“Wir experimentieren bereits mit Location-Based-Advertising” – Alexander von Brandenstein von Taxi.de

Das Hamburger Start-up Taxi.de (www.taxi.de), hervorgegangen aus TaxiButton, vermittelt Taxis per Knopfdruck. Im Gegensatz zu Konkurrenten ist Taxi.de, das vom Gelbe Seiten-Verlag Euro Serve Media und Thomas Promny finanziell unterstützt wird, aber kostenlos […]

Das Hamburger Start-up Taxi.de (www.taxi.de), hervorgegangen aus TaxiButton, vermittelt Taxis per Knopfdruck. Im Gegensatz zu Konkurrenten ist Taxi.de, das vom Gelbe Seiten-Verlag Euro Serve Media und Thomas Promny finanziell unterstützt wird, aber kostenlos – siehe auch “Taxi.de fordert myTaxi heraus – myTaxi startet Mobile Payment“. Im Gründer-Kurzinterview mit deutsche-startups.de spricht Alexander von Brandenstein, der das Start-up gemeinsam mit Ulf Bögeholz gegründet hat, über Location-Based-Advertising, das europäische Ausland und den heterogen Taximarkt in Deutschland.

Welche Idee steckt hinter Ihrem Start-up?
Egal wo, egal wann in Deutschland ein Taxi zu bekommen. Dabei binden wir von der Zentrale bis zum Einzelfahrer alle Marktteilnehmer ein.

Wie sehr bzw. in welchen Punkten hat sich ihr Konzept von der ersten Idee bis zur Gründung verändert?
Bis zur Gründung eigentlich nicht, danach dafür umso mehr. Da wir mit dem klassischen Peer2Peer-Ansatz gestartet waren, stellte sich schnell heraus, dass es äußerst schwierig war, Kunden und Fahrer in einigermaßen gleichem Verhältnis zu gewinnen. Dieser Umstand, gepaart mit der Tatsache dass der Taximarkt in Deutschland sehr heterogen ist, sorgte dann dafür, dass wir unser Modell etwas angepasst haben, und seitdem für jeden Anbieter, ob selbstständiger Fahrer oder Taxiunternehmen mit 100 Fahrzeugen ein Produkt im Angebot haben.

Wer sind Ihre Mitbewerber und wie grenzen Sie sich von ihnen ab?
Mitbewerber sind generell alle Unternehmen, die Fahrten zwischen Kunden und Taxifahrern vermitteln. Die größten Unterschiede sind, dass wir keine Gebühren für die Vermittlungsleistung nehmen und in ganz Deutschland funktionieren.

Was ist der entscheidendste Faktor, damit Ihr Start-up den Durchbruch schafft?
Skalierbarkeit. Zum Glück haben wir dafür bereits den Grundstein legen können. Es sind also zwei Dinge die neben einer soliden Finanzierung wichtig sind. Eine solide technische Struktur und das Thema Abdeckung.

Wie wollen Sie Geld verdienen und wann schreiben Sie schwarze Zahlen?
Für Taxiunternehmen haben wir eine Reihe von spezialisierten Premiumprodukten, die wir kostenpflichtig anbieten. Des Weiteren experimentieren wir bereits mit Location-Based-Advertising. Die schwarzen Zahlen verschieben wir noch etwas in die Zukunft.

Welche Märkte wollen Sie mittel- und langfristig erobern?
Das europäische Ausland ist natürlich in weiten Teilen auch sehr interessant für uns. Langfristig wäre es natürlich schön, wenn man auch auf dem Mars eine Sonde über unsere App bestellen könnte!

Welche Meilensteine wollen Sie in den kommenden zwölf Monaten auf jeden Fall erreichen?
Wir wollen weiterhin an unserer Abdeckung arbeiten und auch in den Gebieten jenseits der Großstädte viele neue Partnerunternehmen gewinnen. Für unsere App gibt es natürlich auch ein paar Milestones die dazugehören, die verraten wir an dieser Stelle aber noch nicht.

Zur Person
Alexander von Brandenstein, Jahrgang 1976, gründete Taxi.de gemeinsam mit Ulf Bögeholz. Zuvor arbeitete von Brandenstein unter anderem in der Vertriebsleitung bei OEM Rockwell Automation. Davor studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Köln.

Im Fokus: Weitere Interviews mit jungen Gründern gibt es im Special Gründerinterviews

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.