapital ein. Zudem bekommt talpasolutions 1,5 Millionen.

#Zahlencheck Lesara: Zahlensalat pur! Rohertrag nur 24,7 Millionen

Lesara: Zahlensalat pur! Rohertrag nur 24,7 Millionen
Donnerstag, 21. Juni 2018 Alexander Hüsing

Der Lesara-Jahresabschluss für 2016 ist da! Der Zahlensalat um das Startup wird dadurch nur noch schlimmer. Der Rohertrag des Unternehmens lag damals bei 24,7 Millionen Euro. Im Vergleich zu 2015 ein Wachstum in Höhe von 254 %.

App für den Schulalltag Scoolio aus Dresden: Schon 175.000 Schüler machen mit

Scoolio aus Dresden: Schon 175.000 Schüler machen mit
Donnerstag, 21. Juni 2018 Alexander Hüsing

“In den vergangenen Monaten haben wir unser Geschäftsmodell sukzessive weiterentwickelt. Inzwischen nutzen wir die Datentiefe, um Angebote zur Berufs- und Ausbildungsorientierung zielgenauer an interessierte Schülern zu adressieren”, sagt Mitgründer Danny Roller.

#DealMonitor 16 Millionen für Blinkist – und alle VC-Deals des Tages

16 Millionen für Blinkist – und alle VC-Deals des Tages
Mittwoch, 20. Juni 2018 ds-Team

Im aktuellen #DealMonitor (20. Juni), unserer täglichen Übersicht über alle Deals und Exits in der DACH-Region, gibt es wieder alle Deals der letzten 24 Stunden! Darunter: Das Stuttgarter Startup VirtualQ sammelt Millionensumme ein.

#Zahlencheck Verlust von N26 steigt um 214,1 % – auf 14,7 Millionen

Verlust von N26 steigt um 214,1 % – auf 14,7 Millionen
Mittwoch, 20. Juni 2018 Alexander Hüsing

Wir werfen einen Blick in den Jahresabschluss der Startup-Bank N26 für das Jahr 2016. Demnach lag der Jahresfehlbetrag des Startups vor zwei Jahren bei 14,7 Millionen Euro – im Vergleich zum Vorjahr (4,7 Millionen) ein Plus von 214,1 %. Das Wachstum auf zuletzt 1 Millionen Kunden dürfte somit teuer erkauft sein.

Eversports: Vom holprigen Start zum Millioneninvestment

Eversports: Vom holprigen Start zum Millioneninvestment
Mittwoch, 20. Juni 2018 Alexander Hüsing

“Die Idee zu Eversports wurde geboren, als ich in Klagenfurt, durch Recherche erfahren habe, wie viel die Stadt an Sportaktivitäten zu bieten hat. Gleichzeitig habe ich jedoch gemerkt, dass nur Wenige von dieser Vielfalt wissen”, sagt Mitgründer Hanno Lippitsch.

#DealMonitor 11,5 Millionen für abracar – und alle VC-Deals des Tages

11,5 Millionen für abracar – und alle VC-Deals des Tages
Dienstag, 19. Juni 2018 ds-Team

Im aktuellen #DealMonitor (19. Juni), unserer täglichen Übersicht über alle Deals und Exits in der DACH-Region, gibt es wieder alle Deals der letzten 24 Stunden! Darunter: Allianz X investiert 11,5 Millionen Euro in abracar. Crate.io bekommt zudem 11 Millionen US-Dollar.

Interview “Mit Geschwistern kann man offener kommunizieren”

“Mit Geschwistern kann man offener kommunizieren”
Dienstag, 19. Juni 2018 Alexander Hüsing

“Wir sind von Hause aus mit sehr ähnlichen Werten und der gleichen Leistungsbereitschaft ausgestattet – was die Zusammenarbeit enorm erleichtert”, sagt Pauline Koehler, die WeddyPlace gemeinsam mit ihrem Bruder Daniel Koehler hochzieht.