Die 14 (plus 2) besten Ressourcen für Bilder

Im ersten Artikel dieser kleinen Serie rund um den Einsatz von Bildern, Grafiken und Videos ging es darum, wie man mit Zeichnungen und geskribbelten Grafiken Komplexes verständlicher machen und das Gedächtnis der Zuhörer […]
Die 14 (plus 2) besten Ressourcen für Bilder

Im ersten Artikel dieser kleinen Serie rund um den Einsatz von Bildern, Grafiken und Videos ging es darum, wie man mit Zeichnungen und geskribbelten Grafiken Komplexes verständlicher machen und das Gedächtnis der Zuhörer unterstützen kann. Für den Einsatz auf Websites, in Blogs oder in Printmedien und Unternehmenspräsentationen braucht man aber oft professionelle Fotos, Grafiken und Videos. Meistens fehlt es an Zeit und Budget, alles selbst zu erstellen. Deshalb greift man oft auf Fotos und Grafiken Anderer zurück. Was dafür unter juristischen Gesichtspunkten zu beachten ist, konnten Sie im Beitrag von Rechtsanwalt Sebastian Dramburg lesen. Und hier sind die 14 (plus 2) besten Quellen, aus denen man dafür schöpfen kann.

Nein, natürlich darf man nicht einfach jedes x-beliebige Bild, das man zum Beispiel über die Google Bildersuche gefunden hat, einfach selbst verwenden. Das kann teure Abmahnungen seitens des Urhebers zur Folge haben. Also begibt man sich am besten auf die sichere Seite und sucht sich passende Bilder in Bilddatenbanken, wo man sie kaufen oder unter Einhaltung der Nutzungsbedingungen gratis downloaden darf.

Bilddatenbanken gibt es wirklich eine Menge. Es gilt bei der Auswahl und Verwendung der Bilder nur darauf zu achten, dass man sich an die Lizenzvorgaben hält. Und nicht für alle Bilder einer Datenbank gilt dasselbe Nutzungsrecht. Die verschiedenen Genehmigungen reichen von ‘alle Rechte vorbehalten’ bis hin zu ‘kommerzielle Verwendung und Bearbeitung erlaubt’. Deshalb also bitte bei jedem Bild genau hinschauen.

Die wohl umfangreichsten Bild- und Medien-Datenbanken

Kostenpflichtige Nutzung, aber recht günstig:

Communities, in denen Nutzer ihre Bilder hochladen und zur Verfügung stellen:

  • Flickr (Mehr als 6 Milliarden (!) Bilder im August 2011)
  • DeviantArt (mehr als 180 Millionen Bilder, Illustrationen, ‘echte’ Bilder auf Leinwand, Photoshop-Patterns und -Brushes, Videos und noch vieles mehr)
  • WikimediaCommons (fast 12 Millionen Mediendateien, auch Videos und Tonaufnahmen)
  • Picasa Webalben (knapp eine Million Bilder)
  • Pixelio (knapp 420.000 Bilder)
  • StockXchng, der kleine gratis-Bruder von iStockPhoto(fast 400.000 Bilder)
  • Piqs (fast 53.000 Bilder)

Wer Hintergründe oder Texturen braucht, wird vielleicht in der Designerzone fündig. Enthält nur etwa 300 Bilder, aber in allen geht es um großflächige Strukturen.

Wem dieser Fundus nicht genügt, der werfe doch mal einen Blick in diese fabulöse Sammlung von Bilddatenbanken: 117 Quellen für kostenlose Bilder – der Artikel stammt allerdings aus 2008, es kann also sein, dass sich der eine oder andere tote Link dort verbirgt.

Eine laaaange Liste mit Bilddatenbanken gibt es auch im Artikel Bilder kostenlos in kostenlosen Bilddatenbanken.

Und natürlich findet man zu nahezu allen Spezialthemen: Natur, Reise, Wissenschaft, Mode, Food… spezialisierte Bilddatenbanken.

Nützliche Bild-Rückwärtssuche

Sehr nützlich in zweierlei Hinsicht kann die Bildrückwärtssuche TinEye sein. Man gibt die URL eines Bildes ein, das man verwenden möchte und TinEye findet andere Websites, auf denen es auch schon Verwendung fand. TinEye lässt sich per Firefox-AddOn auch direkt in das Kontextmenü einbinden.

Zum einen lässt sich damit herausfinden, ob ein bestimmtes Bild schon auf zig anderen Websites Verwendung fand. Ich entscheide mich dann oft gegen seine Verwendung, weil es – wie beim Texten – auch beim Einsatz von Bildern gilt, Klischees zu vermeiden. Vermutlich empfinden die meisten zum Beispiel Überdruss, wenn sie schüttelnde Hände in Anzugärmeln als Symbolbild für geschäftliches Einverständnis, Netzwerken oder Ähnliches sehen.

Zum anderen hilft TinEye ein wenig dabei, den wahrscheinlichen Urheber eines Bildes ausfindig zu machen. Zwar wird leider bei den TinEye-Suchergebnissen nicht das Upload-Datum des Bildes auf den gefundenen Websites mit angezeigt. Dann wäre es recht einfach, den vermutlichen Urheber ausfindig zu machen: Die älteste URL-Fundstelle gehört wahrscheinlich dem Urheber des Bildes., den man dann um Verwendungsgenehmigung bitten könnte. Dennoch gibt es Indizien, die eindeutig gegen eine Verwendung ohne Genehmigung sprechen. Wenn zum Beispiel die Website-Adresse einer Bildagentur in den Suchergebnissen auftaucht, ist das Bild mit Sicherheit nicht einfach frei verwendbar. Aber man hat dann einen Anhaltspunkt, wo man es für eine rechtssichere Verwendung finden kann.

Foto (bearbeitet): Angelina S…….., pixelio

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Elke Fleing aus Hamburg liefert Texte aller Art, redaktionellen Content und Kommunikations-Konzepte. Sie gibt Seminare, hält Vorträge und coacht Unternehmen. Bei deutsche-startups.de widmet sie sich vor allem Themen und Tools, die der Erfolgs-Maximierung von Unternehmen dienen.